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eBooks kaufen

eBooks kaufen

eBooks kaufen

Anders als bei gedruckten Büchern kann ein Kauf von eBooks an “falscher” Stelle fatale Konsequenzen haben, im schlimmsten Fall bleibt der Bildschirm schwarz. Worauf es beim eBook-Kauf zu achten gilt, beschreiben wir im Folgenden.

Wie bei gedruckten Büchern gilt auch für eBooks die Buchpreisbindung. Heißt: Der Verlag legt für sein eBook einen Preis fest, zu dem der Titel überall zu verkaufen ist. Dieser Preis darf unter dem Preis für Print-Ausgaben liegen und tut das zumeist auch. Der Abschlag variiert gewaltig, zumeist sparen Digital-Käufer 10 bis 30 Prozent.

Trotz einheitlicher Preise ist die Wahl des eBook Shops keinesfalls beliebig. Entscheidend ist insbesondere, was für ein Lesegerät (eBook Reader, Tablet, Smartphone, PC) man zur Lektüre von eBooks zu nutzen gedenkt.

eBooks kaufen: Achten aufs Dateiformat

Belletristische eBooks sind im Wesentlichen in zwei verschiedenen Dateiformaten erhältlich: Als mobi beziehungsweise kf8 bei Amazon und als epub bei allen anderen bedeutsamen Stores. Fachbücher und Zeitschriften werden zumeist im pdf-Format angeboten. Dieses Format hat mit seinem fixen Seitenlayout Vorteile bei komplexeren Darstellungen (Bilder, Tabellen), ist für eBook Reader aber kaum geeignet.

Alle diese Dateiformate lassen sich theoretisch mit der kostenlosen eBook-VerwaltungssoftwareCalibre weitgehend verlustfrei konvertieren. Praktisch steht dem der im kommerziellen Bereich immer noch weit verbreitete Kopierschutz im Weg, mit dem Verlage und Indie-Autoren ihre Titel versehen. epub-Dateien sind abgesehen von Apple (siehe unten) mit dem Adobe-Kopierschutz verschlüsselt, Amazon setzt eine eigene Lösung ein.

Wer eBooks bei Amazon kauft, kann diese also nur mit einem Kindle eBook Reader (Paperwhite, Voyage, Touchscreen und ältere Modelle) oder mit Lese-Software schmökern, die es immerhin für alle gängigen Mobile- und Desktop-Plattformen sitzt. Bei Thalia, Weltbild, Kobo, Google Play und weiteren Händlern sind die gekauften eBooks mit einer Vielzahl von dedizierten Lesegeräten kompatibel. Ausnahme: Die Kindle-Familie von Amazon.

Vorsicht bei Apple

Die Lese-App iBooks von Apple ist seit iOS 8 auf allen iPads und iPhones des Unternehmen “vorinstalliert”. Apple verkauft seine eBooks auch im epub-Format, versieht sie aber mit einem eigenen Kopierschutz, mit dem wiederum nur iBooks zurechtkommt. Preisbindungsbedingt kosten eBooks bei Apple genauso viel wie in anderen Stores, sie lassen sich aber auf deutlich wenigen Geräten wiedergeben und sind damit funktional eingeschränkt.

Unterschiede bei englischen und Indie-Titeln

Gab es in der Vergangenheit noch große Differenzen zwischen den Store-Sortimenten, haben sich zumindest die großen Händler inzwischen weitgehend angeglichen. Im November 2014 offenbarte ein Test der Computerzeitschrift c’t, dass es insbesondere bei deutschsprachiger Populär-Literatur kaum mehr Unterschiede gibt.

Anders sieht es bei englischsprachigen eBooks und vor allem bei Self-Publisher-Titeln aus, hier hat Amazon klar die Nase vorn. Englischsprachige eBooks sind von der Buchpreisbindung ausgenommen, Amazon hat hier meist die besten Preise – im epub-Lager ist Kobo besonders empfehlenswert. Verlagsunabhängige Autoren binden sich aus finanziellen Gründen häufig exklusiv an Amazon, weshalb es viele Hunderttausend dieser häufig besonders günstigen eBooks nur bei Amazon zu kaufen gibt.

Lesegerät mitbedenken

Kindle-Lesegeräte: eBook-Kauf (fast) nur bei Amazon

Kindles: eBook-Kauf (fast) nur bei Amazon

Die Frage nach dem richtigen Store sollten sich Digital-Leser im Verbund mit der Frage nach ihrem Lesegerät stellen. Eine Übersicht über die besten Modelle bietet unsere Infoseite eBook Reader Test. Insbesondere beim Kauf eines Kindle schränkt man sich bei der Shop-Auswahl erheblich ein, was Amazon natürlich auch beabsichtigt und weshalb die Kindle-Lesegeräte ein besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis aufweisen. Wer einen Kindle sein Eigen nennt, kann außerdem die Leihdienste der öffentlichen Bibliotheken (Onleihe) nicht nutzen.

Wer ein epub-Lesegerät (Tolino Vision 2, Kobo Aura H2O, Pocketbook Touch Lux 2 und so weiter) sein Eigen nennt, hat grundsätzlich die freie Shop-Wahl. Besonders praktisch ist natürlich der Einkauf über den integrierten eBook Store beziehungsweise über die Website des Anbieters. Auch auf Smartphones und Tablets können die gekauften eBooks geschmökert werden, alle großen Händler offerieren Apps für die gängigen Plattformen (iOS, Android). In der Regel kann über Android-Apps auch direkt eingekauft werden. Apps für das Apple-Betriebssystem weisen hingegen zumeist nur eine Lese-Funktion auf, weil die Händler sonst einen Teil der Umsätze an Apple abführen müssten.

Die großen deutschen Buchhändler Thalia, Weltbild, Hugendubel, eBook.de und andere, die sich in der Tolino-Allianz zusammengeschlossen haben, offerieren ein besonders komfortables plattformübergreifendes Einkaufserlebnis. Die Einkäufe dieser Anbieter lassen sich mit wenigen Mausklicks in der “Tolino Cloud” zusammenführen. Beim Tolino tritt der Adobe-Kopierschutz vieler eBooks außerdem mehr in den Hintergrund als bei anderen epub-Plattformen – eine Adobe ID braucht man nur für externe eBooks, im Bedarfsfall ist sie außerdem schnell hinterlegt.

Kostenlose eBooks und Hörbücher

Neben kostenpflichtigen eBooks gibt es bei den großen Online-Händlern (und an anderen Stellen) auch zahlreiche gratis Titel zu entdecken. Was es dabei zu beachten gilt, haben wir hier ausgeführt. Eine gleichartige Übersicht haben wir für kostenlose Hörbücher, falls der Sinn einmal nach alternativer Unterhaltung steht.

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