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Kostenlose eBooks bei fiktion.cc, bezahlt vom Staat

Ein neues Modellprojekt will das Netz mit anspruchsvoller digitaler Literatur bereichern, die kostenlos zum Download bereitgestellt wird. Auf der mit Steuermitteln finanzierten Plattform fiktion.cc sind jetzt die ersten beiden kostenlosen eBooks freigeschaltet, “bis zu sechs weitere” sollen folgen.

Offiziell ans Netz ging fiktion.cc an diesem Mittwoch, im Haus der Kulturen in Berlin wurde das Projekt sowie die ersten beiden Veröffentlichungen präsentiert. In der Selbstbeschreibung heißt es, das Projekt wolle “die sich durch die Digitalisierung eröffnenden Chancen für die Wahrnehmung und Verbreitung anspruchsvoller Literatur” weiterentwickeln, abseits von “gängigen Marktkriterien” und “ökonomischen Notwendigkeiten”.

Anders als infolge dessen zu befürchten wäre, sind die ersten beiden kostenlosen eBooks durchaus auch für ein größeres Publikum von Interesse. Starstruck von Rajeev Balasubramanyam ist eine Sammlung von zehn düsteren Kurzgeschichten, die sich um jeweils einen Prominenten drehen. So machen etwa “fanatische Apple-Jünger” Jagd auf eine Steve-Jobs-Kritikerin. Und Alff ist ein Mystery-Thriller, angesiedelt in den USA der 90er Jahre. Unter den Links stehen die eBooks zum kostenlosen Download unter anderem im epub- und mobi-Format bereit.

Finanziert wird das Projekt im Wesentlichen mit Steuermitteln. Von der Kulturstiftung des Bundes kommen 240.000 Euro, berichtete die Deutsche Welle am gestrigen Donnerstag. Ausführliche Hintergründe zum auf zwei Jahre angelegten “Modellprojekt” gibt es in einem schon 2013 publizierten Börsenblatt-Interview mit einem Initiator.

Im vor zehn Monaten geführten Interview war von 10 Veröffentlichungen in zwei Jahren die Rede, zum Start an diesem Mittwoch wurden nur noch “bis zu” 8 Titel versprochen. Eine Programmvorschau gibt es nicht. Viele Steuergelder für wenig Output, könnte man meinen – immerhin aber solcher, der allen zugute kommt.

<Bildnachweis: Sessel von Shutterstock>

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Kommentare


Fiktion.cc: Eine Handvoll Gratis-eBooks für 240.000 Euro | eBook-Fieber.de 26. September 2014 um 14:58

[…] via Lesen.net […]

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Neulich im Feedreader (Teil XIII): 3D-Drucker, E-Books vom Bund, Archive und Ninja BibliothekarInnen | Hatori Kibble 1. Oktober 2014 um 21:35

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