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$399: Crunchpad Tablet kommt im November

Was Apple mit dem iPhone im Kleinen vorgemacht hat, versuchen immer mehr Hersteller auch in größeren Dimensionen zu realisieren: Ein intuitiv bedienbarer Tablet-Device mit berührungsempfindlichen Bildschirm, mit dem überall gesurft (und gelesen) werden kann. Besonders sehnlich erwartet und wohl ab November zu haben: Das Crunchpad vom IT-Netzwerk Techcrunch.

Im Januar gab Techcrunch-Chef Michael Arrington erstmals die Entwicklung eines Surf-Tablets bekannt, konnte schon im April einen funktionsfähigen Prototypen vom Crunchpad zeigen. Bei einem angestrebten Verkaufspreis von $300 war dem im Apple-Design gehaltenen Gerät dabei von Anfang an viel Aufmerksamkeit gewiss.

crunch4Das kommende Weihnachtsgeschäft wird das Crunchpad wohl bereits mitnehmen: Im November soll der Zwölf-Zoller nach einem Bericht der asiatischen Straits Times in den (US-)Handel kommen. Der Verkaufspreis vom Crunchpad liegt mit $399 (280 Euro) zwar nun doch etwas höher als geplant, macht den Device aber immer noch zum Schnäppchen. Der ähnlich konzipierte Apple Tablet wird mindestens doppelt so teuer sein.

Im Gegenzug werden Crunchpad-Käufer Kompromisse bei der Mobilität eingehen müssen. Mit 1,2 kg Gewicht macht sich das Gerät schon in der Aktentasche bemerkbar. Bei einer Größe von 32 cm x 20 cm hat das Gerät ohnehin nicht in dem Maße das Potenzial zum omnipräsenten Begleiter wie zum Beispiel das iPhone.

Dafür eröffnet das 12″ Display im Verbund mit aktueller Netbook-Hardware (1,6 GHz Intel Atom CPU, 4 Gbyte Flash-Speicher, 1 Gbyte RAM) aber auch ganz andere Arbeits- und Unterhaltungsmöglichkeiten. Gerade Lesen macht auf einem großem Bildschirm deutlich mehr Spaß als mit einem Smartphone.

crunchpad1Nicht ohne Grund zeigt eines der am häufsten verwendeten Pressefotos vom Crunchpad die Website der New York Times im Browser. Die Anzeige ist hier sogar größer als beim “Riesen-Kindle” DX oder beim eReader von Plastic Logic. Dank integriertem 3G- & WLAN-Modul kommen Nachrichten jederzeit und tagesaktuell aufs Gerät – ein Mehrwert gegenüber den kostenpflichtigen Kindle-Zeitungsabos, wo nur 1x täglich die neueste Ausgabe aufs Gerät gepushed wird.

Das Crunchpad hat aber auch seine Kehrseite für Lesefreunde. Der Device wiegt soviel wie zweieinhalb Amazon Kindle DX oder zehn Cybooks, zieht sogar im gern bemühten Gewichtsvergleich mit dicken Buchwälzern den Kürzeren. Der konentionelle LED-Bildschirm ermüdet beim Lesen die Augen in viel größerem Maße als e-Ink Displays, lässt zudem nur wenige Stunden Akkulaufzeit zu.

Letztlich steckt in Crunchpad, Apple Tablet & Co. eben trotz des fehlenden Keyboards noch sehr viel Laptop. Die Vorteile liegen gegenüber dedizierten Lesegeräten klar bei aktuelleren und besser (weil nativ) dargestellten Internetinhalten, für die regelmäßige Lektüre längerer Texte oder sogar Bücher sind diese Devices aber nicht optimiert.

Eine entsprechende Verbreitung vorausgesetzt, könnten gerade Low Budget Tablets wie das Crunchpad auch die Verlage bei ihrer ePaper-Strategie unter Druck setzen. Denn während New York Times & Co. an verkauften Kindle-Abos gutes Geld verdient, müssen es bei Crunchpad-Nutzer allein die Werbeerlöse richten. In sofern werden die Zeitungen vielleicht bald ein bisschen mehr als statische pdfs anbieten (müssen), um auf eBook Readern gelesen zu werden.

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Kommentare


Blog eReader » Crunchpad für 280 Euro – kein ePaper, aber dafür alles andere 3. August 2009 um 19:21

[…] Crunchpad bislang an mir vorbeigegangen, umso überraschter war ich, als ich gerade den Artikel zum Crunchpad auf lesen.net gefunden habe: Das kommende Weihnachtsgeschäft wird das Crunchpad wohl bereits mitnehmen: Im November soll der […]

Antworten

Crunchpad “lebt”, verspätet sich » eReader » lesen.net 16. November 2009 um 13:40

[…] hellhörig. 12″ Bildschirmdiagonale bei vergleichsweise kompakten Dimensionen könnten das Crunchpad auch zu einem guten Lesegerät für Zeitungen und ähnliche großformatige Inhalte […]

Antworten

Holger Meyer 12. Dezember 2009 um 22:56

Mit dieser Tablet Publishing Software wird man die Interaktiven Inhalte für solche Endgeräte erstellen können.
http://www.youtube.com/watch?v=cpBIRAFLvuw

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