Skip to main content

3D E-Reader auf dem Weg

3dDas (aus)laufende Jahr 2010 steht ganz im Zeichen von 3D: Im Kino wusste Avatar Millionen Zuschauer mit spektakulären 3D-Bildern zu begeistern, nahezu jeder CE-Hersteller hat inzwischen 3D-Fernseher in seinem Portfolio, bezahlbare Heimcomputer mit 3D-Bildschirmen finden sich bereits in deutschen Elektronikmärkten. Elektronische Lesegeräte (und Tablets) stehen bislang noch außen vor – in Forschungslaboren wird aber schon längst an dreidimensionalem „Lesen“ gearbeitet.

bridgestone_e_paper_flexibleZur Displaymesse FPD (wo auch Color E-Ink eingeführt wurde) announcierte der taiwanesiche High Tech Konzern Delta Electronics eine Kooperation mit Bridgestone zur gemeinsamen Entwicklung und Fertigung von elektronischem Papier bzw. entsprechenden Endgeräten; Bridgestone arbeitet schon seit langem an eigenen Lesegeräten mit farbigen E-Paper Bildschirmen (Bild rechts). Erste Endgeräte sollen unter dem Markennamen AeroBee in 2011 auf den Markt  kommen und zunächst nur in China, mittelfristig auch darüber hinaus erhältlich sein.

Auf der Messe stellte Delta Electronics auch seine (konventionellen) 3D-Panels aus; Grund genug für die Kollegen der Digitimes, den Chef der Delta E-Paper Sparte zur Verqickung beider Zukunftstechnologien zu befragen. Tatsächlich arbeitet das Unternehmen demnach bereits an dreidimensionalem elektronischen Papier, sieht sich gegenwärtig allerdings noch mit einigen Problemen (Helligkeit, Blickwinkelabhängigkeit) konfrontiert.

3D-Reader scheinen zunächst einmal wenig sinnhaft, ist doch Text als „Grundprodukt“ so platt wie Papier; anders als bei Filmen, die mittels 3D ihren Gegenstand erst naturgemäß abbilden können, entsteht bei Literatur infolge der Digitalisierung kein Verlust. Schon in der analogen Ära wurde nichts desto trotz mit drei Dimensionen experimentiert, etwa in Form von Popup-Büchern (die es auch schon als Enhanced eBooks gibt). Südkoreanische Forscher setzten weiterhin bereits in Bilderbuch für Kinder dreidimensional um, dank Shutterbrille steht hier das (nur im Labor erfahrbare) ‚Lese’erlebnis einem 3D-Kino-Besuch kaum nach.

Neben multimedial angereicherter Belletristik würden außerdem Zeitschriften von einer Verräumlichung der Inhalte profitieren, Layoutern würden sich hier ganz neue Möglichkeiten eröffnen. Verantwortliche in den Verlagshäusern können sich allerdings wohl noch etwas Zeit lassen mit der Ausarbeitung einer „3D-Strategie“ – bis die Technologie bezahlbar, marktreif und auch ohne Extra-Hardware (Brillen) nutzbar ist, wird noch einige Zeit ins Land ziehen.

<via E-Ink-Info.com>

Ähnliche Beiträge


Kommentare


Bigboo73 15. November 2010 um 21:43

Leute, bringt erstmal eine neue technologie raus und endlich farbiges eInk auf den Markt…

Antworten

buddel 16. November 2010 um 00:02

3D-Reader? Sorry, liebe Industrie, welch ein Tinnef!

Antworten

derMatt 18. November 2010 um 21:09

Sinnlos…
wie schon 3D Filme überflüssig sind.

Antworten

Jörn 26. März 2011 um 19:17

Ich kann mir das auch irgendwie nicht vorstellen, außer für Filmsequenzen oder Comics – bin schon gespannt, wie der geplante eReader vom Nintendo 3DS ausschaut..

Antworten

Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*