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Alex Reader: Schnell, bunt, billig

marvell_04_fullDer Alex Reader von Spring Design fristete bislang ein mediales Schattendasein hinter B&Ns fast baugleichem „Kindle-Killer“ Nook. Erst über eine Plagiatsklage gegen die Buchhandelskette brachten sich die Taiwaner Anfang dieser Woche wieder ins Gespräch.

Dabei verdient auch das Lesegerät selbst eine ausführliche Berichterstattung. Denn optisch wie technisch hat der Alex Reader einiges zu bieten: Der LCD ist deutlich größer und funktionaler als beim Nook, das eInk-Display fast dreimal so schnell wie die Panels der Konkurrenz, die neuartige Plattform könnte Vertriebspartnern Schnäppchenpreise für Endkunden erlauben.

marvell_03_fullDer Alex Reader wird wohl der erste eReader mit Marvells neuem Armada 166E Prozessor sein, einem am Dienstag vorgestellten All-In-One-Chip speziell für elektronische Lesegeräte. Die in Kooperation mit dem Displaybauer e-Ink entwickelte Plattform ist nicht nur äußerst kompakt, stromsparend und ermöglicht verhältnismäßig rasante Bildwiederholungsraten von 3fps (reicht für simple Animationen), sondern soll auch die Herstellungspreise für Lesegeräte deutlich drücken.

Anders als beim Nook dient das LCD-Display vom Alex Reader nicht nur der Navigation und Bücherwahl, sondern auch als vollwertiger Webbrowser. Interessante Inhalte können dann sozusagen auf das große 6″ e-Ink Display „gedruckt“ und dort augenschonend gelesen werden, man ist als Anwender nicht mehr auf dedizierte eBooks festgelegt. Online geht es hier wie dort via UMTS- und WLAN-Modul.

Darüber hinaus nutzt Spring Design die Vorteile der verwendeten Softwareplattform. MaximumPC, wo man den Alex Reader bereits in die Hände bekam, berichtet von einem voll funktionsfähigen Android-OS. Über das Google-Betriebssystem lassen sich Fotogalerien betrachten, externe Apps ausführen und dank leistungsfähigem Chipsatz sogar Videos auf dem LCD-Touchscreen wiedergeben. Barnes & Noble ist bei seinem Nook hier erst einmal deutlich restriktiver, externe Entwickler sollen lediglich „vielleicht später“ Anwendungen für den 259 Dollar teuren Kindle-Rivalen konzipieren können.

spring_design_alex_barnes_and_noble_nook-540x433Und während die Buchhandelskette Barnes & Noble aktuell nur in den USA vertreten ist (aber derzeit Personal für eine internationale Expansion sucht), ist ein OEM-Hersteller wie Spring Design bei der Wahl seiner Verkaufsgebiete deutlich flexibler. Einen lokalen Vertriebspartner vorausgesetzt, könnte der Alex Reader (vermutlich unter anderem Namen) oder ähnliche Devices bald auch auf dem deutschen Markt für einigen Wirbel sorgen.

Das Lesegerät soll noch in diesem Jahr verfügbar sein, zum Großhandelspreis gibt es bislang keine offiziellen Angaben. Wie günstig „166E-Reader“ tatsächlich angeboten werden können, wird eine spannende Frage sein – gerade auch im Hinblick auf die zur Cebit 2010 angekündigte Vodafone E-Reader Plattform, für deren Nutzung ein Lesegerät wie der Alex Reader prädestiniert wäre.

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Kommentare


Scheich Xodox 5. November 2009 um 11:26

Ich verstehe nicht, wieso alle so scharf auf den Nook sind. Ich kann mir das nur dadurch erklären, dass es vom Nook schon einen Preis und ein Erscheinungsdatum gibt. Ansonsten hätte der Alex Reader doch mehr Potential, weil ich mit ihm ein vollwertiges Android mit Browser habe. Damit könnte ich zu Hause also meine Feeds auf das Epaper „drucken“. Das ist aktueller als die Tageszeitung.

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Dual-Display-E-Book-Reader: Spring Design und B&N zanken sich weiter | e-Leseratte 5. November 2009 um 15:35

[…] golem.de, engadget.com & lesen.net/> Share and […]

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Lukas 5. November 2009 um 18:46

das Vergleichsfoto finde ich interessant – obwohl die Displays beider Geräte die selben Abmessungen haben sollten (lt Spezifikationen auf den Herstellerseiten) sieht das e-Ink Display am Alex Reader deutlich kleiner aus, dafür erscheint das FarbLCD grösser.

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Huki 6. November 2009 um 10:26

Nicht die gleichen Abmessungen, nur die gleiche Display-Diagonale. :)

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Nook schlägt ein » eReader » lesen.net 9. November 2009 um 19:32

[…] Auf dem deutschen Markt könnte sich der Device dann mit dem (nicht zufällig) ganz ähnlichen Alex Reader konfrontiert sehen, für dessen Vertrieb der OEM-Hersteller Spring Design aktuell lokale Partner […]

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Tissi 9. November 2009 um 22:00

Weiß jemand schon, wann den der Alex erscheinen soll oder gibt es da immer noch nichts Konkretes? Und wie siehts mit dem Preis aus?

MfG

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Erster B&N Nook Testbericht » Topnews » lesen.net 7. Dezember 2009 um 14:46

[…] sind hier die Pläne vom OEM-Hersteller Spring Design, den (nicht zufällig) ganz ähnlichen Alex Reader über einen Vertriebspartner auch auf den deutschen Markt zu […]

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CES Nachlese: Mirasol, MSI, Alex, … » eReader » lesen.net 11. Januar 2010 um 20:59

[…] Design nutzte die CES zur Präsentation seines Alex Reader, einem dem Nook vom Buchhändler Barnes & Noble äußerst ähnlichen Dual Screen Devices. Umso […]

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Kompakter Dual Screen Reader von Astri » eReader » lesen.net 26. Februar 2010 um 12:58

[…] hauptsächlich zur Navigation genutzt werden kann. Einen Mittelweg geht Spring Design mit dem Alex Reader, über dessen LCD-Display immerhin auch gesurft werden […]

Antworten

Alex Reader bald zu haben, schon getestet » eReader » lesen.net 23. März 2010 um 09:46

[…] erregte der Alex Reader im vergangenen Herbst vor allem, weil sein Hersteller – der asiatische […]

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