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Amazon: Erste Games im Kindle Store

everywordObwohl gemeinhin als monofunktionaler Device deklariert, ist der Kindle längst mehr als ein reines Lesegerät (obwohl hier zweifelsohne die entscheidende Stärke liegt). Über den Device kann schon seit längerem auch Musik gehört und – rudimentär – im Internet gesurft werden. Ab sofort kann der Kindle mit ein bisschen gutem Willen auch noch als mobile Spielekonsole tituliert werden.

Den vergangene Woche ging im nordamerikanischen Kindle Store der erste sogenannte „Active Content“ Online, welchen Amazon bereits im Winter ankündigte und als Gegenentwurf zum App Store von Apple positionierte. Eine Entwicklercommunity soll den Kindle künftig mit vielfältigen Zusatzinhalten wie Spielen und Informationsprogrammen bereichern – natürlich alles im Rahmen der durch das E-Ink Display bedingten technischen Einschränkungen.

kindlegameDie ersten beiden gelaunchten Games – offenbar von Amazon selbst entwickelt – fallen dann auch wesentlich unspektakulärer aus als von Smartphones und Tablets Gewohntes. Bei Every Word gilt es, mit einer fixen Anzahl von Buchstaben unter Zeitdruck möglichst viele verschiedene Wörter zu bilden; das Spielprinzip erinnert an den Würfelklassiker Boggle.

Shuffed Row hingegen ist eine Ein-Spieler-Version von Scrabble – auch hier müssen Buchstaben also in eine sinnige Reihenfolge gebracht werden. Beide ‚Vokabelspiele‘ sind für Kindle 2, Kindle DX und Kindle 3 verfügbar und lassen sich kostenlos herunterladen, die Verfügbarkeit ist gegenwärtig aber auf die USA beschränkt. Ob das (zunächst) generell für Active Content gilt, bleibt abzuwarten.

Die zwei ‚Apps‘ kamen in der Community gut an, bekamen bislang fast durchweg positive Bewertungen („spaßig“, „Zeit-Killer“); wer die Spiele negativ bewertet, nennt zumeist einen Kindle 1 sein Eigen oder lebt außerhalb der USA und hat somit keinen Zugriff auf die Inhalte.

Amazon hat mit Shuffed Row und Every Word die technischen Möglichkeiten des Kindle zwar noch nicht ausgereizt – über das 3G-Modul ließen sich etwa auch Multiplayer-Features realisieren -, aber schon einmal grob die Grenzen des Machbaren abgesteckt. Abseits von Casual Games für zwischendurch wird der App Store vom Kindle sicherlich primär als Anlaufstelle für informationslastigen Anwendungen und Mashups fungieren – für die (primär lesende) Zielgruppe von Amazon sollte das aber kein Problem darstellen. Wem der Sinn nach optisch anspruchsvoller multimedialer Unterhaltung steht und nur gelegentlich elektronisch schmökern möchte, sollte ohnehin eher zu einem LCD-Tablet greifen.

<via ripten>

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Kommentare


iRoSt 8. August 2010 um 15:48

Die fuer den Kindle angebotenen Programme koennten schon eine Aufwertung der Platform darstellen. Games sehe ich hier zwar nicht wirklich als Primaeres fuer die Kindle Zielgruppe aber wenn eine Instaper App, txtr App (man darf ja traeumen) und RSS Reader Apps auftauchen, dann ist der Kindle als „Lese-Platform“ unuebertroffen.

Antworten

Kindle 3 3G/Wi-Fi Review Roundup » eReader » lesen.net 23. August 2010 um 22:41

[…] sei aber zu vernachlässigen. Wirklich nutzwertig ist das neue WLAN-Modul wohl nur bei Active Content – und natürlich im besonders günstigen Kindle 3 Wi-Fi, der ohne UMTS-Modem […]

Antworten

Drei neue Kindle Games » eReader » lesen.net 18. Oktober 2010 um 08:08

[…] Monate nach Live-Schaltung vom ersten Active Content im Kindle Store ist die Auswahl an interaktiven Inhalten noch äußerst […]

Antworten

zed 18. Oktober 2010 um 23:13

servus,

gibt es so was wie ein Text Editor für Kindle 3?

danke,

Antworten

Amazon: Die fünf größten Kindle-Flops » lesen.net 21. März 2014 um 12:54

[…] Amazon programmieren und prozentual an den Verkaufserlösen beteiligt werden. Im August 2010 kamen dann die ersten Apps in den Kindle Store, drei simple Wörterspiele, die auf Kindle 2, Kindle 3 […]

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