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Amazon Kindle DX auch für Deutsche erhältlich

Drei Monate nach dem Kindle 2 weitet Amazon auch das Vertriebsgebiet seines Top End Modells Kindle DX von den USA auf die ganze Welt aus. In über 100 Länder wird der Zehn-Zoller vom 19. Januar an verschifft, darunter auch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Am stolzen Preis von 489 US-Dollar hat Amazon dagegen (noch) nichts geändert.

Der Amazon Kindle DX kam am 10. Juni des vergangenen Jahres in den US-Handel, war von Anfang an stark nachgefragt – 4-6 Wochen mussten Besteller zeitweise auf ihren Kindle DX warten. Die Kundenzufriedenheit ist dabei überwiegend positiv, erste Erfahrungsberichte haben wir hier zusammen gefasst. Prädestiniert ist der “Riesen-Kindle” für großflächige (pdf-)Dokumente: Amazon nennt in seiner deutschen Pressemitteilung “persönliche und geschäftliche Dokumente, Kochbücher und Lehrbücher – einfach für alles mit einem großen Format.”

Kindle-DX-7-Angle_airplane engine.jpgDazu zählen natürlich auch Zeitungen und Zeitschriften, die in großem Umfang im amerikanischen Kindle Store zu haben sind. Das Angebot für Europa ist hier aber nicht nur ausgedünnt und teuer, sondern auch unvollständig – so fehlen (zumindest bis heute) sämtliche Grafiken, die Publikationen werden “text-only” übertragen. Vor diesem Hintergrund relativen sich die Vorzüge des großen Displays natürlich deutlich.

Hinzu kommt der doch recht happige Preis von 489 US-Dollar, was inklusive Zoll und Versand nach Deutschland etwa 450 Euro entsprechen dürfte (der Kindle 2 kostet bei 259 US-Dollar “all inclusive” derzeit rund 235 Euro). Während der Kindle 2 in den letzten zwölf Monaten um über 1/3 reduziert wurde – Anfang 2008 lag der Sechs-Zoller noch bei 399 US-Dollar – hält Amazon den Kindle DX Preis bislang noch stabil hoch.

Das Unternehmen aus Seattle hat aber bereits bei der Einführung vom Barnes & Noble Nook gezeigt, dass es auf Konkurrenz spontan mit Preissenkungen reagieren kann. Im 10″ Segment ist der Wettbewerb bislang noch überschaubar, iRex ist mit seinem 700-Euro-Reader für Geschäftsleute eigentlich keine Konkurrenz. Mit Einführung von Que proReader, Skiff Reader und vielen weiteren für Zeitungen und Zeitschriften optimierten Devices wird aber auch Amazon an der Preisschraube drehen müssen.

Dass der E-Buchhändler den Atem der Konkurrenz im Nacken spürt, zeigt der Zeitpunkt der Bekanntgabe unmittelbar vor der CES. Anfang Oktober sprach das Unternehmen noch von einem globalen Kindle-Rollout “sometime next year” – das Jahr ist gerade einmal sechs Tage alt.



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Kommentare


Eisenmann 18. November 2011 um 11:37

Die Gebühren die anfallen, wenn man den DX nach Deutschland bestellt sind ja sehr ärgerlich.

Angenommen, man bekäme einen von einem Freund/Verwandten, der es in den USA gekauft hat, mitgebracht; kann man ihn mit einem deutschen Account benutzen?

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