Skip to main content

[Update] ASUS Eee Reader DR900: Lebenszeichen

p_500Vor inzwischen neun Monaten präsentierte ASUS auf der Cebit einen verheißungsvollen Riesen-Reader. Der gezeigte ASUS DR900 verfügte über ein berührungsempfindliches, aber trotzdem nicht spiegelndes 9″ SiPix-Display und machte auf uns im Kurztest einen schon erstaunlich reifen Eindruck. Doch seitdem herrscht weitgehend Funkstille um den interessanten Device – der angestrebte internationale Releasetermin im 3. Quartal (Juli-September) verstrich ereignislos, im Herbst wurde lediglich eine kleine Serie für die Mitglieder einer taiwanesischen Religionsgemeinschaft ausgeliefert.

Nun hat ASUS seinem ersten dedizierten Lesegerät zumindest eine Online-Produktseite spendiert. Aus dieser geht zunächst einmal ein Namenswechsel hervor: Der Neun-Zoller hört nun auf den Namen Eee Reader DR900 und wird damit Teil der 2007 aus dem weltweit ersten Netbook entstandenen Eee-Produktfamilie. Deren Sprösslinge zeichnen sich nicht zuletzt durch ihre moderate Bepreisung aus, entspreechend wird wohl auch der DR900 vergleichsweise günstig zu haben sein – unsubventioniert wären 250-300 US-Dollar/Euro eine realistische Hausnummer.

dr900_2An den Spezifikationen scheint sich in den letzten Monaten nichts geändert zu haben. Nach wie vor verfügt das Lesegerät über einen 1024x768px auflösenden kapazitiven 9″ Touchscreen von SiPix. Panels des taiwanesischen E-Ink Rivalen sind  auch in Thalias Oyo und im Cybook Orizon verbaut – das Kontrastverhältnis bewegte sich hier zumeist auf der Höhe der letzten E-Ink Generation, den neuen Pearl E-Ink Displays hat SiPix noch wenig entgegen zu setzen. Beim Oyo missfallen außerdem extrem lange Blätterzeiten, was aber wohl eher anderen Hardware-Komponenten bzw. einer aktuell schlampig implementierten Firmware geschuldet ist.

dr900Ab Werk hat der Eee Reader DR900 weiterhin eine Text-to-Speech-Funktion nebst eingebauten Stereo-Lautsprechern sowie zwei Dutzend Wörterbücher an Bord. eBooks kommen via USB-Kabel, über WLAN (Standard) oder über 3G (optional) in den erweiterbaren 2 Gbyte SSD-Speicher. Löblich, weil leider immer mehr die Ausnahme: Das rechts abgebildete (Kunst-)Ledercover gehört zum Lieferumfang.

Der Eee Reader DR900 wird “keinesfalls mehr in diesem Jahr” in den Handel kommen, wusste uns die Pressestelle von ASUS Deutschland auf Anfrage zu berichten. Ob der Neun-Zoller überhaupt hierzulande verkauft wird, ist ebenfalls noch ungewiss – man sondiere gegenwärtig die hiesigen Marktpotenziale, heißt es. Samsung hatte sich infolge eines solchen Prüfprozess gegen einen Deutschland-Verkauf seines E60 entschieden, bietet diesen Slider-Reader lediglich in unserem offenbar als vielversprechender beurteilten Nachbarland Holland sowie (unter anderem) in UK und Italien an.

Auch einen Content-Partner gebe es noch nicht, betonte der ASUS-Sprecher: “Wir sind noch nicht so weit”. Das ist in sofern interessant, als dass sich das Berliner Startup txtr im September bereits als ASUS-Kooperationspartner im Bezug auf die Inhalte präsentierte; offenbar ist hier das letzte Wort (zumindest für Deutschland) noch nicht gesprochen.

[Update 14:30] Notebookitalia schreibt, in Italien werde der DR900 noch im Dezember 2010 in den Verkauf kommen. Kostenpunkt dort: 319 Euro.

<Asus-Produktseite via e-leseratte / Update via The Digital Reader>

Ähnliche Beiträge


Kommentare


Felidae 30. November 2010 um 22:44

Na endlich! Wie ich mich freue. Seit Monaten warte ich schon auf ihn!

Hab mich bisher nicht mit dem Gedanken anfreunden wollen, evtl. doch erst einen 5″ oder 6″ E-Reader holen zu müssen. Kommt mir immer noch zu klein vor…

Aber endlich hat das Warten (fast) ein Ende! :)

Antworten

Guybrush 2. Dezember 2010 um 00:39

Ich bin schon sehr auf einen ersten Test gespannt. Im Vergleich zu den neuen Readern von Sony kommt mir das Gerät leider etwas veraltet vor. Aber die Größe ist toll!

Antworten

Kindle DX Graphite 2. Dezember 2010 um 07:44

Ich verstehe das nicht.
Was ist an einem Gerät mit SiPix-Display in der Größe so anziehend?

Ich habe meinen Benutzernamen als Gerät.
Das Pearl-Display ist auch Abends bei wenig Licht perfekt lesbar. SiPix = Oyo Display.

9,7″ habe ich auch, die größe entspricht in etwa einem Taschenbuch, ein klein wenig größer.

Bleibt der Touchscreen. Meins hat eine Tastatur, bin auch sehr zufrieden mit.

Bleibt die Software.

Aber vielleicht erklärt mir mal jemand was daran so anziehend ist. Reine Neugierde :)

Antworten

hr_ja 2. Dezember 2010 um 14:40

erweiterbarer Speicher, Lexikon in 23 Sprachen, mehr Formate (ePub). ich selbst habe mein Kindle DX erst gestern bekommen, habe lange auf den DR900 gewartet und war etwas ungeduldig geworden. jetzt bin ich nicht sicher ob ich das Ding zurückschicken soll und mir stattdessen einen DR900 kaufen. Ich benutze den Reader haupsätzlich nur um PDFs zu lesen, 8 GB habe ich, davon nur 3GB krige ich auf den Kindle.

Antworten

Kindle DX Graphite 2. Dezember 2010 um 18:50

Kommt darauf an was dir wichtiger ist Funktionen/Erweiterbarkeit oder das Display. Es gibt ja leider immer noch keine Eierlegendewollmilchsau. Display würde ich hier bleiben.

Funktionen:
Wenn dir das Display egal ist, dann gucke dir doch mal Pocketbook 902/903 an, kannst du eventuell noch in der Frist gegen dein Kindle DX – grapite? testen.
Der Pocketbook 902/903 hat ein E-Ink-Display das 902 bekommst du jetzt schon. 903 weiß ich nicht www.pocketgoods.de ist ein fairer/schneller Händler.

Antworten

Felidae 3. Dezember 2010 um 21:55

Also als ich mich vor ein paar Monaten entschieden habe, diesen E-Reader haben zu wollen, lag es unter anderem am großen Display und an den unterstützten Formaten. Kindle fand ich auch ganz interessant, aber mich hält eben das geringe deutsche Buchangebot ab.

Und irgendwie ist es noch immer die “erste Liebe”. ;) Du weißt ja: Frauen und shoppen. ^^

Und was SiPix und Oyo angeht: Für den hab ich mich nicht wirklich interessiert, deswegen weiß ich gerade erst seit jetzt, dass SiPix anscheinend nicht so toll ist. Vielleicht lass ich mich ja noch durch einen Kindle DX mit riesigem deutschen E-Book-Angebot umstimmen…

Antworten

Helmut 5. Dezember 2010 um 20:25

Ich habe seit vorgestern einen DX und stelle mit Entsetzen fest, dass sich PDfs, die Grafiken enthalten, also etwa bebilderte Bedienungsanleitungen, schlicht und ergreifend n i c h t darstellen lassen. Dabei konnte auch die Kindle-Hotline nicht helfen. Gibts überhaupt einen, der solche PDfs ordemtlich darstellt?

Antworten

Timo 5. Dezember 2010 um 21:29

@Helmut: iPad :-)

Antworten

Kindle DX Graphite 6. Dezember 2010 um 10:10

Also ich habe mit meinem Kindle DX graphite mit PDFs mit Grafiken gar keine Probleme. Es kommt immer auf die Formatierung der Original-Datei an, wenn damit was nicht stimmt bzw. Standards nicht eingehalten werden, dann geht es los mit den Problemen

Ich habe aber auch genauso Dateien getestet die nicht funktionierten, genauso wie du sagst. Da konnte nur noch der Computer irgendwas anzeigen.
Da stimmt was mit der Datei nicht.

Den einzigsten Reader den ich in der Hand hatte, der das konnte war Pocketbook 902 und der hat wieder den Bildschirm nicht up to date.

Antworten

Kindle DX Graphite 6. Dezember 2010 um 10:13

@Felidae,
beambooks gibt es DRM-freie Ebooks zu kaufen. Die kann man dann umwandeln mit Calibre in MOBI und schon kann man die auch auf dem Kindle lesen. Problem an den ganzen Deutschen Büchern ist eigentlich nur der Kopierschutz – einige Reader können das andere nicht. Nächstes Problem was man bedenken sollte ist “das man sich nur 6x bei Adobe registrieren darf mit einem neuen oder den gleichen Reader. Geht das nicht mehr, kann man seine gekauften Bücher nicht mehr lesen.

Antworten

Karsten Fischke 6. Dezember 2010 um 11:47

also ich habe den DX Graphite schon mit mindestens 8 bebilderten technischen Manuals benutzt.
Ließ sich alles gut lesen.
Welches Problem hast du genau?
Schon mal dran gedacht die PDFs in Mobi format umzuwandeln (Calibre)?

Der DX kann übrigens 4 GB an Dateien aufnehmen. Wem das nicht reicht dem ist nicht zu helfen :)
Übrigens das Asus Dr900 klingt ganz nett aber wenn man sich bewusst macht:
– Sipix Display ist deutlich schlechter als die ältere Generation der Vizplex Displays (bevor die Pearls kamen)

Dh Qualitativ wäre die Rangliste

-Pearl
-Vizplex 2 Gen
-Vizplex 1 Gen
-SiPix (AsusDr900 und OYO)

Daher hat der OYO auch eine horrende Lesequalität (u.a. furchtbares Grau im Hintergrund, lahmer Bildaufbau..)

Somit ist beim AsusDR900 nichts anderes zu erwarten.
Ausser grossem Display dürfte es leider nichts positives bringen was die Lesequalität angeht.

Antworten

Felidae 6. Dezember 2010 um 20:02

Na gut, das werd ich mir mal zu Gemüte führen. Ich danke euch! :)

Antworten

Didi 17. Dezember 2010 um 17:34

Am Gerät hatte auch ich Interesse, aber wie es aussieht, ist es sehr träg. Siehe http://www.youtube.com/watch?v=xqyNq36hlJQ

Schade eigentlich…

Antworten

wartende 5. Januar 2011 um 22:25

Bleibt mir momentan nur die Frage, wann kommt das Ding denn tatsächlich auf den Markt oder wo kann man es beziehen. Weiss da jemand was neues?

Momentan bin ich mir nicht sicher, ob ich mir den Sony PRS650 kaufen Soll oder noch warten soll auf den Asus.

Vielleicht habt ihr auch Tipps für mich, ich möchte gerne meine ganzen PDF Dateien aus meinen gescannten Dokumenten im Büro und Handbücher etc. auf eine Karte packen und immer dabei haben, da ich ein papierloses Büro habe. Ich muss oft und viele Sachen nachblättern und bin mir wegen der Größe von 5 oder 6″ Displays nicht ganz sicher. ein iPad oder ähnliches wollte ich nicht.

Lassen sich bei den ganzen Geräten auch Unterordnerstrukturen anlegen, daß ich nicht alle Dateien in einer großen Liste habe?

Bei einigen hunderten oder tausenden von Dokumenten wäre das sehr hilfreich.

Danke für die Antworten.

Yasmin

Antworten

Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*