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Barnes & Noble aktualisiert Nook

Die Buchhandelskette Barnes & Noble hat seinem inzwischen anderthalb Jahre alten eBook Reader Nook einen frischen Anstrich verpasst. Das Lesegerät hört nun auf den Namen Nook Simple Touch Reader und verfügt über ein komplett überarbeitetes Bedienkonzept. Daneben wurde vor allem die Bildschirmqualität verbessert.

Beim Nook Simple Touch Reaader (Produktseite) hat sich Barnes & Noble optisch wie funktional unverkennbar zum einen an Apples iPad, zum anderen an der Sony Reader Familie inspirieren lassen. Der Sechs-Zoller verfügt wie die Sony Reader über einen so genannten optischen Touchscreen, der Berührungen mittels im Rahmen verbauten Infrarotsensoren erkennt und in Anweisungen umsetzt. Vorteil: Es ist kein zusätzlicher Touch Layer nötig, der erfahrungsgemäß (vergleiche Sony Reader PRS-600 Touch Edition) auf Kosten der Kontraste geht und ärgerliche Spiegelungen verursacht. Durch den berührungsempfindlichen Bildschirm kommt das Lesegerät nun mit nur noch einer haptischen (Home-)Taste aus – das fürs Vormodell charakteristische LC-Display unter dem E-Ink Panel ist dem Rotstift zum Opfer gefallen.

a03_frontview-rm-timn-6001Auch bei der Bildschirmtechnologie ist Barnes & Noble auf Augenhöhe mit Sony: Die Reader beider Hersteller haben Pearl E-Ink Panels. Diese besonders kontraststarken und stromsparenden Displays gibt es derzeit sonst nur in Kindles. Mit 210 Gramm ist der neue Nook ein glattes Drittel leichter als das Vormodell und hier nun endlich auf einem Niveau mit der Konkurrenz (Kindle 3: 240; Sony Reader PRS-650: 220 Gramm). Der interne Speicherplatz beträgt weiterhin 2 Gybte und ist anders als beim Kindle erweiterbar, das Lesegerät versteht sich unter anderem mit epub-Dateien mit oder ohne Adobe DRM Kopierschutz.

Etwas überraschend hat der Nook Simple Touch Reader (wie auch schon die Tabletausführung Nook Color) lediglich ein WLAN-Modul zur Verbindung an den Nook Store integriert. Das “Urmodell” kam noch mit 3G+WLAN-Kombination, einige Monate später folgte die erste WiFi-only-Ausführung. Die jederzeitige Verfügbarkeit von digitaler Literatur ist für den Kunden offensichtlich doch nicht so wichtig wie erwartet beziehungsweise zumindest nicht genug Lesefreunden 50 US-Dollar Aufpreis wert – schon gar nicht bei Barnes & Noble, die in ihren Buchhandlungen übers WLAN-Netz exklusive Sonderangebote bereithalten.

aall-new-nook_backscreen-rm-timn-600Preislich tritt der neue Nook mit 139 US-Dollar direkt gegen den Kindle WiFi an. Kollegin Joanna (Ex-Engadget, jetzt thisismynext.com) war bei der Präsentation durchaus angetan vom neuen Nook, durfte das Gerät erstaunlicher Weise allerdings nicht selbst anfassen. Insbesondere die Zugänglichkeit vom Touchscreen steht also noch in den Sternen und dürfte sich erst nach dem Verkaufsstart am 11. Juni sicher beurteilen lassen. Ein internationaler Verkauf des Gerätes ist für Barnes & Noble grundsätzlich eine Option, bei der Vorstellung wollten sich die Manager allerdings nicht eingehender zu diesem Thema äußern.

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