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CES Nachlese: Mirasol, MSI, Alex Reader, …

ces_logoWährend die gestern zuende gegangene Unterhaltungselektronikmesse CES hinsichtlich des prognostizierten Top-Themas „Surf-Tablets“ die eine oder andere Innovation schuldig blieb, konnten sich eBook Reader Interessierte zumindest in quantitativer Hinsicht nicht beklagen. Die (in unseren Augen) wichtigsten CES-Neuheiten zum Thema haben wir in den vergangenen Tagen bereits mit eigenen Artikeln gewürdigt, weitere spannende Devices folgen an dieser Stelle in Kurzform.

  • springdesign_alexSpring Design nutzte die CES zur Präsentation seines Alex Reader, eines dem Nook vom Buchhändler Barnes & Noble äußerst ähnlichen Dual Screen Devices. Umso brisanter ist, dass der eBook Reader in den USA Ende Februar von B&N Konkurrent Borders ins Sortiment genommen wird – für 360 Dollar gehen  Alex Reader  über die Ladentheken, ein Nook ist 100 Dollar günstiger. Unsere Kollegen vom empfehlenswerten Kindle-Podcast The Kindle Chronicles konnten den Alex Reader in Las Vegas begutachten, urteilten: „Er sieht aus, wie der Nook sein sollte.“ Hierzulande soll der Alex Reader leider erst „frühstens im nächsten Jahr“ zu haben sein, erfuhr heise online.

  • dual-bookDer auch in Deutschland bekannte Auftragshersteller MSI zeigte einen Prototyp seines Dual Books, über dessen Entwicklung wir bereits im vergangenen August berichteten. Das Gerätekonzept sieht zwei berührungsempfindlichen LCD-Displays mit 7″ bzw. 10″ nebst leistungsfähiger PC-Hardware vor und lässt sich damit wohl eher in der Netbook-Schublade einsortieren, soll aber (auch) als eBook Reader vermarktet werden. MSI war in Las Vegas auf der Suche nach Unternehmen, die das Dual Book unter ihrem Label verkaufen wollen – unter eigener Marke wollen die Taiwaner den Device nicht firmieren lassen. [Mehr bei PC World]
  • angle_2Das ähnlich konzipierte Entourage Edgehier ausführlich vorgestellt – wird vom Hersteller primär als elektronisches Lesegerät gesehen. Das hat in diesem Fall absolut seine Berechtigung, denn neben einem konventionellen LCD-Display kommt beim „Dualbook“ ein 9,7″ E-Ink Panel zum Einsatz. Im Rahmen der Messe wurden ein paar Deals mit Wissenschaftsverlagen announciert. Außerdem konnte die namhafte E-Learning Plattform Blackboard als Partner gewonnen werden, wo sich das Entourage Edge neben konventionellen Notebooks behaupten muss. In den USA ist das innovative Produkt ab Februar für 489 Dollar erhältlich, Planungen zur Expansion gibt es noch nicht.
  • Neben Philips/Liquavista zeigte auch Qualcomm einen eBook Reader Prototypen mit seinem farbigen Mirasol E-Paper, das schon im November einen vielversprechenden Eindruck machte. Wurden damals in London aber nur statische bzw. ultrakompakte Panels gezeigt, hatte der US-Konzern diesmal ein Testgerät mit 5,7″ Bildschirmdiagonale im Gepäck. Engadget war mit HD-Videokamera vor Ort und hat ein wirklich ansehnliches Video gemacht, dass die Vorfreude auf erste Endgeräte mit Mirasol-Display („Ende 2010“) noch einmal vergrößert – erst recht in Anbetracht des Gerüchts, die nächste Amazon Kindle Generation komme mit einem solchen Bildschirm…

Die zahlreichen Neuvorstellungen ließen einige kritische Stimmen laut werden, das sich abzeichnendes (Über)angebot schade der technologischen Entwicklung – viele Interessierte könnten zum Kauf minderwertiger Billigware verleitet werden und sich anschließend ein für allemal enttäuscht von digitaler Literatur abwenden.

dsc_0001Die Gefahr lässt sich nicht wegdiskutieren, wird durch die Vielzahl spannender Produktvorstellungen von „Markenartiklern“ wie Samsung aber doch relativiert. Im Zweifel werden gerade Einsteiger eher auf eBook Reader bekannter Unternehmen zurückgreifen und hier auch eine entsprechende Produktqualität vorfinden.

Alle unsere Meldungen zur Consumer Electronics Show auf einem Blick gibt es im Themenarchiv #ces10.

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Kommentare


PeterS 12. Januar 2010 um 00:23

Wow, das Video mit dem Mirasol Display ist schnon ganz schön beeindruckend.
Es scheint sich doch einiges zu tun auf dem eReader-Markt.
Wollen wir nur hoffen dass sich die Hersteller auch in Zukunft von der Innovation leiten lassen und das Ganze nicht in einer Preisschlacht ausartet wo es nur darum geht den billigsten Reader auf den Markt zu bringen.
Und die Verlage müssen auch mal aus Ihrem Dornröschenschlauf aufwachen und mehr digitalen Lesestoff anbieten.

Ein großes Danke an dieser Stelle an Johannes für die interessante und detailreiche Berichterstattung von der CES :-)

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Bigboo73 12. Januar 2010 um 16:17

Genau mehr Digitaler Lesestoff!!! Hardware verkauft sich immer durch Software, das war schon immer so! Man fühlt sich schon genötigt einfach das zu kaufen was da ist ;)

Wenn der entourage kleiner und weniger Rand hätte wäre das „fast“ mein gerät. Eine Seite Touch, andere Seite Wacom, was besseres gäbe es nicht zum Arbeiten. Die LCD Seite müsste aber aus Stromspargründen komplett abschaltbar sein

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Beanz 12. Januar 2010 um 17:19

Mein Problem bisher ist immer, dass sie alle nur einige (wenige) der Formate anzeigen können und selbst bei denen, die sie können, das Zooming oder Anpassen des Fonts nicht bei allen Formaten gut funktioniert. Natürlich besonders bei den DRM Formaten.
Wenn die neuen eReader jetzt z.T. mit Android OS laufen hoffe ich dass dann wie beim Computer alles funktioniert. Das wäre für mich eine der größten Neuerungen!
Ansonsten gefällt mir der Alex

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Kindle bekommt App-Store » Debatte » lesen.net 21. Januar 2010 um 22:25

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