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Cool-er greift Sony an, verspricht Farb-Reader

cooler-large-fanDass ein Gerät trotz schlechter Kritiken in der Presse zu einem Verkaufserfolg werden kann, beweist das britische Startup Interead mit seinem Cool-er Reader. Der vielfach als schlecht verarbeitet und bedienfeindlich beschriebene Secgs-Zoller soll sich bereits zehntausendfach verkauft haben.

Das behauptet Firmenchef Neil Jones in einem Gespräch mit dem Guardian. Und damit nicht genug: Nächstes Jahr um diese Zeit wolle man auf dem US-Markt für Lesegeräte die Nr. 2 (hinter Amazon) und auf der heimischen Insel sogar Marktführer sein, den ungleich größeren Rivalen Sony hinter sich lassen.

cooler-blauAls Schlüssel zum Erfolg nennt Jones indirekt die offensichtliche Orientierung am iPod: Kunden wollen leichte und stylische Lesegeräte in einer großen Auswahl an Farben, wird der Interead-Chef zitiert. Wichtig seien ebenfalls viele attraktive Inhalte – vor wenigen Tagen konnte Cool-er hier eine Kooperation mit Google Books vermelden, über die sich das Angebot auf Coolerbooks.com zeitnah vervielfachen soll.

Für das kommende Jahr hat Interead große Pläne. Schon im Januar sollen auf der Consumer Electronics Show (CES) herausragende Funktionalitäten für kommende Cool-er Reader Modelle vorgestellt werden, erfuhr der Mirror. Am Freitag wurde das Boulevardblatt konkreter: Für 2010 wurde ihnen von Interead ein Lesegerät mit farbigem Touchscreen und 3G-Modul bestätigt, schreiben die Kollegen (und sprechen in diesem Zusammenhang etwas fragwürdig vom „Kindle Genozid“)

Farbige eReader-Displays gelten in der Branche gemeinhin als Zukunftstechnologie, die noch weit von der Produktionsreife entfernt ist. iRex hat erste bunte e-Ink Displays in seinen Lesegeräten für 2011 in Aussicht gestellt, bei Amazon sieht man die Kindle-Familie bis auf weiteres mit monochromen Bildschirmen daher kommen. ASUS‘ angekündigter Dual Touchscreen Reader arbeitet aller Voraussicht nach mit konventionellen LCD-Panels.

Unabhängig davon, was Cool-er im Januar in Las Vegas der Öffentlichkeit präsentieren wird: Die vom Firmenchef nun publik gemachten Verkaufszahlen sind mit großer Vorsicht zu genießen. Der Cool-er Reader ist ausschließlich online zu haben, wurde fast durchweg von der internationalen IT-Presse verrissen – über eine Million Verkäufe innerhalb von nur drei Monaten erscheinen vor diesem Hintergrund sehr unwahrscheinlich.

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Kommentare


Thomas Knip 21. September 2009 um 15:56

Das „millionenfach“ sollte man hier als Übersetzungs-/Interpretationsfehler betrachten.

Korrekt heißt die Stelle: „After a few months in the market, worldwide sales of the Cool-er (which costs £189 in the UK) have surpassed seven figures, he says.“

Eine wahrscheinlichere Interpretation ist, dass der Gesamtumsatz nun über einer Million Pfund liegt.

Bei einem Verkaufspreis von 189.- bedetet das 5293 verkaufte Geräte. Das entspricht allen bisherigen Erfahrungen anderer Anbieter für solch einen Zeitraum und ist immer noch für einen Newcomer mehr als respektabel.

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MTravellerH 25. September 2009 um 10:59

Der Cool-er ist zudem ein Sechszöller und nicht etwa ein Fünfzöller.

Zum Gerät selbst: Nach einigen Anlaufschwierigkeiten habe ich den Cool-er jetzt schon etwas länger und bin sehr zufrieden mit dem Reader. Besonders komfortabel: Der NTX-Reader kann auch Mobi (wenn auch ohne DRM, was mich aber nicht stört)

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Jürgen 4. Oktober 2009 um 12:06

Ende Juli bestellte ich einen Cool-ER. Zunächst wurde die Rechnung falsch in £ gebucht. Dann kam das Gerät, lief auch etwa 3 Wochen gut. Störend waren die etwas hart ansprechenden Bedienungsknöpfe. Dann brach die Software zusammen. Am 24.August habe ich das Gerät zurückgeschickt und bisher (4.Oktober) trotz mehrmaliger Nachfrage keinen Ersatz bekommen.
Mein Fazit: Lieber Finger weg!

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Sonntagsfrage: Hersteller des Jahres » Topnews » lesen.net 21. Dezember 2009 um 02:02

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