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Dual Screen Lerngerät Kno kündigt sich an

4_origÜber ein Jahr nachdem sich Kalifornien (bzw. dessen damaliger Gouverneur) auf die Fahnen schrieb, gedruckte Lehrbücher sukzessive durch eBooks zu ersetzen, steht nun ein erstes speziell für den Bildungsbereich konzipiertes Lese- und Arbeitsgerät vor seiner  US-Markteinführung. Der Kno kommt wahlweise mit einem oder zwei großzügig dimensionierten 14,1 LC-Displays (1440900px) daher; seit heute sind die Reader vorbestellbar.

Der Single Screen Kno liegt für Studenten bei 599 US-Dollar, für die Dual Screen Ausführung sind 899 US-Dollar ausgerufen. Eine Verdopplung des SSD-Platzes (32 statt 16 Gbyte) schlägt mit je 100 US-Dollar zusätzlich zu Buche. Die Auslieferung beider Kno’s erfolgt in den USA vom 20. Dezember an, ein internationaler Launch dürfte für das gleichnamige kalifornische Startup noch in weiter Ferne stehen – statt dessen legt man zunächst einmal den Focus auf den heimischen Markt im Allgemeinen und zehn ausgewählte Universitäten im Besonderen, wo sich die Kno’s schnell etablieren sollen.

2_origDie Lesegeräte (mit denen auch Surfen, Mailen, HD-Videoplayback drin ist) machen dabei nur einen Teil vom E-Learning Konzept aus – mindestens genauso wichtig sind die Inhalte, sprich hardwaregerecht aufbereitete Lernbücher. Dazu ist ebenfalls heute ein bereits reich befüllter eBook Store online gegangen; multimedial angereicherte Titel suchen Lernwillige aktuell jedoch noch vergebens.

Kno hat seine beiden Devices in den letzten Wochen einem „Feldversuch“ mit 100 Studenten unterzogen. Erkenntnisse: 85% aller Nutzer der Single Screen Ausführung präferierten das Dual Screen Modell, auf Geräten mit dem buchähnlichen Formfaktor wurden zudem 3x mehr Notizen gemacht als auf dem „klassischen“ Tablet. Kno hat außerdem errechnet, dass sich die Geräte über Einsparungen bei im Studienverlauf anzuschaffenenden Lehrbüchern zumeist schon nach drei Semestern amortisieren.

7_origEine große Stärke sowie gleichzeitig ein buchstäblich schwerwiegender Makel ist der Formfaktor: Auf 14,1″ Bildschirmdiagonale machen Inhalte natürlich eine hervorragende Figur, auf dem hochauflösenden und reaktionsschnellen LCD-Panel wird sich produktiver Arbeiten lassen als mit dedizierten Lesegeräten wie etwa dem Kindle DX, das bei einem Pilotversuch an der Uni gnadenlos durchfiel.

Ein Kno will aber auch erst einmal transportiert sein. 1,2kg soll der Single Screen Kno wiegen, doppelt soviel wie das iPad. Der Dual Screen Reader bringt mit 2,5kg sogar mehr auf die Waage als einige aktuellen Macbook Pro. Ob hier ein buchähnliches Arbeitserlebnis aufkommt, erscheint fraglich – auch, weil wohl kaum vom Start weg alle Lehrbücher auch in elektronischer Form verfügbar sein werden und somit doppelt geschleppt werden muss. Ein Formfaktor von (2x) 10″ erscheint hier doch praktikabler.

<via allthingsd (Wallstreet Journal)>

Pressemitteilung vom 09.11.

Kno Announces Pricing and Pre-Order Availability for Tablet Textbook; Pays for Itself in 3 Semesters

Delivers Significant Student Impact for Less than 1% the Cost of a 4-Year College Education

Santa Clara, CA–November 9, 2010–Kno, Inc., a powerful, groundbreaking tablet textbook designed specifically for students and the education market, today revealed the price of its 14.1 inch single and dual-screen tablets at $599 and $899, respectively. The company also announced that it is now accepting a limited number of pre-orders for an initial shipment that is expected to be on customers’ doorsteps by the end of the year.

“Kno’s extraordinary benefits represent only a tiny fraction of the overall cost of college, but its impact on the student’s career–and the energy it adds to the experience, the thrill of learning, and the ultimate grade–is dramatic,” said Osman Rashid, Co-Founder and CEO of Kno, Inc. “Even better, when you do the math, it actually pays for itself and still saves $1,300 in digital textbook costs.”

Kno has been beta-testing the product with students and the response has been overwhelmingly positive for both the single and dual screen devices. Far more than just a digital textbook, Kno is creating a powerfully effective new learning environment that will make students at all levels more successful at processing, grasping and retaining both facts and concepts.

“My experience with Kno has been really incredible. My books have become more interactive and the ability to hand-write electronic notes on the book pages themselves has changed how I retain information,” said Melissa Lin, a sophomore majoring in Biology at UC Berkeley that has been beta-testing the Kno tablet. “I see a ton of difference with the Kno. I can carry everything with me including my books, my notebooks and a browser for research. And, with the lower cost of digital textbooks, it will pay for itself in three semesters which is really great.”

Digital textbooks, which typically cost between 30 and 50 percent less than physical textbooks, will be priced separately and will be sold through the Kno bookstore, which will be accessible on every Kno device. Starting today, students will be able to browse Kno’s bookstore at www.kno.com/store/books, which will include tens of thousands of the most popular textbooks and supplement materials. Kno has previously announced that it is working with major textbook publishers including Cengage, McGraw Hill and Pearson. The company recently added publishers including Macmillan, Bedford, Freeman & Worth and Holtzbrinck as well as BarCharts Publishing, Kaplan, Random House and a large number of the University Presses.

“According to the not-for-profit College Board’s 2010 report, the average college student spends approximately $1,100 a year on book and supplies,” said Babur Habib, CTO and Co-Founder of Kno, Inc. “Kno can reduce that cost while bringing education into the 21st Century, providing students with a far superior learning experience than they have today.”

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Kommentare


Timo 9. November 2010 um 20:20

Ich kann mir gar nicht vorstellen wie man so ein Dual-Display in der Größe sinnvoll handhaben kann, außer es liegt vor einem auf dem Tisch. Aber 14 Zoll stelle ich mir schon schick vor für A4-Dokumente, Zeitschriften etc., und um Notizen zu machen. Dafür ist mir das iPad mit seinen knapp 10 Zoll noch ein wenig zu klein.

PS: Tippfehler: „Makel“, nicht „Markel“ … oder direkt „Merkel“ als Makel :-)

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microm 9. November 2010 um 21:38

Ich denke mal solch ein Schwergewicht für solch einen exorbitanten Preis: Ist jetzt schon ein Dinosaurier und was mit denen geschah, weiss jeder (nein, ich meine jetzt nicht, das die ca 170 Mio Jahre lang auf der Erde lebten).

@Timo:
Auf Hinweise auf Tippfehler wurde hier noch nie reagiert….

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Icke 9. November 2010 um 22:47

Es gibt noch andere Bilder vom Kno, u.a. wo ihn ein Student in der Hand hält, das wirkt auf mich nicht so, als wäre das Gerät wirklich gut handhabbar.
Mal sehen was draus wird, aber bei 2,5Kg und der Größe sehe ich eher schwarz.
Eigentlich schade, ich finde die Idee nicht schlecht, wie schon die Courier Studie von Microsoft.

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Johannes 10. November 2010 um 06:49

@microm Was soll das denn? Wir reagieren hier auf _jeden_ Hinweis – Timos Korrektur war sogar schon zum Zeitpunkt deines Postings umgesetzt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit kommentieren wir hier bloß eben nicht jede (aber manche) Typo-Ausmerzung noch einmal extra, der informative Mehrwert ist ja überschaubar.

Kopfschüttelnd
Johannes

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Nicolas 10. November 2010 um 07:50

Ich frage mich, wie viel weniger die Bücher im Vergleich mit Print-Version kosten werden. Wenn es wie in Deutschland ist, Ersparnis wird so gut wie 0 sein…

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rr 10. November 2010 um 08:05

Ist es mittlerweile so, das man alles, was flach ist, in „Ipad“ messen muss? 2,5Kg ist mir eigentlich aussage genug. Doppelt so schwer, wie ein Gerät, dass ich noch nie in der Hand hatte, sagt mir eher wenig. Ist leider inzwischen in Fachartikeln gang und gäbe, dass Applegeräte als Bezugsgröße dienen. Ich finde das ziemlich störend.

Ansonsten Danke für den guten Artikel :-)

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microm 10. November 2010 um 11:34

@Johannes:

Ich berufe mich da auf eigene Erfahrungen. Ich habe 2 oder 3 mal (weiss es selber nicht so genau) auf (jeweils mehrere) Fehler hingewiesen, die aber nie korrigiert wurden. (Es kam auch keine Rückmeldung das ich schief liegen würde.) Schließlich habe ich einsehen müssen, das das keinen Sinn hat und das eingestellt. Ich will ja nicht den Schlaumeier heraushängen lassen (kannst meinen Post ja löschen) es ist nur so, das Fehler manchmal charmant, meißt aber eben nicht schön sind und die stören einfach deine ansonsten hervorragende Ebook-Seite.

Ich betreibe selber 3 Homepages und bin immer froh, wenn ich entsprechende Hinweise bekomme.

Nicht böse, sondern wirklich nur nett gemeint!

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carokann 10. November 2010 um 16:14

Ehrlich gesagt lese ich die Seite gerade wegen der lässigen Tippfehler. Weiter so!

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Johannes 10. November 2010 um 16:27

@microm Kein Stress…klar können wir immer mal wieder was übersehen bei aktuell mehreren Dutzend Kommentaren täglich, sollte aber der Einzelfall bleiben.

@carokann :) Kannst ja ggfs. in den Kommentaren ein paar unauffällige Typos platzieren.

Ciao
Johannes

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bitschnau 11. November 2010 um 07:58

Hallo Johannes,

ich muss das jetzt mal los werden, da ich es schon seit drei Tagen mehrfach täglich lesen muss.

Ein Unwetter kündigt sich an oder der Winter kündigt sich an, aber ein Tablet-PC oder Ereader kann sich nicht selbst ankündigen, der wird angekündigt. ;-)

Wir sind ja auch schließlich bei „Lesen.net“ und nicht „IT-Dyslexics.org“. :-)

VG,

bitschnau

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microm 11. November 2010 um 11:23

…Ein Unwetter kündigt sich an oder der Winter kündigt sich an…

Looooooooooooooooooooool

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bitschnau 11. November 2010 um 13:06

@microm: Nicht? :-)

Möglicherweise ist der Ausdruck auch nur wieder eine unsägliche, wörtliche Übersetzung aus dem Englische, wie z.B. „einen guten Job machen“… uaahhhhhh.

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microm 11. November 2010 um 16:34

@bitschnau:

Ich sehe das wie du (hatte nicht gedacht das du oder andere das auch anders sehen könnten), und musste lachen, weil mir der Witz in der Überschrift entgangen war und Angesichts der Tatsache, das ich oben schon ‚das Thema‘ angeschnitten hatte.

So langsam tut mir der Johannes leid (hihihi)

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Intel übernimmt Lehrbuch-Startup Kno » Debatte » lesen.net 11. November 2013 um 11:11

[…] wurde das Silicon-Valley-Startup Kno im Jahr 2010 durch seinen Plan, ein großformatiges Dual-Screen-Tablet an Schulen und Universitäten zu bringen. Auf wahlweise […]

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