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E-Card: Winz-Reader wirft Schatten voraus [Video]

In den letzten Monaten ist es ein wenig still geworden um reduzierte E-Ink-Panels als Zubehörprodukte für Smartphones und Tablets. Der französische Mobilfunkkonzern Alcatel will das offenbar ändern: Mit der "E-Card", einem eBook Reader im Kreditkartenformat.

Anfang dieses Jahres, auf der Messe CES in Las Vegas, wurden gleich mehrere Ideen für ein sinnvolles Zusammenspiel von Smartphones und E-Ink-Panels gezeigt. Der Hintergrund ist klar: Immer mehr Menschen sind mit leistungsfähigen Mobiltelefonen unterwegs, deren Displays fürs Lesen längerer Texte aber nur bedingt geeignet sind (Japaner würden hier widersprechen). Reine eBook Reader werden umgekehrt als aussterbende Spezis betrachtet.

Ein Problem, viele Lösungsansätze

Dem Problem versuchen Hersteller mit einer ganzen Reihe von Produkten beizukommen: Reine E-Ink-Smartphones wie das Onyx E43, Dual-Screen-Smartphones wie das Yotaphone, auf bestimmte Smartphones zugeschnittene E-Ink-Cover wie der Pocketbook CoverReader – und Geräte wie die E-Card.

Alcatel E-Card: eBook Reader im Kreditkartenformat

E-Card neben Alcatel Smartphone

E-Card neben Alcatel Smartphone

Bei der E-Card handelt es sich um Wesentlichen um ein 4″-E-InkDisplay (also etwa die Größe von Kreditkarten oder kleinerer Smartphone-Panels) mit drei Tasten darunter. Die Inhalte werden mittels Bluetooth über das Smartphone übertragen, mit dem das Gerät gekoppelt ist.

Am gestrigen Mittwoch wurde bei Youtube ein Video hochgeladen, das die E-Card in Aktion zeigt (entdeckt von The eBook Reader). Uploader des Videos ist Alcatel-Manager, und das Gerät weist frappierende Ähnlichkeit mit dem "Magic Flip" auf, das Alcatel im Januar auf der CES zeigte und um das es zwischenzeitlich still wurde. Jetzt gibt es also wieder ein Lebenszeichen nebst neuer Name.

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Das Alcatel Magic Flip sollte ursprünglich nur mit Alcatel-Smartphones kompatibel sein, im Video wird es dann auch mit einem Alcatel One Touch Hero betrieben. Technisch gäbe es aber keinen Grund, warum der Winz-Reader nicht auch mit anderen Smartphones gekoppelt können werden sollte. Die Vorteile gegenüber E-Ink-Covern, die nur für ein bestimmtes Gerät zugeschnitten sind, liegen hier auf der Hand.

Dank dedizierter Blättertasten kann das Smartphone beim Lesen auf der E-Card problemlos in der Hosentasche verstaut werden. Das Gerät dürfte federleicht sein. Ein Stolperstein könnte die Displaygröße sein, die bei unserer Vorstellung des Alcatel Magic Flip von Foristen als zu klein empfunden wurde. Die Größe dürfte aber nicht in Stein gemeißelt sein: Der Auftragsfertiger Fndroid, der sich für das Onyx Smartphone und wohl auch für das Alcatel Cover verantwortlich zeichnet, demonstrierte schon im vergangenen Herbst ein gleichartiges Gerät (Lautsprecher aufdrehen!).

Künftige "Kopfhörer für Lesefreunde"?

Genauere technische Informationen (etwa zur E-Ink-Technologie) sowie Angaben zu Verfügbarkeit und Preispunkt stehen noch aus. Pocketbook stellte für seinen CoverReader (kompatibel mit dem Samsung Galaxy S4) einen Preis von "50 bis 100 Euro" in Aussicht, das für Ende 2013 angekündigte Gerät lässt allerdings immer noch auf sich warten.

Ein Accessoire wie die E-Card darf sicherlich nicht teurer sein als vollwertige Lesegeräte. Zum Preis von unter 50 Euro könnten solche Panels aber durchaus einen Nerv treffen und ebenso wie Kopfhörer zum häufig genutzten Zubehörprodukt von Smartphones werden. Schließlich können Smartphones auch ohne Zusatzprodukte Musik wiedergeben, Kopfhörer bieten dafür aber einen klaren Vorteil (Jugendliche würden hier wiedersprechen).

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