E-Ink-Smartphone Yotaphone ist da, erste Tester angetan
Nachdem zuletzt große Fragezeichen hinter dem Verkaufsstart des YotaPhone standen, ging es auf einmal ganz schnell. Das innovative 4,3″ Android-Smartphone mit rückseitigem E-Ink-Display ist seit dem heutigen Mittwoch in Russland erhältlich, in verschiedenen westeuropäischen Märkten – darunter Deutschland – soll es noch im Dezember losgehen. Gleichzeitig fiel die Sperrfrist für die Publikation von Testberichten.
Noch im November hieß es seitens eines deutschen Vertriebspartners, das Yotaphone sei auf unbestimmte Zeit verschoben. Angesichts von mittelmäßigen Spezifikationen bei vergleichsweise hohem Verkaufspreis glaube der russische Hersteller nicht an den Erfolg des Gerätes und wolle es noch einmal überarbeiten. Tatsächlich wurde das angepeilte Launchdatum im November verfehlt – allerdings denkbar knapp.
Am heutigen Mittwochmorgen lief der Verkauf in Russland an. Yota inszenierte dazu sogar ein "Launch-Event" im Stil von Apple Keynotes, das von Cnet live gestreamt wurde (Video bei Youtube). Laut Hersteller soll Mitte Dezember der Verkauf auf Österreich, Spanien, Frankreich und Deutschland ausgeweitet werden, im Januar sollen dann weitere Märkte folgen. In Deutschland soll das Yotaphone 499 Euro kosten, das entspricht den bisherigen Ankündigungen.
Bei den Spezifikationen hat sich nichts wesentliches mehr getan. Der Hauptbildschirm des knapp 150g schweren Yotaphone misst 4,3″ und löst 1280x720p auf, das rückseitige E-Ink-Panel bringt es bei genauso viel Platz auf nur 640×360. Im Gerät steckt ein 1,7-GHZ-Dual-Core-Prozessor, 2 Gbyte RAM und beachtliche 32 Gbyte Flash-Speicher. Als Betriebssystem kommt das nicht mehr ganz aktuelle Android 4.2.2 zum Einsatz.
Yotaphone: Erste Testberichte positiv
Engadget hebt die Einzigartigkeit des Yotaphone hervor – man habe lange nicht daran geglaubt, dass das schon vor einem Jahr angekündigte Gerät wirklich fertig würde. Die Umsetzung der Dual-Screen-Bedienung sei gelungen: Das Übertragen etwa von Notitzen von LCD- auf E-Ink-Screen mit einem Wischen "sei so cool, wie es sich anhört". Der Preispunkt sei angemessen vor dem Hintergrund des zusätzlichen E-Ink-Displays (soll 20 Prozent der Kosten ausmachen), und der Tatsache, dass ein Hersteller wie Yota nicht solche Großhandelsrabatte bekäme wie Samsung oder Apple.
Mehr als teure Spielerei

Ein dediziertes Lesegerät kann das Yotaphone ergänzen, aber wohl nicht adäquat ersetzen, dazu ist der Bildschirm schlicht zu klein. Interessant wäre ein solches Dual-Screen-Konzept nicht zuletzt darum auch für Tablets.




Kommentare
Eine Ladung Links (17) | repp.cc 12. Dezember 2013 um 07:21
[…] coole Gadgets: Eine Firma aus Russland hat ein Smartphone auf den Markt gebracht, welches neben einem normalen Display ein E-Ink-Display auf der Rückseite hat. Da das rückseitige Display nicht dauerhaft Strom verbraucht, lassen sich dort längere Texte lesen […]
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