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E-Ink-Tablet Remarkable begeistert Fachpresse

Das Remarkable zählt zu den interessantesten Geräten mit E-Ink-Display, die derzeit in Entwicklung sind. Das ab August käuflich erwerbbare “Papier-Tablet” verfügt über ein beeindruckend reaktionsschnelles 10,3-Zoll-Panel, das ausgewählte Journalisten jetzt erstmalig live in Augenschein nehmen konnten – und begeistert waren.

Schon bei der ersten Vorstellung im vergangenen Dezember erregte das Remarkable Aufsehen. Das Gerät kombiniert State-Of-The-Art-Hardware wie ein 10,3″ E-Ink-Carta-Panel mit 1872x1404px (226ppi) bei einem Gewicht von nur 350 Gramm mit einer beeindruckend schnellen Reaktionszeit. Die Latenz von 55 Millisekunden bewegt sich auf Smartphone/Tablet-Niveau und bedeutet eine Erfassung von Bildschirmeingaben praktisch in Echtzeit. Das entsprechende Kernversprechen der norwegischen Entwickler lautet “papierähnliches lesen, schreiben und sketchen”.

Über 10,5 Millionen Euro für Vorbestellungen

Obwohl es bis letzte Woche ausschließlich ein Herstellervideo des Remarkable gab, konnte das Startup in den letzten 6 Monaten nach eigenen Angaben 100 Millionen norwegische Kronen von Vorbestellern einsammeln – das entspricht 10,5 Millionen Euro. Frühe Vorbesteller wurden mit 379 US-Dollar zur Kasse gebeten, inzwischen werden 479 US-Dollar ausgerufen. Bis zum Verkaufsstart steigt der Preis weiter, reguläre Kunden sollen 529 US-Dollar für das E-Ink-Tablet bezahlen müssen – plus 79 US-Dollar für einen passiven Stylus. 

Zum Vergleich: Ein neues iPad mit 9,7″ Display ist bereits für 399 Euro zu bekommen, ähnliche große Android-Tablets teilweise noch deutlich günstiger. Warum mehr Geld für ein praktisch monofunktionales Gerät ausgeben? Dafür gibt es eine ganze Reihe Gründe, wie die Fachjournalisten hervorheben, die das Remarkable vergangene Woche bei einem exklusiven Presse-Event in einem Hotelzimmer in die Hand bekamen.

Remarkable “macht deinen Zeichenblock obsolet”

So spricht der Fachblog The Verge von einem “gut designten Produkt, welches hält, was es verspricht”.  Das Schreibgefühl auf dem Screen, das nicht wie bei konventionellen Tablets aus Glas bestehe, entspreche tatsächlich dem von Papier. Mashable hebt unter anderem die Fähigkeit hervor, die auf einem Remarkable entstehenden Inhalte mittels WLAN live auf ein weiteres Gerät mit LCD-Panel zu streamen und etwa als externes Whiteboard zu nutzen. Und Cnet spricht schon in der Überschrift vom “Gerät, das deinen Zeichenblock obsolet macht”.

Natürlich gibt es auch Schattenseiten. So steht als Cloud-Import-Option für Dokumente derzeit nur Dropbox zu Verfügung, Eingaben werden noch nicht immer erfasst und es fehlt eine Handschrifterkennung. All das ist freilich vor dem Hintergrund zu sehen, dass es sich um ein erst in drei Monaten erscheinendes Gerät handelt.

Erfolg dürfte für Nachahmer sorgen

Was bleibt, ist die schon genannte Frage nach der Daseinsberechtigung eines monofunktionalen E-Ink-Geräts zu einem (im Vergleich zu eBook Readern) recht stolzen Preis, für den es eben auch leistungsfähige Tablets und sogar schon erste 2-in-1-Convertibles mit Windows 10 gibt. Die Zahl der Vorbestellungen angesichts der bislang äußerst dünnen Datenbasis ist hier eigentlich schon Antwort genug: Offenbar gibt es ein großes Interesse – und eine große Zahlungsbereitschaft – für einen kompakten, leichten und ausdauernden digitalen Zeichenblock. Wird das Remarkable tatsächlich zu einem kommerziellen Erfolg, werden gleichartige Produkte größerer Hersteller sicherlich nicht lange auf sich warten lassen.

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Kommentare


Mike 22. Juni 2017 um 14:50

Zu klein und für mich nach 2 Jahren Nutzung noch immer NULL Konkurrenz zum Sony DPT-S1. Der ist schlicht und ergreifen die Nr. 1 wirklich brauchbarer e-ink-Geräte. :-)

Den Kopie-Versuch von Onyx oder jetzt hier das Remarkable braucht man sich sicherlich nicht antun…
Onyx habe ich selbst ausprobiert: Nein Danke. Remarkable: Startup = heiße Luft, kein Support, Qualität fraglich… Elektroschrott gibt’s heute genug.

Antworten

markus 7. Juli 2017 um 13:55

Hallo Mike,

– suche gerade auch so ein reader für pdfs u.a. Du erwähnst Onyx. Kannst Du 2-3 Sätze dazu ausführen. Würde mir bei der Entscheidung schon etwas helfen. Ebenso die Frage ob ggf. Sony in der neueren Version..?

herzlich, markus

Antworten

Bernd R. 25. August 2017 um 17:10

Es ist immer wieder entzückend zu lesen, das es Alternativ auch Tabletts gibt, für das gleiche Geld. Jungs, habt Ihr immer noch nicht gemerkt, das die Geräte im Sommer draußen nichts taugen? Selbst im Herbst oder Frühling kann man damit oft wenig anfangen, wenn etwas Sonne da ist! Für viele Dinge sind e-paper Geräte die bessere Wahl. Das Sony Gerät setzt hier die Messlatte schon ziemlich hoch. Allerdings bekommt man bei Sony das Gefühl, das Ihnen der Erfolg des Geräts gar nicht so wichtig ist, denn es ist schwer zu bekommen, und auch nicht gerade günstig. Keine guten Voraussetzung um zum Kassenschlager zu werden….
Es wird höchste Zeit für gute Alternativen….

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Wolf 18. Oktober 2017 um 08:15

Ich habe das Gerät früh bestellt und deshalb etwas günstiger erstehen können.
Die Zweifel an der Qualität des reMarkable kann ich bestätigen. Die Software auf dem Gerät ist unfertig und für die Anbindung eher noch Alpha als Beta.

* Display ist dunkler als das Sony
* Reaktion auf Stifteingabe ist wesentlich besser als beim Sony
* Positiv hervorzuheben: Er kann neben PDF auch ePUB – das will man haben
* Am ersten Tag sah ich mich gemüßigt >20 Bugreports zu erstellen; gelöst ist davon nach 2 Wochen kein einziger
* Es gab noch kein Update seit Auslieferung
* Es gibt keinen öffentliche Tracker bei dem man sehen könnte was bereits bekannt ist/bearbeitet wird
* Betrieb ist instabil, das Gerät hängt sich teils auf und startet spontan neu; an zuverlässiges Arbeiten ist so nicht zu denken
* Kein USB Storage wie von eBooks gewohnt
* Android App lädt keine Bücher in die Cloud
* Unterstützte Plattformen: Windows, Mac, Android, iOS
* Support kennt eigene Schnittstellen nicht und weist Nachfragen von Nutzern anderer Sysetme ab
* Es gibt optional einschaltbares ein "Beta" Webportal wenn mit USB-Kabel angebunden
+ Funktionalität ist bisher auf Abruf von Daten vom Gerät beschränkt
* Es gibt einen ssh-Zugang mit Passwort (wechselt bei reboot) mit root
+ hoffe mal das wird nicht weggepatcht, verlassen kann an sich darauf aber leider nicht
* Nützliche Funktionen für die Weiterverwendung von Notizen sind nicht implementiert und auch nicht konzeptionell erfasst (bei Sony aber gleichermaßen nicht der Fall)
* Integration von Diensten wie Dropbox ist entgegen mancher Rezensionen angedacht aber nicht umgesetzt
* Update nur über WLAN vorgesehen (was könnte da nur schief gehen?)

Ich hoffe Sie haben finanziell genug Luft um das Gerät wenigstens beim Kunden reifen zu lassen.

Antworten

doc 22. Oktober 2017 um 18:05

der reMarkable ist Schrott.
das Gerät ist ultralangsam. Das Einzige was auf meinem Gerät funktioniert ist das Schreiben mit dem Stift.
Also Finger weg!!!! Reaktionen auf meine Mails =0

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