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eBook Reader von Boyue: Von 6″ bis hochflexiblen 10,3″ [+Videos]

Der chinesische Auftragsfertiger Boyue hat sich ganz auf dedizierte Lesegeräte mit offenem Google Android Betriebsystem spezialisiert, unter anderem Namen sind einige Geräte auch in Deutschland zu haben. Auf der Frankfurter Buchmesse zeigte Boyue sein aktuelles Portfolio und gab auch einen Ausblick in die nähere Zukunft – der es technologisch in sich hat.

Boyue T63

Boyue T63

Das aktuelle Sechs-Zoll-Modell T61 von Boyue fand hierzulande vor allem als Icarus Illumina HD (Modellnummer E653BK) Verbreitung. Der eBook Reader hat ein offenes Google Android 4.2 und ermöglicht damit die Installation alternative Lese-Apps, mit dem eBook-Flatrate-Anbieter Skoobe gab es sogar eine Marketing-Kooperation.

Abgelöst wird der T61 vom T63, der bereits in den Startlöchern steht und in den nächsten Wochen ausgeliefert werden soll. Das plane E-Ink-Panel kommt nun aus der aktuellen Carta-Generation (T61: Pearl) und ist seitens Boyue auch mit 300ppi (1072x1448px) zu haben. Vertriebspartner Icarus verkauft das Lesegerät als Icarus Illumina (Modellnummer E654BK) allerdings leider nur mit 212ppi-Panel (758x1024px). Das ist nicht mehr ganz zeitgemäß.

Von Icarus wird auch der neue Illumina als „Skoobe-Edition“ angeboten, die sich vom Basismodell im Wesentlichen von der vorinstallierten Skoobe-App unterscheidet. Beide Ausführungen sind direkt bei Icarus für 120 Euro zu haben. Für das gleiche Geld gibt es mit dem Kindle Paperwhite 3 und dem Tolino Shine 2 HD bereits Lesegeräte mit schärferen 300ppi-Panels, dort ist man beim digitalen Buchbezug aber nicht ganz so flexibel.

Parallel zum T63 nimmt Boyue noch einen weiteren Sechs-Zoller in sein Portfolio auf, den T65. Der T65 wird als „High Level“ vermarktet, er ist deutlich dünner und leichter als der T63 („Middle Level“). Boyue produziert dieses Modell außerdem ausschließlich mit einem zeitgemäßen 300ppi-E-Ink-Carta-Panel. Allerdings hat sich noch kein Distributor gefunden, der den T65 in den deutschen Handel bringt.

T63 und T65 stehen unmittelbar vor dem Verkaufsstart, von diesem ist der T103 noch ein stückweit entfernt. Dafür handelt es sich zumindest technologisch um das interessanteste Gerät im Entwicklungslabor von Boyue und durchaus auch darüber hinaus. Denn der T103 wird mit einem hochflexiblen 10,3″ E-Ink-Mobius-Panel (1404x1872px) ausgestattet sein, das sich nahezu falten lässt.

Boyue T103

Boyue T103

Auf der Messe hatte der chinesische Hersteller leider nur ein nicht funktionsfähiges Mockup im Gepäck. Für die Wiedergabe von nativ großformatigen Dokumenten könnte das extrem leichte und robuste Gerät aber eine interessante Alternative zu LCD-Geräten darstellen. Wenn Boyue die Implementierung gelingt – schon einige Hersteller versuchten sich erfolglos an XL-Lesegeräten, auf den Ende 2013 vorgestellten 13,3-Zoller Pocketbook CAD Reader Flex etwa warten wir bis heute. Einzig Sony brachte bislang mit dem DPT-S1 (13,3″) ein ausgereiftes großformatiges Lesegerät auf den Markt, das technisch inzwischen aber reichlich antiquiert ist und sich zudem ausschließlich auf die Wiedergabe von pdf-Dateien versteht.

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Kommentare


reMarkable: Schnelles"Papier-Tablet" jetzt vorbestellbar » lesen.net 2. Dezember 2016 um 12:51

[…] 226ppi) wird übrigens auch im Boyue T103 stecken, den wir auf der Frankfurter Buchmesse in Augenschein nahmen. Eine integrierte Beleuchtung gibt es […]

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