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[Exklusiv] Prestigio: eBook Reader ab 110 Euro

Der Peripherieanbieter Prestigio – eine Marke vom europaweit führenden IT-Großhändler ASBIS – erweitert seine bislang unter anderem Gamer-Mäuse und Navigationsgeräte umfassende Produktpalette um elektronische Lesegeräte. Offeriert werden gleichsam dedizierte eBook Reader mit E-Ink Display und Mediaplayer, auf denen auch Videos und Musik abgespielt werden können. Erste Modelle sollen schon Anfang Juli in den deutschen Handel kommen, preislich geht es knapp über der Hundert-Euro-Marke los.

per3052bDas Einstiegsmodell hört auf den Namen Prestigio Libretto PER3052 und verfügt über ein konventionelles 5″ LCD-Panel (800x480px). Auf dem Bildschirm machen auch multimediale Inhalte eine gute Figur (unterstützt werden unter anderem AVI, MP4 und FLV), allerdings ermüdet die Hintergrundbeleuchtung die Augen und drückt die Akkulaufzeit. Prestigio verspricht immerhin 10 Stunden Betriebszeit mit dem integrierten 2000mAh Akku – sollte dieser Wert praxisnah sein, ist der PER3052 in dieser Beziehung für die meisten Anwendungsbereiche zu gebrauchen.

per3052aHinsichtlich digitaler Literatur versteht sich der Fünf-Zoller unter anderem mit fb2, html, txt, pdf und epub – letztere Dateiformate auch mit Adobe DRM Verschlüsselung, was in der Geräteklasse „Mediaplayer“ momentan einzigartig ist und hier erstmals die Lektüre von aktuellen deutschsprachigen Titeln ermöglicht. Dass „Lesen“ bei der Konzeption des Geräts eine zentrale Rolle spielte, äußert sich weiterhin in den links und rechts des Displays angebrachten Blättertasten. Intern stehen 2 Gbyte Speicherplatz für Inhalte bereit, via SD-Karte lässt sich die Kapazität um bis zu 16 Gbyte erweitern.

prest-specsDer Prestigio Libretto PER3052 bringt 190 Gramm auf die Waage – ohne die Aluminium-Beschichtung der Rückseite wären es wohl noch ein paar Gramm weniger, das Gewicht ist gegenüber ähnlich dimensionierten dedizierten Lesegeräten aber absolut konkurrenzfähig (Cybook Opus: 150 Gramm/Sony Reader Pocket Edition: 220 Gramm). Konkurrenzfähig ist auch der Preis: Für 110-120 Euro wird der Prestigio Libretto in den nächsten Wochen großflächig in den deutschen Handel kommen; inklusive sind USB-Kabel, Lederetui und Kopfhörer. Sicher wird das Gerät unter anderem beim IT-Filialisten Atelco zu haben sein, darüber hinaus verhandelt man gegenwärtig mit einer großen Elektronikkette.

per3162Für den Spätsommer plant Prestigio den Launch erster „monofunktionaler“ Lesegeräte. Auf den Namen PER3162 (Fotos rechts & oben) hört ein mit 170 Gramm ausgesprochen leichter Sechs-Zoller mit 2 Gbyte internem Speicherplatz, der um 200 Euro kosten wird.

per50Hardwareseitig sicherlich interessanter ist der PER5062 (Foto links). Das 6″ E-Ink Display des Geräts wird berührungsempfindlich sein, über das integrierte WLAN-Modul kann drahtlos gesurft und Content heruntergeladen werden. Damit hat dieses Modell eine ähnliche Ausstattung wie Onyx Boox 60 und Pocketbook 302, wird sich allerdings auch in einer ähnlichen Preisklasse (=knapp unter 300 Euro) bewegen.

pressDer Prestigio Libretto PER3052 lässt sich nur bedingt mit derzeit verfügbaren Lesegeräten vergleichen: Der Funktionsumfang ist ungleich größer, einzugehende Kompromisse beim Lesekomfort (Akkulaufzeit, Textanzeige) allerdings auch. Wer mit seinem mobilen Begleiter mehr als „einfach nur lesen“ möchte, findet im PER3052 in jedem Fall eine interessante Alternative – 5x günstiger und 3x leichter als das iPad, muss Prestigio hier keine direkte Konkurrenz von „ausgewachsenen“ Tablets fürchten.

In der Geräteklasse „kleine und günstige Mediaplayer mit erweiterten Qualitäten als eBook Reader“ wird das Modell allerdings nicht lange alleine bleiben – der Versandhändler Pearl möchte im Juli ebenfalls einen solchen Device an den Start bringen.

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Kommentare


Scheich Xodox 29. Juni 2010 um 18:59

Als ich das hier gelesen habe, habe ich tatsächlich einen kurzen Augenblick gehofft, dass es endlich ein 6 Zoll Gerät mit E-Ink Display für 110 Euro geben würde. Aber mit 200 Euro ist das absolut kein Reisser, zumal es zur Zeit den 5-Zöller Hanvon N516 mit echtem E-Ink-Display schon für 134,99 EUR (inkl. Porto) gibt: http://www.mobileread.com/forums/showthread.php?p=984120

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eLeseratte 29. Juni 2010 um 19:20

Ich dachte auch, dass die 100€ Grenze fast geknackt wird. Aber dann hab‘ ich den Artikel gelesen und weiß nun, dass auch lesen.net eine gute Headline über den Inhalt stellt. Schade…

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Johannes 29. Juni 2010 um 19:27

@Scheich Xodox Die E-Ink Devices sind tatsächlich nicht gerade Schnäppchen, hab‘ ich oben ja auch in der Richtung geschrieben. Wobei Hanvon N516 oder auch Sony Reader Pocket Edition (gab’s am Wochenende kurzzeitig für 140 Euro bei notebooksbilliger.de) halt auch nur 5″ Bildschirmdiagonale haben; deutlich unter 200 Euro ist meines Wissens noch nix mit 15cm Durchmesser zu bekommen, in sofern ist das Prestigio-Teil da schon konkurrenzfähig – mehr aber eben auch nicht. Das gleiche gilt für den PER5062…muss man sehen was die Reader in der Praxis taugen & wie sich die Marktpreise in den nächsten Monaten entwickeln, da is ja gerade einiges in Bewegung.

@eLeseratte Naja der Libretto kann in meinen Augen schon eBook Reader gerufen werden, schau‘ dir die seitlichen Blättertasten an, das ist schon ein konzeptionelles Statement. Klar ist die Überschrift verkürzt, aber in ’ner Zeile lässt sich halt auch nich der komplette Inhalt eines Artikels (hier 490 Wörter) zusammen fassen. In sofern: Verständnis, bitte :)

Ciao
Johannes

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Scheich Xodox 30. Juni 2010 um 07:43

Ich glaube uns beiden ging es bei der Überschrift eher darum, dass man dann sofort von E-Ink ausgeht. Ein kurzes „LCD eBook Reader ab 110 Euro“ hätte gereicht und der Titel sähe nicht so reißerisch aus.

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Martin 1. Juli 2010 um 22:47

…und es geht sogar schon weiter runter: bei Pearl gibt es derzeit einen eReader für 99 €! LCD leider natürlich…Das interessantere eInk-Pendant geht dann bei 170 € los. Hersteller ist eLyricon (nie davor von denen gehört?!) und die Ausstattung ist recht unspektakulär…

Viele Grüße,
Martin

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eLeseratte 2. Juli 2010 um 09:49

Und den Sovos eReader mit Videofunktion und Farbbildschirm gibts für knapp 130€. Aber zum eLesen sind LCD-Devices eigentlich nicht gemacht. Zumindest sagen mir das meine Augen, die ich in unzähligen eBook Reader Tests nicht von eInk umstellen konnte…

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Neue Prestigio Reader: 1x LCD, 1x E-Ink, 1x SiPix » eBooks » lesen.net 2. Dezember 2010 um 16:54

[…] bringt zum Weihnachtsgeschäft drei neue eBook Reader auf den deutschen Markt, die wie schon die im Sommer gelaunchten Modelle unter der Handelsmarke Prestigio Libretto firmieren. Bei den Displaytechnologien setzte man dabei […]

Antworten

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