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Good e-Reader 6.8: eBook Reader mit Wacom-Screen und Android bei Kickstarter

eBook Reader mit einer Bildschirmdiagonale größer 6 Zoll sind selten. Will man dann auch noch einen Wacom-Layer für präzise Notizen und Zeichnungen mit vielen verschiedenen Druckstufen, wird es richtig dünn. Ein interessantes neues Modell versucht sich derzeit an einer Crowdfunding-Kampagne bei Kickstarter. Hinter dem „Good e-Reader 6.8“ stehen allerdings Fragezeichen.

Die beiden großen Plattform-Betreiber Kindle und Tolino haben zwar jeweils vier aktuelle eBook Reader im Sortiment, die sich in Preis und Ausstattung auch erheblich unterscheiden. Ein Merkmal ist aber bei allen Modellen gleich: Die Bildschirmdiagonale beträgt immer sechs Zoll. Nur E-Reading-Spezialist (und Tolino-Dienstleister) Kobo hat mit dem Aura One und dem Aura H2O zwei zeitgemäße XL-Geräte im Angebot. Dabei handelt es sich aber um Lesegeräte im Wortsinne, Arbeitsfunktionen sind nur rudimentär ausgeprägt und die Eingabe mittels Stylus wie bei den alten Sony Readern nicht vorgesehen.

Nach Launch von 13.3″ Modell kommt kleiner Bruder

In diese Lücke will das kanadische Unternehmen Good e-Reader stoßen, im E-Reading-Kosmos vor allem bekannt durch sein gleichnamiges Fachblog. Im vergangenen Jahr sammelteGood e-Reader über Indiegogo bereits mehr als 300.000 US-Dollar für die Produktion eines 13.3″ Wacom-Geräts ein, das – mit gehöriger Verspätung – seit einigen Wochen tatsächlich auch an die Vorbesteller ausgeliefert wird.

Mit seinen großen Abmessungen und einem 699-Dollar-Preisschild bediente der Good e-Reader 13.3 eine klar umfasste Zielgruppe. Ein erheblich größeres Umsatzpotenziel verspricht der kleine Bruder Good e-Reader 6.8, den das Unternehmen in dieser Woche ankündigte und zeitgleich eine Crowdfunding-Kampagne bei Indiegogo-Konkurrent (und Marktführer) Kickstarter initiierte

Kompatibel mit Android-Apps von Kindle, Kobo & Co. 

Für 269 kanadische Dollar (180 Euro) können sich Interessierte einen eBook Reader mit hochauflösendem beleuchtetem 6,8″ E-Ink-Carta-Panel (1440x1080px, 265ppi) plus Wacom-Layer und -Stylus sichern. Der interne Speciherplatz beträgt 4 Gbyte und ist mittels microSD-Karte um bis zu 32 Gbyte erweiterbar. Als Betriebssystem kommt ein Android 4.0 zum Einsatz, kurzfristig will man mindestens auf Android 4.4 upgraden. Good e-Reader verspricht Kompatibilität mit den Lese-Apps von Kindle, Kobo und lokalen Büchereien sowie FBReader, Moon+ Reader und Notiz-Apps.

Damit der Good eReader 6.8 tatsächlich in Produktion geht, müssen bis zum 5. Juni Vorbestellungen in Höhe von 48.000 kanadische Dollar (32.000 Euro) zusammenkommen. Nach einer Woche ist ein gutes Viertel geschafft. Erst, möchte man mit Blick auf den Andrang beim „großen“ Modell sagen. Das Funding-Ziel dürfte zwar erreicht werden, die erste Produktionslinie aber recht bescheiden ausfallen.

Arbeiten mit E-Ink + Android: Immer ein Kompromiss

Die Ursachen für die relative Zurückhaltung von Interessierten liegen auf der Hand. So klingt das Konzept „eBook Reader mit Android-OS und frei installierbaren Programmen“ zwar gut, ist in der Realität aber eine Lösung voller Kompromisse im Bezug auf Akkulaufzeit und Bedienbarkeit (langsam, hakelig). Auch das Echo der ersten Besitzer des Good e-Reader 13.3 fällt in dieser Hinsicht ernüchternd aus und hat wenig mit dem zu tun, was die Entwickler in ihren Demo-Videos illustrierten.

Für Text-Arbeiter sind Geräte mit weniger augenfreundlichen aber ungleich responsiveren LCD-Panels in vielen Fällen immer noch die bessere Option. Neben Tablets sind hier auch die boomenden Convertibles/2-in-1s einen Blick wert, die dank Tastatur(-Dock) auch zwischenzeitliche Texteingaben erlauben. 

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Kommentare


Franziska 8. Dezember 2017 um 16:29

Ich möchte gerne lesen

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