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Hexaglot N518: Lesen & schreiben auf 5″

Die Langenscheidt-Gruppe steigt ins eReader-Geschäft ein. Über die auf elektronische Wörterbücher spezialisierte Unternehmenstochter Hexaglot wird ein Fünf-Zoller vertrieben, der mit automatischer Handschrifterkennung über das Touchscreen-Display ein hierzulande bislang einmaliges Feature mitbringt. Der Hexaglot N518 ist ab sofort zu haben und bedeutet vor allem Konkurrenz für Sonys PRS-600 Touch Edition.

Der N518 hat 512 Mbyte internen Speicherplatz an Bord, von dem aus alle gänigen eBook-Formate (epub & pdf auch DRM-geschützt) wiedergegeben werden können. Eine 4 Gbyte SD-Karte liegt dem N18 bei, theoretisch sind bis zu 32 Gbyte Kapazität drin – sinnvoll vor allem, wenn eine Verwendung des eReaders als MP3-Player angedacht ist. Hexaglot-typisch ist auf der mitgelieferten SD-Karte ein Deutsch-Englisch Audiosprachkurs vorinstalliert.

hexaglot-1Das Gehäuse ist aus Kunststoff, durch den berührungsempfindlichen Bildschirm wiegt der Hexaglot N518 mit rd. 190 Gramm aber trotzdem etwas mehr als vergleichbare Fünf-Zoller (Pocketbook 360°: 150 Gramm).  Trotz Touchscreen bringt der Fünf-Zoller sage und schreibe 25 Bedienelemente auf der Vorderseite mit (s. Foto), womit der N518 sogar den größeren Sony Reader PRS-505 toppt. Interessanter Weise sind die seitlichen Navigationskeys hier links angebracht, womit das Gerät für Rechtshänder einige Umstellung erfordert.

Usability-Highlight ist ganz klar die automatische Handschrifterkennung, über die aufs Display geschriebene Notizen automatisch in Plain Text umgewandelt werden soll. Erfahrungsberichte zur Funktionalität der Handschrifterkennung gibt es noch nicht, ein auf der CeBIT 2009 gezeigtes Gerät sprach aber erfreulich fix auf Eingaben an (s. Video). Kehrseite: Technologiebedingt kann der besonders sensible Touchscreen nur mit dem beiliegenden Stylus (nicht aber mit der Hand wie der Sony Reader PRS-600) bedient werden.

hexaglot-3Das Hexaglot N518 ist im T-Online Shop zu haben, kostet 276 Euro (10 Euro sparen mit dem Gutscheincode 10EU2SHOP). Darüber hinaus soll der eBook Reader zeitnah auch im stationären Buchhandel erhältlich sein. Nicht gespart wurde beim Zubehör: Neben einem Ledercover ist ein Netzteil, ein USB-Verbundungskabel und Kopfhörer inklusive.

Unterm Strich ist der Hexaglot N518 ein zwar nicht ganz billiger, aber äußerst funktionaler eBook Reader. Wer “einfach nur lesen” will, ist im Fünf-Zoll Segment schon für deutlich kleines Geld dabei (Cybook Opus: 225 Euro). Für geschäftliche Anwender und Studenten, denen auch Textbearbeitung ein Anliegen ist und bislang mit dem Sony Reader PRS-600 geliebäugelt haben, ist das Gerät aus China aber eine wirklich spannende Alternative.

Im Vergleich wiegt der Hexaglot N518 fast 100 Gramm weniger (bei allerdings 3cm weniger Bildschirmdurchmesser), ist zudem 20 Euro günstiger. Trotzdem sind Ledercover und Netzteil bereits dabei, was bei Sony teuer extra bezahlt werden muss. Das Display ist deutlich reaktionsschneller und augenscheinlich auch weniger spiegelnd. Auf der anderen Seite kann Sony mit der nützlichen Verwaltungssoftware ebook Library und dem eindeutig wertigeren Look punkten: Bei der Konzeption des mit verschiedensten Tasten überladenen N518 standen optische Gesichtspunkte wohl nicht im Vordergrund.

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Kommentare


Tobias R. 27. September 2009 um 18:05

…bekommt Ihr ein Testexemplar? Das schnelle ansprechen bei den Bemerkungen würde es ideal für die Korrektur der wissenschaftlichen Texte machen. Und es scheint nicht so sehr zu spiegeln. Ich bin gespannt…


Horst L. 29. September 2009 um 09:19

Die Dinger gehen ja weg wie warme Semmeln. Beim Hexaglot Onlineshop sind sie schonmal für einen Monat ausverkauft:

ACHTUNG: Aufgrund der großen Nachfrage ist die erste Lieferung bereits vergriffen. Bestellungen werden ab sofort vorgemerkt. Lieferung erfolgt dann ca. ab KW44. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Ansonsten würde ich mich auch über einen Test freuen.
Auch würde ich gern wissen, wie die Erfahrungen mit 5″ Geräten aussehen. Ist das schon zu winzig und ist man ständig nur am Weiterblättern (z.B. wieviel Zeilen in lesbarer Normalschrift werden auf 5″ resp. 6″ abgebildet) ?


Michael Weisbrod 3. Oktober 2009 um 13:19

Antwort zu Tobias L.
Notizen sind in Texten mit folgenden Formaten möglich: TXT, HTXT, HTML, nicht in den anderen, vom Reader erkannten Formaten. Sie müssten Ihre wissenschaftlichen Texte somit in eines der oben dargestellten Formate umwandeln.
Ob die Kommentare vom Reader herunter exportiert werden können, weiß ich nicht, habe ich bisher nicht getestet, meine aber irgendwo im Internet gelesen zu haben, dass dies nicht möglich sei.

Hier mein Eindruck nach ersten Test’s:
– reagiert schnell, auch große Dateien werden in akzeptabler Zeit eingelesen (Habe den Vergleich zu einem Palm, wo PDF’s z.T. deutlich längere Zeit benötigen, bis sie eingelesen sind).

PDF’s:
– Lesen von PDF’s: die Schriftgröße lässt sich mehrfach zoomen, allerdings kann das Gerät den Zeilenumbruch (wie zu erwarten) nicht anpassen. Somit hängt die akzeptable Schriftgröße von der Zeilenbreite im PDF ab, weil man ansonsten in jeder Zeile nach rechts / links ‘blättern’ muss. Im Quermodus lassen sich PDF’s mit 3 Spalten auf einer Din A4-Seite gut lesen, PDF’s mit 1 Spalte auf Din A4 sind auf dem Bildschirm nur noch mit Lupe oder mit ständigem hin- und herblättern zu lesen.
günstig: der Reader stellt beim Laden automatisch in Seitenbreite dar, so dass man die optimale Schriftgröße bereits angeboten bekommt.
– PDF’s mit eingelagertem Bild (Scans, die als PDF gespeichert wurden) werden behandelt wie Bilder, siehe unten

Wortsuche in Texten
– Wortsuche in Dokumenten ist nur in den Dokumenten im Format TXT, HTXT und HTML möglich. Leider nicht in PDF’s, damit vermutlich auch nicht in ePub (habe ich noch nicht probiert)
– Die Wortsuche funktioniert nur nach unten und kann nicht global eingeschaltet werden, wie man das ansonsten oft gewohnt ist. Will man den gesamten Text durchsuchen, muss man von Hand auf Seite 1 zurückgehen (1 zusätzlicher Klick).

Bilder:
– Bilder können nur in zwei Stufen gezoomt werden: Seitenbreite oder Gesamtbild. Die Lösung, sein Dokumente als Grafik einzuscannen und dann als Bild zu lesen funktioniert somit nicht wirklich (jedenfalls nicht, wenn sie als Din A4 vorliegen), da man weder in der Darstellung in Seitenbreite noch in der Darstellung als Gesamtbild irgendetwas lesen kann.

Der Bildschirm ist gut lesbar

Handschrifterkennung:
Handschriftenerkennung: funktioniert manchmal prima und manchmal gar nicht. Mein Eindruck: es funktioniert bei gängigen und einfachen Worten, nicht bei etwas längeren, ungebräuchlicheren. Englische Wörter scheinen besser erkannt zu werden, auch wenn etwas ausgefallener.
Man erhält neben dem tatsächlich erkannten Wort z.T. mehrere ähnliche, so dass man Chancen hat, selbst bei falscher Erkennung, in der Liste das gewünschte Wort zu finden. Klickt man dieses an, wird es sofort im Text ausgetauscht.
Alternativ kann man auf eine Bildschirmtastatur umschalten, bei der ich bislang allerdings die Sonderzeichen und Umlaute noch nicht gefunden habe.

Look-up-Modus (Wörterbuchunterstützung)
Es gibt keinen Look-up-Modus. Habe mich damit beholfen, dass ich ein Wörterbuch gespeichert habe. Mit der Funktion, die letzten gelesenen Dateien schnell aufrufen zu können, kommt man mit wenigen Klicks in diese Datei hinein und kann dort die Suche aufrufen. Ist in etwa so umständlich, wie dauernd in einem tatsächlichen Wörterbuch nachzuschlagen, würde ich sagen.


Bestätigt: iRiver Story bei Hugendubel » eReader » lesen.net 5. Oktober 2009 um 10:47

[…] ist dagegen eine Touchscreen-Bedienung erste Wahl. Den vielleicht goldenen Zwischenweg geht der Hexaglot N518 mit einer Handschrift-Erkennung auf dem Touchscreen. Diese Funktion scheint beim Fünf-Zoller von […]


Hexaglot N526: Fünf-Zoller mit Tastatur » eReader » lesen.net 22. Oktober 2009 um 08:20

[…] über die Langenscheidt-Tochter Hexaglot in Erscheinung getreten. Der Wörterbuch-Spezialist verkauft den Hanvon N518 seit einem Monat unter eigenem […]


Sven 28. Oktober 2009 um 09:58

Alleine wegen der 5 Zoll fällt der Reader leider für wissenschaftliche Texte durch :-/ Wo bleiben die 8 Zoll Reader?


bjoern 29. Oktober 2009 um 19:58

An jemanden, der einen n518 besitzt:

Ich habe irgendwo gelesen, dass die Suchfunktion nicht fuer pdf funktioniert.
Stimmt das?
Wenn es Anmerkungen nur fuer html, txt, htxt gibt, gibt es dann absolut _keine_ Moeglichkeit, irgendwas in pdf Dateien hineinzuschreiben?
Gibt es eine positive Bestaetigung, dass sich die Notizen nicht exportieren lassen?


bjoern 29. Oktober 2009 um 20:03

Systemvoraussetzungen
Ich habe folgendes auf der hexaglot seite gelesen:

Systemvoraussetzungen
* Windows-PC
* Adobe Digital Editions Software und Adobe UserID (kostenfrei) für die Nutzung von geschützten E-Books von Thalia, Libri etc.
* Mit Einschränkungen (derzeit keine Nutzung von DRM-geschützten E-Books möglich): Mac-/Linuxsystem mit SD-HC-Kartenleser

Fuer mich eine widerspruechliche Ansage. Einerseits braucht man adobe DE, andererseits sind drm-geschuetzte ebooks nicht lesbar? Ich bin verwirrt…


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MH 13. Mai 2010 um 09:26

Das neue Firmwareupdate 0.95 verspricht, viele Unzulänglichkeiten zu beheben. Jetzt also mit Suche in PDFs, Reflow und vor allem Notizfunktion in PDFs. Die Notizen werden gleich mit in die Datei geschrieben, so dass man sie leicht auf den PC übertragen kann. Zusammen mit der Geschwindigkeit, mit der das N518 auf Stifteingaben reagiert, ist das für mich das Killer-Feature. Hoffentlich hält die Firmware ihr Versprechen.


Tita 2. Oktober 2010 um 17:42

Nachdem es den Reader jetzt bei Weltbild für 149,99 € gab, habe ich auch sofort zugeschlagen. Finde ihn bis jetzt eigentlich ganz gut. Einziges Problem ist, dass er ein wenig langsam ist, aber für den Preis will ich mich da nicht beschweren.


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