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Icarus Excel (2014): 9,7″ eBook Reader mit Android 4

Nach mehr als zwei Jahren am Markt bekommt der großformatige eBook Reader Icarus Excel eine umfassende Modellpflege verpasst, kündigte uns der deutsche Icarus-Vertriebspartner Quinta an. Neben schnellerer Hardware bringt das neue Modell vor allem ein neues Betriebssystem mit, das die Nutzungsmöglichkeiten deutlich erweitert.

Gegenüber dem im Sommer 2012 erschienenen ersten Icarus Excel verfügt die Neuauflage über eine schnellere CPU (1 GHz statt 800 MHz) und mehr Arbeitsspeicher (512 Mbyte statt 256 Mbyte), was ein flotteres Arbeitstempo sicherstellen soll. Ebenfalls dazu beitragen soll der Einsatz von E-Ink Regal, womit die Zahl der notwendigen Bildschirmaktualisierungen abnimmt. Nach wie vor kommt ein E-Ink-Panel der Pearl-Generation zum Einsatz, die Auflösung beträgt 1200x825px (166ppi). Der Bildschirm ist nicht beleuchtet.

Icarus Excel (2014)

Icarus Excel (2014)

Beim 530 Gramm schweren Icarus Excel handelt es sich durch und durch um ein Arbeitsgerät. Dazu passt, dass der Touchscren nur mittels beiliegendem Wacom Stylus bedienbar ist. Zusätzlich gibt es vier seitliche Funktionstasten sowie einen Joystick. Der interne Speicherplatz beträgt 4 Gbyte und ist mittels microSD-Karte um bis zu 32 Gbyte erweiterbar, neben WLAN steht auch Bluetooth für Funkverbindungen zur Verfügung.

Die wohl größte Neuerung stellt das Betriebssystem dar, ein offenes Android 4.0 mit der Möglichkeit, Apps nachzuinstallieren. Auch im geschäftlichen Bereich, wo der Icarus Excel angesiedelt ist, erweitert das die Funktionalität des Lesegerätes deutlich.

Der Icarus Excel (2014) kommt in in den nächsten Wochen in den Handel und wird hierzulande 399 Euro kosten. Das Vormodell ist in Deutschland aktuell für rund 370 Euro erhältlich, direkt bei Icarus kostet er nur 299 Euro. Es ist davon auszugehen, dass man wie auch beim neuen Icarus Illumia bei Direktbestellung einige Euro sparen kann.

E-Ink-Tablets: Kaum Alternativen

Die Konkurrenz im 9,7″ E-Ink-Segment ist dünn gesät: Den hardwareseitig praktisch identischen Onyx Boox M96 (mutmaßlich aus der gleichen Fabrik) gibt es bei einem deutschen Onyx-Händler für 319 Euro. Der Kindle DX, zwischenzeitlich zu einem sehr guten Kurs erhältlich, ist wohl endgültig abverkauft. Das 8″ Gerät Pocketbook Color Lux fällt eher in die Rubrik “Konzeptstudie” als “wirklich nutzwertiges Gerät”. Und Projekte wie ein solarbetriebener Color-E-Ink-Reader aus Finnland und der Sony DPT-S1 sind noch weit weg von Marktreife und/oder Deutschland. Das ist schade, denn auch abseits von Nischen wie Architektenbüros (Pocketbook CAD Reader) gibt viele Nutzergruppen, für die großformatige E-Ink-Lesegeräte eine attraktive Alternative oder Ergänzung zu Tablets sein können – vor allem, wenn sie mit einem aktuellen Android-Betriebssystem und den sich damit ergebenden Erweiterungsmöglichkeiten bestückt sind.

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