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Inkbook Prime: Kindle, Tolino & Skoobe auf einem E-Ink-Lesegerät

Wer sich mit dem Kauf eines eBook Reader nicht auf ein bestimmtes E-Reading-Ökosystem festlegen will, hat zu einem Lesegerät mit offenem Google Android Betriebssystem zu greifen. Der polnische Anbieter ArtaTech hat auf der Frankfurter Buchmesse gleich zwei neue Modelle präsentiert, die gerade auch für Viel-Leser eine interessante Option sind.

Neben Icarus ist ArtaTech schon heute der bedeutendste Anbieter von Android-E-Ink-Lesegeräten in Deutschland, wobei beide Unternehmen bisweilen die gleichen Geräte unter anderen Namen vertreiben. Das ArtaTech-Portfolio umfasst den Sechs-Zoller Inkbook Obsidian (beleuchtetes 212ppi E-Ink-Carta-Panel) für 99 Euro und das 8″ Modell Inkbook 8 (beleuchtetes 160ppi E-Ink-Pearl-Panel) für 179 Euro. Auf beiden Modellen läuft ein angepasstes Google Android 4.2.2, das etwa eine Installation der Android-Lese-Apps von Tolino, Kindle und insbesondere auch der eBook Flatrate Skoobe ermöglicht.

Android auf E-Ink: Immer ein Kompromiss

Inkbook Prime

Inkbook Prime

Von November an verkauft ArtaTech zwei neue Lesegeräte in Deutschland. Das Inkbook Classic 2 rundet das Angebot nach unten hin ab, es ist ein Einstiegsmodell in den Fußstapfen von Kindle (2016) und Tolino Page. Das 6″ E-Ink-Carta-Display löst nur 800x600px auf und ist nicht beleuchtet. Technisch ungleich interessanter ist das Inkbook Prime, das die Nachfolge des Inkbook Obsidian antritt. Genau genommen ist es nahezu baugleich: 1024x758px E-Ink-Carta-Display, 8 Gbyte interner Speicherplatz, flache Oberfläche (Tablet-Look), sensorischer Home- und haptische seitliche Blättertasten. Der einzige nennenswerte äußere Unterschied sind zwei statt einer seitliche Blättertaste pro Seite.

Auf den zur Buchmesse mitgebrachten Demo-Geräten des Inkbook Prime waren bereits einige interessante Lese-Apps installiert, darunter die App von Skoobe, mit denen der Hersteller eine Marketing-Kooperation hat. Die Android-Apps funktionieren, sind aber immer ein Kompromiss. So dauert der Blättervorgang bei der Kindle-App deutlich länger als “nativ”, und die seitlichen Blättertasten funktionieren hier nicht. Flüssiger geschieht die Wiedergabe von eBooks aus dem Gerätespeicher, wo das Inkbook Prime natürlich auch kopiergeschützte epub-Dateien versteht.

Nicht für jeden

Inkbook Classic 2 und Inkbook Prime sind von November an in Deutschland zu haben, ArtaTech verkauft die Geräte direkt über Amazon.de. Das Inkbook Prime soll 135 Euro kosten – das praktisch baugleiche Inkbook Obsidian ist derweil noch für 35 Euro weniger zu haben, was für Interessierte der bessere Deal sein dürfte.

In jedem Fall sind und bleiben die Inkbooks in der Nische (Android-E-Ink-Geräte) einer Nische (eBook Reader), schon weil wiederum ein veraltetes 212ppi-Panel verbaut wurde. Die vergleichbar teuren aktuellen Mittelklasse-Modelle von Kobo, Tolino, Kindle und Pocketbook haben sichtbar schärfere 300ppi-Bildschirme. Wer allerdings in mehreren E-Reading-Ökosystemen zuhause ist oder auch seine Skoobe-Titel auf einem E-Ink-Bildschirm schmökern will, bekommt von ArtaTech eine interessante Option an die Hand.

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