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Kindle 3 / Wi-Fi angetestet, weiss zu gefallen

kindle-front-graphiteKeine 24 Stunden nach der Vorstellung von Kindle 3 und Kindle Wi-Fi finden sich bereits erste Erfahrungsberichte im englischsprachigen Netz. Ganz im Stil von Apple ließ Amazon ausgewählte Journalisten hinter verschlossenen Türen schon einen vollen Monat vorm offiziellen Verkaufsstart (27 August) mit dem Device herumspielen. Wer den Kindle 3 bereits in die Hände bekam, zeigte sich überaus erfreut vom Gesamtpaket.

Unter anderem konnte Melissa Perenson bereits erste Praxiserfahrungen mit dem eBook Reader sammeln. Ihr Fazit nimmt die Redakteurin der PC World  schon in der Überschrift vorweg: “Den flotten, verführerischen Kindle ausprobiert.

kindle-vergleichInsbesondere die neue kompaktere Bauform (vgl. Grafik) hat es Perenson angetan – der Sechs-Zoller könne nun endlich problemlos auch längere Zeit in einer (Frauen-)Hand gehalten, ohne dass es zu Ermüdungserscheinungen kommt. Das Gerät sei mit 245 Gramm spürbar leichter als die zweite Gerätegeneration sowie die meisten Konkurrenzprodukte (Nook: 340 Gramm), außerdem sei das Gewicht optimal aufs Gehäuse verteilt – keine Selbstverständlichkeit.

Das (optionale) graue Chassis verstärkt das subjektive Kontrastempfinden; objektiv ist das neue E-Ink Display ebenfalls ein Quantensprung in Sachen Lesekomfort, berichtet Perenson: Texte wie Grafiken werden dunkler und schärfer angezeigt.

newkindle1Auch bei den Bedienelementen gab es einige Änderungen: Die seitlichen Blättertasten (zwei auf jeder Seite, womit der Kindle 3 / Kindle Wi-Fi auch für Linkshänder nutzbar ist) sind nun deutlich schmaler und am äußersten Gehäuserand platziert. Bei der QWERTY-Tastatur wurde die oberste Zahlenreihe eingespart (nun via Shifttaste aufrufbar), der beim Kindle 2 etwas exotisch wirkende Joystick ist einem Vier-Wege-Steuerpad gewichen. Unterm Strich steht für die PC World Redakteurin ein deutlich runderes Nutzungserlebnis infolge der Neukonzeption – ein besonderes Lob gab es für die Blättertasten, welche sich nun auf viele verschiedene Arten betätigen lassen (anstatt wie beim Kindle 2 über einen exakt anzusprechenden Druckpunkt zu verfügen).

Die Bildaufbauzeiten konnten durch das neue E-Ink Panel nochmals um gut 20% beschleunigt werden; in der Praxis bedeutet das zum Beispiel, Scrollen in Menüs ist nun praktisch ohne Verzögerungen möglich. Auch beim Lesen selbst gibt es ein paar neue Funktionen, so lassen sich nun auch die Fonts anpassen. In Summe sieht Melissa Perenson im Kindle 3 dank verbessertem Design, guter Verarbeitungsqualität, integriertem eBook Store und Multiplattform-Ansatz (PC, Mac, iPhone, iPad, Blackberry und Android-Devices) bereits die neue “state of the art” der Geräteklasse, möchte sich vor einem abschließenden Fazit allerdings noch längere Zeit mit dem Lesegerät beschäftigen.

newkindle6Unsere britischen Kollegen von Pocket-Lint, wo der Kindle 3 übrigens direkt von der örtlichen Amazon-Dependanz beziehbar ist, haben ebenfalls wenig zu meckern. Einziger (auch von uns regelmäßig betonter) Kritikpunkt ist der Walled Garden, in welchem man sich mit dem Kindle-Kauf begibt – abseits vom Kindle Store und von kopierschutzfreien (=konvertierbaren) Titeln ist das Literaturangebot gering, weil sich der Sechs-Zoller nicht mit epub-Dateien im Allgemeinen und Adobe DRM im Speziellen versteht. In UK wiegt dieser Makel angesichts von über 400.000 (!) englischsprachigen Titeln im dortigen Kindle Store dabei auch noch geringer als hierzulande, wo nur rund 3.000 deutschsprachigen eBooks offeriert werden.

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Kommentare


microm 30. Juli 2010 um 22:18

Bin mal gespannt, ob der sich hacken lässt, um auch freien Kontent darauf lesen zu können.

Antworten

HerJe 31. Juli 2010 um 09:24

Wieso hacken?
Man nehme Calibre, wandle epub nach mobi und fertig.

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Bigboo73 2. August 2010 um 07:44

solange es keine bzw. kaum deutsche Bücher im Kindle Store gibt ist das Gerät keine Zeile wert…

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Bigboo73 2. August 2010 um 10:51

wo sind eigentlich die angeblichen 3.000 deutschen ebooks zu finden. Ich bin mit meinem Ipad auf suche gegangen… nix gefunden.

Problem war/ist auch das man in der Kindle App nicht nach Sprache sortieren kann. Aber sie haben ja im Moment auch nur eine ;)

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Achim Müller 8. August 2010 um 20:32

Eigentlich wollte ich den neuen Amazon Kindle kaufen, aber da der nur via Amazon USA zu haben ist und ich weder eine (dafür zwingend erforderlich) Kreditkarte habe, noch Lust darauf habe im Garantiefall mein Gerät erst in die USA schicken zu müssen – und da Amazon so gut wie keinerlei deutsche Literatur anbietet – habe ich mir den Sony PRS-300 geholt – und ich bin hochzufrieden damit !

Ich will ausschließlich Bücher auf einem Ebookreader lesen, dafür brauche ich kein UMTS oder WLAN (ich finde es immer lustig wenn dieses “Feature” z.B. beim Kindle so gelobt wird, was soll das – wer muß schon täglich Bücher unterwegs laden ?), dafür reicht es mir gelegentlich und bei Bedarf mir meine Bücher über das Laptop aus dem Internetbookshop zu holen und dann auf meinen Reader zu übertragen.
Im Gegensatz zum (in dieser Hinsicht sehr beschränktem) Kindle kann der Sonyreader die gängigen Formate lesen, vor allem das am weitesten verbreitete epub Format – so dass ich mir in vielen Onlineläden oder den Onlineabteilugen der ortsansässigen Händler (Libri/Thalia/Hugendubel usw. usw.) meine ebook problemlos downloaden kann.

Beim Kindle dagegen bin ich auf Amazon festgelegt und habe fast ausschließlich fremdsprachige (meist englische) Ebooks zur Auswahl.Was mich wirklich wundert, ist dass bei Amazon scheinbar Niemand auf die Idee kommt, dass Kunden die zu einem anderen Reader greifen – in Zukunft auch ihre Bücher (sofern es ebooks sind) beim Mitbewerber kaufen werden, da die Amazon Ebooks aufgrund ihres eigenen Formates auf anderen Readern meist nicht (oder nur unter großen Anstrengungen) lesbar sind – so verliert Amazon letztlich langjährige Stammkunden (wie mich z.B.) die eigentlich mit Amazon zufrieden waren ;-(
Was soll’s, wie heißt es so schön “auch andere Mütter haben schöne Töchter” ;-)

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Kindle 3 / Wi-Fi: Häufige Fragen (+ Antworten) » Topnews » lesen.net 10. August 2010 um 18:45

[…] der neuen Kindle-Generation scheint Amazon ein großer Wurf gelungen: Erste Erfahrungsberichte lesen sich überaus positiv, die zahlreichen Vorbestellungen sorgen bereits für erste […]

Antworten

Kindle 3 3G/Wi-Fi Review Roundup » eReader » lesen.net 23. August 2010 um 22:41

[…] zeitgleich eine ganze Reihe von ausführlichen Reviews online gestellt, nachdem Ende Juli bereits erste kurze Erfahrungsberichte veröffentlicht wurden. Einhelliger Tenor der Journalisten: Der neue Kindle 3 ist mehr eine […]

Antworten

Joe 6. September 2010 um 14:54

@Achim Müller

Zum Bücherlesen braucht man WiFi / UMTS sicherlich nicht. Interessant wird diese Option, wenn man Zeitungen / Magazine auf dem Reader liest.

Dieses Angebot lässt sich drahtlos sehr angenehm nutzen und stellt eine deutliche Verbesserung dazu dar, jeden Morgen den PC einschalten zu müssen, um die aktuelle Tageszeitung zu laden und auf den Reader zu übertragen.

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