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Kindle DX 3G auf 200 Euro verbilligt

Amazon hat seinen “Riesen-Reader” in den vergangenen Monaten immer weiter reduziert, vergangene Woche fiel der Kindle DX erstmals dauerhaft unter die 200-Dollar-Grenze. Das Gerät kann auch von deutschen Kunden über die US-Website gekauft werden, es ist der günstigste eBook Reader mit diesen Abmessungen.

Während das Gerät in Deutschland nur noch über Drittanbieter und zu einem inakzeptablen Preis verkauft wird (489 Euro, der einstige offizielle Verkaufspreis), hat Amazon.com das Gerät im eigenen Warenlager. In den USA kostet das Gerät seit vergangener Woche 199 US-Dollar statt 239 US-Dollar. Wie früher alle Kindle-Modelle ist der Kindle DX auch für Amazon.de-Kunden regulär über die US-Website bestellbar. Inklusive Versand und Einfuhrumsatzsteuer liegt er gegenwärtig bei 201,71 Euro, der Versand soll nur zwei Tage dauern.

kindle dx amazon

Damit erlebt der Kindle DX eine kleine Wiederauferstehung, denn eigentlich war das Gerät im Herbst 2012 bereits aus dem Sortiment von Amazon.com verschwunden. Im Mai dieses Jahres tauchte der 9,7-Zoller dann plötzlich wieder bei Amazon.com auf, versehen mit einem 299-Dollar-Preisschild. Seitdem fiel der Preis in mehreren Stufen auf die heutigen 199 US-Dollar.

Kindle DX: Hardware aus 2010

Interessierte sollten sich darüber bewusst sein, dass der Kindle DX weder hardware- noch software-seitig auf dem neuesten Stand ist. Das angebotene Modell datiert aus dem Herbst 2010, entsprechend lesen sich die Spezifikationen. Das E-Ink-Display (1200x824px auf 9,7″, entspricht 150dpi) gehört zur Vizplex-Generation, heutige Pearl-Screens haben bessere Kontrastwerte und kürzere Blätterzeiten.

Der Bildschirm ist nicht berührungsempfindlich, navigiert wird wie beim Ur-Kindle über einen unten rechts integrierten Stick und über die QWERTY-Tastatur. Der Kindle DX hat ein 3G-Modul, mit dem auch in Deutschland kostenlos über das Mobilfunknetz eBooks gekauft und geladen werden können – WLAN fehlt allerdings. Mit 535 Gramm ist das Gerät außerdem kein Leichtgewicht.

Auch bei der Firmware ist das Gerät nicht auf dem neuesten Stand: Aktuelle Funktionen der Kindle-Plattform wie X-Ray und Smart Lookup sucht man vergebens, der PDF-Viewer ist (im Bezug auf Textvergrößerung) deutlich schlechter als bei aktuellen Kindle-Geräten wie dem Paperwhite 2. Diesen Makel macht der DX aber mit seiner deutlich größeren Bildschirmfläche wett.

Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt

Wer viel mit nativ großformatigen Dateien zu tun hat, für den ist der Kindle DX zweifellos auch heute noch eine Option (zumal der Speicherplatz dafür mit 4 Gbyte komfortabel bemessen ist). Das integrierte UMTS-Modul, der mitrotierende Bildschirm und die Unterstützung von Audio-Dateien (nebst 3,5mm-Kopfhöreranschluss und sogar Stereo-Lautsprechern) sind nette Zusatz-Funktionen – über das Preis-Leistungs-Verhältnis kann man bei rund 200 Euro nicht meckern. Es ist wirklich schade, dass Amazon seinen “Riesen-Reader” in den letzten beiden Jahren nicht fortgeführt hat: Auch im Tablet-Zeitalter hätte es sicherlich noch eine Nachfrage nach einem solchen Gerät gegeben, die aber wohl nicht Amazons Anspruch als Massenhersteller gerecht wird.

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