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Kindle Paperwhite 2 im Test

Verbesserte Beleuchtung, schnellerer Prozessor, E-Ink-Carta und -Regal, Pageflip, Smart Lookup und mehr: Der neue Kindle Paperwhite hat gegenüber dem optisch nahezu identischen Vormodell eine ganze Reihe Neuerungen an Bord. Was sie taugen, klärt unser Testbericht.

Optik und Haptik

Neuer Kindle Paperwhite links

Neuer Kindle Paperwhite links

Auf den ersten Blick sind alter und neuer Kindle Paperwhite kaum zu unterscheiden. Die Gehäuse sind identisch, lediglich die Schriftzüge differieren: Beim neuen Modell ist der „kindle“-Schriftzug auf der Vorderseite etwas dicker, und auf der Rückseite prangt ein spiegelndes amazon- statt einem dezenten kindle-Logo.

Kobo Aura, Kindle Paperwhite 2, Sony Readers PRS-T3 (von links)

Kobo Aura, Kindle Paperwhite 2, Sony Readers PRS-T3 (von links)

Beide Geräte wiegen um 215 Gramm, spürbare 40 Gramm mehr als der Kobo Aura. Außerdem ist der Kindle Paperwhite fast zwei Zentimeter länger als das Kobo-Gerät, das insgesamt ein bisschen griffiger und runder in der Hand liegt. Den optischen Vergleich zu anderen Leucht-Lesegeräten von Tolino Shine bis Pocketbook Touch Lux muss der Kindle Paperwhite nicht scheuen, er sticht hier aber auch nicht positiv heraus. Die Verarbeitung ist erwartungsgemäß einwandfrei.

Zubehör

Der neue Kindle Paperwhite kommt im gleichen schicken schwarzen Karton wie das Vormodell. In unserem Fall war die Verpackung leider großflächig mit (Hermes-)Versandaufklebern bepflastert, die sich nicht rückstandsfrei entfernen lassen. Zum Verpackungsinhalt gehört außerdem ein USB-Kabel. Ein Ladegerät muss bei Bedarf ebenso separat erworben werden wie eine Hülle. Immerhin: Im Zubehör-Bereich gibt es für keine Lesegeräte eine auch nur annährend so große Auswahl wie für die von Amazon.

Technik

Neuer Kindle Paperwhite links, alter Kindle Paperwhite rechts (unbeleuchtet)

Neuer Kindle Paperwhite links, alter Kindle Paperwhite rechts (unbeleuchtet)

Im neuen Kindle Paperwhite steckt eine 1-GHz-CPU (altes Modell: 800 Mbyte) und 256 Mbyte RAM. Herausragende technische Innovation ist aber das E-Ink-Display (758x1024px) der brandneuen Carta-Technologie, das erstmalig und bislang exklusiv im neuen Kindle Paperwhite verbaut ist. E-Ink verspricht 50 Prozent höhere Kontraste im Vergleich zur Pearl-Generation. Auch integriert ist E-Ink Regal für weniger Ghosting – diese Technik steckt auch in neuen E-Ink-Geräten anderer Hersteller, etwa im Tolino Shine, im Sony Reader PRS-T3 und im Kobo Aura (nicht jedoch im Pocketbook Touch Lux). Die integrierte Beleuchtung ist laut Amazon näher an die Bildschirmoberfläche gewandert, womit die Illumierung gleichmäßiger ausfallen soll als beim Kindle Paperwhite 1.

Der Speicherplatz beträgt 2 Gbyte, was angesichts der fehlenden MP3-Unterstützung völlig ausreicht. Wie schon beim Vormodell (und bei sämtlichen Kindles seit dem 2007 erschienenen Ur-Kindle, der einen hatte) fehlt ein microSD-Kartenslot für Speichererweiterung und Datenübertragung. Der Kindle Paperwhite ist der einzige Leucht-Reader ohne eine solche Schnittstelle.

Software, Lesen, Beleuchtung

Man merkt der Firmware an, dass sich Amazon seit mindestens sechs Jahren intensiv mit elektronischen Lesegeräten, ihrer Oberfläche und nicht zuletzt auch mit ihrer Käuferschaft beschäftigt. Wer seinen Kindle zum ersten mal einschaltet, bekommt im Schnelldurchlauf die wichtigsten Funktionen beigebracht – ein solches Tutorial würde auch anderen Lesegeräten gut zu Gesicht stehen. Bei den Textanpassungen setzt Amazon eher auf Qualität als auf Qualität: Zwischen acht Schriftgrößen und „nur“ sechs Schriftarten plus Verleger-Schrift kann ausgewählt werden, dazu gibt es je drei Zeilen- und Seitenrand-Abstände. Andere Lesegeräte bieten noch mehr Auswahl (Kobo etwa erlaubt Anpassungen bei Stärke und Schärfe der Schrift), die Essentials hat Amazon aber schon seit Jahren integriert. Von einigen Lesefreunden vermisst: Automatische Silbentrennung und anpassbare Textausrichtung.

Lesen auf dem Kindle Paperwhite 2 macht Spaß: Geblättert wird zügig und nahezu ohne Invertierung (es sei denn, man wählt in den Leseoptionen „Diplay mit jedem Umblättern aktualisieren“, was aber kaum nötig sein sollte). Besonders gut gefallen hat uns die neue Pageflip-Funktion, mit der im Buch gestöbert werden kann, ohne die aktuelle Seite zu verlassen – ein echter Mehrwert, der hoffentlich bald auch von anderen Herstellern adaptiert wird. Der Kindle Paperwhite unterstützt eine ganze Reihe Dateiformate, unter anderem azw, mobi, txt und pdf. Was bekanntermaßen fehlt, ist epub-Unterstützung. Kopierschutzfreie epub-Dateien können etwa mit Calibre in ein kindle-kompatibles Format konvertiert werden, bei mit Adobe DRM geschützten Dateien geht das nur unter Zuhilfenahme illegaler Mittel.

Neuer Kindle Paperwhite links, alter Kindle Paperwhite rechts (maximale Beleuchtung)

Neuer Kindle Paperwhite links, alter Kindle Paperwhite rechts (maximale Beleuchtung)

Die Qualität der Textanzeige ist gut, aber weit weg von revolutionär. Unbeleuchtet ist der Kontrast im direkten Vergleich zum Kindle Paperwhite 1 minimal besser (hellerer Hintergrund), von 50 Prozent kann aber zumindest optisch keine Rede sein. Wichtiger ist da schon die neue Beleuchtung: Das Display wird jetzt wesentlich gleichmäßiger erhellt, eine partielle Wolkenbildung wie beim ersten Kindle Paperwhite tritt nicht mehr auf. Auch ist der Blaustich weg, statt dessen geht das Licht jetzt leicht ins Gelbe. Hier gefällt uns der Kobo Aura noch ein bisschen besser, der Kindle Paperwhite 2 ist aber schon auf einem sehr guten Niveau.

Schreiben, Arbeiten

Markiert man ein Wort oder eine Passage, poppt ein Kontextmenü mit einer ganzen Reihe Optionen auf. Neben den Klassikern „Notizen“ und „Markierungen“ (die automatisch mit anderen Kindle-Geräten synchronisiert werden, ebenso wie die zuletzt gelesene Textstelle) lässt sich Text übersetzen oder bei Wikipedia nachschlagen. Gerade die letztgenannte, neu hinzugekommene Funktion gefällt uns sehr gut: Ein Anrisstext wird direkt im Buchfenster angezeigt, bei Bedarf an weiteren Infos lädt die Wikipedia-Seite im Web-Browser. Auch von der dort geht es aber mit einem Tap zurück ins Buch; eine vorbildliche Integration.

Viele Arbeitsdokumente liegen im pdf-Format vor. Hier kann flüssig gezoomt und gescrollt werden, Anpassungen wie locked zoom, reflow oder zuschneidbarer Rand (Sony Reader PRS-T1-3, Pocketbook Touch Lux) fehlen aber. Wer hauptsächlich großformatige pdf-Dateien liest, ist mit einem 6″ E-Ink-Reader zwar ohnehin an der falschen Adresse, etwas mehr Optionen dürften es aber schon sein.

eBooks kaufen, Cloud, Apps

Kindle Paperwhite 6Zum Kindle Store muss man wohl nicht mehr viele Worte verlieren: Es handelt sich schlicht um den am besten sortierten, technisch am weitesten entwickelten und nutzwertigsten deutschsprachigen Handelsplatz für eBooks(mehr dazu: eBooks kaufen (Infoseite). Neben den Kindle Deals der Woche und Tagesdeals mit englischsprachigen Titeln gibt es immer wieder Amazon-exklusive Sonderaktionen, viele Indie-Autoren sind nach wie vor ausschließlich hier erhältlich. Die Vielzahl an Kundenrezensionen und intelligente Algorithmen erleichtern die eBook-Wahl, die Implementierung des Kindle Store in den Paperwhite ist zweckmäßig im besten Sinne. Einmalig ist die Möglichkeit, eBooks bei Nicht-Gefallen zurückzugeben.

Gekaufte eBooks können nicht nur auf dem Kindle Paperwhite gelesen werden, sondern lassen sich auch einfach auf andere mit dem gleichen Konto verknüpfte Kindle-Geräte und -Apps herunterladen – kein Ökosystem ist weitläufiger und ausgereifter. Lesefortschritt sowie Anmerkungen und Highlights synchronisieren sich zwischen den Geräten. eBooks aus Drittquellen kommen auf verschiedenste Arten in den Gerätespeicher. Neben der klassischen Übertragung per USB-Kabel können eBooks per E-Mail in die Cloud geladen werden (5 Gbyte Speicherplatz für externe Dateien); zum Download braucht es dann natürlich eine bestehende WLAN-Verbindung.

Fazit

Kindle Paperwhite 7+

Bei der Kernfunktion „Lesen“ gibt sich Amazon erwartungsgemäß keine Blöße: Die Textanzeige ist erstklassig, die Beleuchtung ausgewogen, die Anpassungsmöglichkeiten voll ausreichend, die Bedienung des Gerätes selbst für technisch wenig affine Menschen absolut intuitiv. Auch Zusatzfunktionen von Wörterbuch bis Wikipedia sind unspektakulär, aber intelligent integriert und erfüllen ihre Funktion perfekt, wenn sie gebraucht werden.

Wer auf mehr als einem Gerät regelmäßig liest, wird mit der vernetzten Kindle-Welt seine Freude haben: An das große Hardware- und App-Ökosystem und seine clevere Vernetzung kommt derzeit kein anderer Hersteller heran. Der Kindle Store lässt keine Wünsche offen, …

… allerdings sind Amazon-Kunden im Bereich der kommerziellen Literatur, die zu einem sehr großen Teil mit hartem DRM geschützt wird, weitgehend darauf beschränkt. Das bei allen anderen Händlern (abgesehen von Apple) zum Einsatz kommende Adobe-DRM für epub-Dateien wird nicht unterstützt, der „Lock-In-Effekt“ bei Kindle’s damit besonders groß.

Das äußere Erscheinungsbild ist mäßig, im Vergleich zum Kobo Aura oder auch zum extrem kompakten Sony Reader PRS-T3 wirkt der Kindle Paperwhite 2 doch ganz schön altbacken. Nicht nur äußerlich fallen die Änderungen zum ersten Kindle Paperwhite eher bescheiden aus – längst überfällig ist ein besserer pdf-Support, bei Amazon hat das Thema ganz offensichtlich überhaupt keine Priorität.

=

kindle-paperwhite-2-awardJeder Kindle-Tester muss sich fragen, was für eine Priorität er der fehlenden epub-DRM-Unterstützung einräumt. Wir meinen: Letztlich bindet man sich bei der Konkurrenz ebenfalls an einen Anbietr (nämlich an Adobe), dem man mit seinen eBooks und Kundendaten bedingungslos ausgeliefert ist, wie man gerade erst wieder beim Passwortschwund gesehen hat. Einzig das Ökosystem, innerhalb dem man die E-Reading-Hardware wechseln kann, ist bei der Wahl eines epub-Lesegerätes größer. In sofern handelt es sich bei der Postulierung „offener“ Kindle-Alternativen zu einem großen Teil um Marketing der Konkurrenz und von Amazon aus vielen (verständlichen) Gründen übel gesinnter Parteien, auf das wir in unserer Bewertung nicht viel geben.

Davon ab hat Amazon sein eBook-Reader-Topmodell behutsam, aber an den richtigen Stellen verbessert. Während E-Ink Carta nicht ganz mit den großen Verheißungen der E-Ink Corporation Schritt halten kann, ist die gleichmäßige Beleuchtung eine echte Bereicherung. Softwareseitig sind Pageflip und die Wikipedia-Integration eine echte Bereichung, der Vokaltrainer zumindest ein gutes Nice-to-Have. Sehr gespannt sind wir auf die angekündigte Goodreads-Integration, die mit einem Firmware-Update nachgereicht werden soll.

Wer mit dem weitgehenden Kindle-Store-Zwang leben kann, für den gibt es kein besseres Lesegerät. Als gleichwertige epub-Alternative können wir den Kobo Aura empfehlen – wird viel mit pdf-Dateien gearbeitet (und kann auf eine integrierte Beleuchtung verzichtet werden), wäre der Sony Reader PRS-T3 derzeit unsere erste Wahl. Wer schon einen Kindle Paperwhite 1 sein Eigen nennt, für den lohnt sich ein Neukauf eher nicht, zumal die neuen Firmware-Funktionen nach Angaben von Amazon noch für das Vormodell verfügbar gemacht werden sollen.

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Kommentare


Bernd 14. Oktober 2013 um 10:08

Die Geschlossenheit des Amazon-Ökosystems ist schon deutlich ausgeprägter als in der epub-Welt, da sollte man sich nichts Schönreden, und wer sich eBooks über die Onleihe auf den Reader laden möchte, sollte wissen, dass das mit dem Kindle nicht geht.

Antworten

Christopher 14. Oktober 2013 um 10:26

Hallo,
unter „Software, Lesen, Beleuchtung“ muss aus einem „Qualität“ „Quantität“ werden. Noch heißt es schön irritierend: „Bei den Textanpassungen setzt Amazon eher auf Qualität als auf Qualität“
Danke für den Test!

Antworten

samy 14. Oktober 2013 um 10:32

Jupp. Ich finde auch das das Ökossystem des Kindle ziemlich arg schön geredet wird:

„in sofern handelt es sich bei der Postulierung “offener” Kindle-Alternativen zu einem großen Teil um Marketing der Konkurrenz und von Amazon aus vielen (verständlichen) Gründen übel gesinnter Parteien, auf das wir in unserer Bewertung nicht viel geben.“

Das man nicht auf einen Reader (Hardware) angewiesen ist, ist schon ein sehr entscheidender Vorteil bei den EPUB-Readern. Denn ob Sony Reader, Kobo oder Pocketbook, sie alle haben Vor- und Nachteile. Bei Amazon bin auf das angewiesen was Amazon an Readern (E-INK) anbietet.

Zudem kann der Kindle auch keine DRM-freien EPUBs lesen. Diese müssen erstmal konvertiert werden. Beim EPUB-Reader reicht es diese irgendwie (Browser, Explorer etc.) auf den Reader zu bekommen und er kann sie OHNE Konvertierung lesen. Außer Amazon bietet kein anderer Anbieter Ebooks im aktuellen Amazon-Format KF8/AZW3. Klar es gibt einige wenige die es im veralteten MOBI-Format anbieten. Die Mehrheit setzt aber auf EPUB und das kann der Kindle (ohne Konvertierung) auch DRM-frei nicht lesen.

Zudem ist die Onleihe ein Weg günstig (0 -ca. 40 Euro im Jahr) an viele Ebooks zu kommen. Dieser Weg steht dem Kindle auf legalem Wege nicht zu.

Antworten

Jörg 16. Oktober 2013 um 16:39

„Zudem kann der Kindle auch keine DRM-freien EPUBs lesen.“

Und ein ePub gerät kann keine DRM freien mobi Dateien lesen. Und? Was ist denn das für ein Argument? Gehts denn noch konstruierter?

Sämtliche mir bekannten Shops die DRM-freie Bücher anbieten, bieten die sowohl im ePub als auch mobi Format an. Somit ist das der Kindle nativ nicht DRM-ePubs lesen kann genauso egal wie das der Kobo keine DRM-freie mobis lesen kann. Man muss sich nur die richtige Datei holen.

Mal ganz davon abgesehen das das Umwandeln mittels Calibre in beide Richtungen vielleicht 30 Sekunden dauert…

Antworten

Tom 14. Oktober 2013 um 11:03

Hier ist auch noch ein Test zu finden…

http://jymbo.de/kaufberatung-frag-jymbo/39-amazon-kindle-paperwhite

Antworten

samy 14. Oktober 2013 um 11:10

@Johannes Haupt

Schon lustig.Als es um das Ebook-Bundle von eobok.de ging, war im Artikel groß von der Bindung an eine Plattform die Rede. Jetzt wo es darum geht den Kindle anzupreisen, ist das plötzlich gar nicht mehr so schlimm. Oh oh.

Antworten

Bernd 14. Oktober 2013 um 11:44

Jupp, lustig im Zusammenhang mit dem Ebook-Bundle-Artikel ist dann noch folgende Passage:

Johannes Haupt:
„Erfreulich: Alle neun von eBook.de verlegten eBooks (ausschließlich Verlagstitel) sind DRM-frei, sie lassen sich also problemlos konvertieren und etwa auch auf dem Kindle schmökern.“

Antworten

Jana 14. Oktober 2013 um 12:05

Apropos:
Johannes Haupt:
„Erfreulich: Alle neun von eBook.de verlegten eBooks (ausschließlich Verlagstitel) sind DRM-frei, sie lassen sich also problemlos konvertieren und etwa auch auf dem Kindle schmökern.“,

Schon mal drüber nachgedacht, dass ein proprietäres „DRM“ wie das vom Marktführer Amazon verwendet wird auch Einfluss darauf hat, dass dann zusätzliche Hindernisse aufgebaut werden, die die Verbreitung „epub-DRM“ (Adobe)festigen? !

Denn:
Johannes Haupt:
„Erfreulich: Alle neun von eBook.de verlegten eBooks (ausschließlich Verlagstitel) sind DRM-frei, sie lassen sich also problemlos konvertieren und etwa auch auf dem Kindle schmökern.“

Antworten

Jörg 16. Oktober 2013 um 16:30

„Schon mal drüber nachgedacht, dass ein proprietäres “DRM” wie das vom Marktführer Amazon verwendet wird auch Einfluss darauf hat, dass dann zusätzliche Hindernisse aufgebaut werden, die die Verbreitung “epub-DRM” (Adobe)festigen? !“

Nur mal so am Rande, ADE ist genauso „proprietär“ wie das DRM von Amazon. Nicht das Amazon DRM und ADE mit den azw und ePub ebook-Formaten verwechseln, das sind unterschiedliche Dinge.

Antworten

P.Gr. 14. Oktober 2013 um 16:28

Hallo alle Zusammen. Mit Sicherheit bindet man sich mit Kindle an Amazon und mit dem Tolino an Adobe. Das weiß man jedoch vorher und muss sich auch darüber im Klaren sein. Ich habe beide Geräte. Und bin Zufrieden. Experimente mache ich damit nicht z.B über Calibre umwandeln. Ist mir alles zu kompliziert.Davon verstehe ich zu wenig. Ich bin einfach nur Leser. L.G.

Antworten

Closer 14. Oktober 2013 um 17:13

Auf den Fotos (unbeleuchtet) scheint die Schrift bei Paperwhite 2 heller zu sein, Dabei war der Paperwhite 1 schon grauer, im vergleich zur Kindle 3 und 4.

Für mich geht das ganz klar in die Falsche richtung, und ist eher ein Technischer rückschritt.

Antworten

samy 14. Oktober 2013 um 20:42

„Hallo alle Zusammen. Mit Sicherheit bindet man sich mit Kindle an Amazon und mit dem Tolino an Adobe. “

Ja, nur ist Amazon-DRM eben auf Geräte beschränkt die Amazon ausliefert oder für die es eine Amazon-App gibt. Bei E-Readern heißt dass „Kindle“ oder „Kindle“. Bei Adobe-DRM heißt dass alte oder neue Reader von Sony, Kobo, Pocketbook, Tolino und und und.. alle zu unterschiedlichen Preisen und mit verschiedenen Vor- und Nachteilen….

Klar, praktisch kann man das DRM bei beiden leicht und schnell umgehen und dann alle Ebooks überall lesen. Trotzdem hat die Bindung an Amazon eine andere Qualität als die Bindung an Adobe.

Antworten

lesenleser 14. Oktober 2013 um 21:16

Wo ist da ein Qualitätsunterschied? In beiden Fällen bindet man sich an ein Nutzerkonto. Geht das Adobe-Konto flöten, dann nutzen weder Kobo, Sony, Tolino etc. etwas.

Antworten

Gast 15. Oktober 2013 um 08:41

Ich finde das das Gerätemanagement einen bedeutenden Unterschied ausmacht. Bei Adobe sind maximal 5 Geräte erlaubt. Seitdem ich eine ADE ID habe musste ich bereits 4 verbrauchen. 2 Reader + 2 PCs. Abmelden von nicht genutzten Geräten wie bei Amazon geht hier nicht. Für mich ist da der Vorteil der viel beschworenen Gerätefreiheit innerhalb von 4 Jahren Nutzung schon fast vorbei. Was mache ich in weiteren 10 Jahren nachdem ich 5 mal eine weitere Freigabe von Geräten bei Adobe „erbitten“ durfte?

Antworten

Tobias 20. Oktober 2013 um 09:40

Diese Aussage ist nicht richtig. Man kann sich bei Adobe zusätzliche Lizenzen freischalten lassen, wenn die ersten sechs verbraucht sind. Das geht im Online-Chat innerhalb weniger Minuten. Habe ich selbst schon gemacht – kein Problem.

Antworten

Bernd 14. Oktober 2013 um 23:59

„Wo ist da ein Qualitätsunterschied? In beiden Fällen bindet man sich an ein Nutzerkonto. Geht das Adobe-Konto flöten, dann nutzen weder Kobo, Sony, Tolino etc. etwas.“

Der Qualitätsunterschied:
der Grad der Abhängigkeit, bzw. Unfreiheit des Kunden vermindert sich, wenn nicht alles in einer Hand liegt:
1.Shop,
2.eBook-Reader,
3.DRM-Steller.

Denn:
– keine Bindung an einen einzigen Shop (Amazon),
– keine Bindung an eBook-Reader (bzw. App) eines einzigen Anbieters (Amazon),
– Onleihefähigkeit

Das Konstrukt (.i.Z.) – Bindung an ein „DRM-Konto“ -, ist diesbezüglich irreführend.

Ebenso ist die Aussage:
„Letztlich bindet man sich bei der Konkurrenz ebenfalls an einen Anbieter (nämlich an Adobe), dem man mit seinen eBooks und Kundendaten bedingungslos ausgeliefert ist, wie man gerade erst wieder beim Passwortschwund gesehen hat.“
im Zusammenhang nur ein tendenziöser „Taschenspielertrick“!

Antworten

lesenleser 15. Oktober 2013 um 12:42

„Denn:
– keine Bindung an einen einzigen Shop (Amazon),
– keine Bindung an eBook-Reader (bzw. App) eines einzigen Anbieters (Amazon)“
Natürlich binde ich mich auch an einen Shop, nämlich an Adobe. Ich bin zum Einkauf auf ein Adobe-Konto angewiesen, habe ich das nicht, kann ich nicht einkaufen; habe ich das nicht mehr, kann ich Probleme bezüglich meiner vergangenen Einkäufe bekommen. Und ich bin auf Software von Adobe bzw. deren Funktionieren angewiesen. Ich muß immer durch dasselbe Nadelöhr hindurch, in dieser Hinsicht sehe ich keinen größeren Freiheitsgrad. Das ist so, als wenn alle Autohersteller ein kritisches Bauteil ausschließlich von einem Zulieferer bezögen. Wenn dieser Zulieferer ausfällt, löst sich das Problem auch nicht dadurch, daß man die Automarke wechselt. (Und zur Info: ich habe in beiden, meiner Ansicht nach, gleich schlechten ‚Welten‘ – Amazon und Adobe – Konten.)

Antworten

Johannes 15. Oktober 2013 um 18:44

Auf den Umgangston hab ich keinen Bock. Wenn du nicht ohne Vokabular wie „Taschenspielertricks“ zurechtkommst, such dir bitte eine andere Diskussionsplattform.

Ciao
Johannes

Antworten

Bernd 15. Oktober 2013 um 19:54

Ich finde den Begriff “Taschenspielertrick” – hinsichtlich des bezogenen Sachverhalts – inhaltlich nicht unzutreffend. Der Begriff ist im übrigen nicht persönlich(!) zu nehmen, sondern bezieht sich auf Deine anzitierte Rhetorik!

Antworten

Bernd 15. Oktober 2013 um 14:26

„Natürlich binde ich mich auch an einen Shop, nämlich an Adobe.“

Bewustes Missverstehen aus in der Herleitung argumentativen Gründen!
Du kaufst also eBooks bei Adobe? ;)

Adobe ist mir auch nicht sonderlich sympatisch, jedoch ist mein „Freiheitsgrad“ was den eBook-Kauf betrifft in dem epub-DRM-System nun mal nahezu unbegrenzt und reicht von den zahlreichen Onleihen bis hin zu jedwedem SHOP(!) der epubs zum „Kauf“ anbietet!

Antworten

Christian @ talkREAL 15. Oktober 2013 um 15:06

Danke für den Test! Er spricht mir aus der Seele, iSv ich komme zu exakt dem selben Fazit, nachdem ich mir auf der #FBM13 den Kobo Aura und den Sony Reader genauer angeschaut habe. Zugegeben finde ich den Aura richtig gut gelungen, insbesondere vom Design her. Auch die Bedienung finde ich in manchen Punkten besser (Einstellung der Beleuchtung/ Verknüfung zu Evernote). Schlussendlich ist es dann trotzdem der Paperwhite geworden, schlichtweg, da ich viel fremdsprachige Literatur lesen will und da finde ich persönlich die Vokabel-Funktion echt interessant. _cR

Antworten

Tobias 20. Oktober 2013 um 09:48

Samy und die anderen oben haben es schon geschrieben. Die Vergleiche zwischen Kindle- und Adobe-Welt hinken arg, und der Unfreiehitsgrad bei Amazon wird stark untertrieben. Wenn ich mir die letzten Testberichte auf lesen.net durchlese, bekomme ich den Eindruck, dass nicht mehr unvoreingenommen geprüft, sondern nach sehr subjektiven Vorlieben und Abneigungen bewertet wird. Das ist natürlich jedermanns gutes Recht, entwertet dieses vormals gute Portal als Informationsquelle aber doch sehr. Schade.

Antworten

Niels 20. Oktober 2013 um 16:03

Es besteht schon ein erheblicher Unterschied beim Lock-In zwischen dem Amazon und dem Adobe Ökosystem.

Wenn mein Kumpel, der einen Kindle hat, einen neuen Reader möchte, kann er entweder bei Amazon gucken, oder alle seine Bücher neu kaufen.
Wenn ich mit meinem Tolino einen neuen Reader möchte, kann ich auch den Sony oder Kobo (…) kaufen, je nachdem, welcher mir am meisten zusagt.

Wenn mein Kumpel ein Buch kauft, ist er auf den Preis, den Amazon dafür nimmt, festgelegt.
Wenn ich ein Buch kaufe, suche ich mit Calibre nach dem günstigsten Anbieter und kaufe dort.

Antworten

Jörg 21. Oktober 2013 um 11:24

Außer der günstigste Anbieter ist Amazon…

Antworten

rufy 21. Oktober 2013 um 20:19

jaja, alf diese!

Antworten

Jörg 22. Oktober 2013 um 09:51

Und das kann man mit ePub nicht machen? Wenn man Alf ins Spiel bringt sind sämtliche Ökosystem Einschränkungen – von beiden Seiten – bedeutungslos.

Antworten

TuxDerPinguin 26. Oktober 2013 um 15:25

wie kann man sich solange im Kreis drehen in der Diskussion?
man muss nicht „sein“ System zum besseren erklären.

DRM ist so oder so Mist und schränkt die Nutzung ein.

möchte man „frei“ sein, darf man nur eBooks ohne DRM holen – die Auswahl ist aber klein. Also kann man DRM nur entfernen… dann kann man seine eBooks auch auf allen eBooks problemlos anzeigen.

Wer meint, dass es falsch ist, seine Ware zu benutzen wie er will, oder meint, die Minute Arbeit ist zu viel, ist mit beiden Öko-Systemen gleich gut bedient.
Gut, dass es zwei gibt, die gegeneinander konkurrieren und nicht einen Monopolisten, der immer unverschämter wird…

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