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Kindle Paperwhite 2 und Kindle (2014) im Vergleich [+Video]

“Zwei Kindle zum Preis von einem” heißt es, seit Amazon seinen neuen Einstiegs-Kindle auf 49 Euro reduziert hat. Zum halben Preis eines Kindle Paperwhite 2 gibt es die gleiche Firmware bei den größeren Modellen und eine unbeleuchtet sehr ordentliche Textanzeige. Eine Alternative? Der Vergleich.

Optik und Haptik

Der auffälligste Unterschied zwischen dem Kindle 6 (7. Generation) und dem knapp drei Jahre alten Vormodell Kindle 4 ist der Wegfall des 4-Wege-Steuerkreuzes unter dem Display. Auch der Basis-Kindle verfügt jetzt über einen Touchscreen und hat infolgedessen keinerlei Tasten mehr auf der Vorderseite.

Kindle (2014) links, Kindle Paperwhite 2 rechts

Kindle (2014) links, Kindle Paperwhite 2 rechts

Entsprechend sind die optischen Unterscheide zwischen Kindle (2014) und Kindle Paperwhite 2 sehr überschaubar. Da ist es schon bemerkenswert, dass beim günstigeren Gerät der “kindle”-Schriftzug unter dem Display glänzend schwarz statt weiß ist. Rückseitig haben beide Geräte das Amazon-Logo als schwarzes Relief. Amazon spendierte dem Kindle (2014) allerdings nicht den leicht gummierten und dadurch griffsicheren Rücken, den die teureren Kindle Paperwhite 2 und Kindle Voyage haben. Er fühlt sich entsprechend etwas weniger “samtig” an.

Kindle (2014) links, Kindle Paperwhite 2 rechts

Kindle (2014) links, Kindle Paperwhite 2 rechts

Die Rückseite des Kindle (2014) ist nicht abgerundet (Kindle Paperwhite 2), sondern an den Ecken abgeschrägt, wie man das auch von den Amazon Fire Tablets kennt. Der Kindle (2014) ist mehr als einen Millimeter dicker als der Kindle Paperwhite 2, im Verbund mit dem deutlich tiefer eingelassenen Display und der eckigeren Bauform wirkt er insgesamt wuchtiger und klobiger. Tatsächlich ist der Kindle (2014) allerdings 15 Gramm leichter als der Kindle Paperwhite 2 (191 Gramm zu 206 Gramm).

Bedienung & Lesen

Den Kindle gibt es “mit Spezialangeboten” 20 Euro günstiger, dafür bekommt der Nutzer dann Werbung auf dem Sperrbildschirm sowie am unteren Ende der Hauptseite angezeigt. Ob man sich daran stört ist Geschmacksache – immerhin handelt es sich um naturgemäß dezent-schwarzweiße Werbung für affine Produkte (eBooks), anders als bei subventionierten Amazon Fire Tablets, wo Nutzer auch schon einmal mit knalliger Rasierer-Werbung empfangen werden.

Unbeleuchtet: Kindle (2014) links, Kindle Paperwhite 2 rechts.

Unbeleuchtet: Kindle (2014) links, Kindle Paperwhite 2 rechts.

Abseits davon haben beide Geräte die gleiche Firmware. Die Kindle-Plattform bietet viele Leseoptionen, eine sehr gute Vernetzung nebst Apps für alle Mobile- und Desktop-Systeme und einen reich befüllten Store, auf den man mangels epub-DRM-Support im kommerziellen eBook-Bereich aber auch weitgehend beschränkt ist.

Der Kindle (2014) hat ein E-Ink-Panel aus der Pearl-Generation, das 800x600px auflöst. Der Kindle Paperwhite 2 hingegen hat ein neueres E-Ink-Carta-Display, das zudem mit 1024x758px wesentlich schärfer ist.

Trotz auf dem Papier deutlich besserem Panel gibt es bei ausgeschalteter Beleuchtung keinen “Wow”-Effekt, wie das etwa beim Vergleich des Kindle Voyage mit einem niedriger auflösenden eBook Reader der Fall ist (siehe auch Kindle Paperwhite 2 und Kindle Voyage im Vergleich). Der Bildschirmhintergrund der Kindle (2014) wirkt sogar einen Tick heller, allerdings ist die Schrift blasser und auch unschärfer.

Kindle Paperwhite 2 mit 100% Beleuchtung, rechts

Kindle Paperwhite 2 mit 100% Beleuchtung, rechts

Im Vergleich zum auch unbeleuchtet sehr kontrastreichen Kindle Paperwhite 2 muss sich der Kindle (2014) eindeutig nicht verstecken, hier hat Amazon trotz schlechterer Komponenten ganze Arbeit geleistet. Schaltet man beim Kindle Paperwhite 2 die integrierte Beleuchtung hinzu, wandelt sich das Bild aber. Die Anzeige des Kindle Paperwhite 2 ist dann selbst unter guten äußeren Bedingungen klar besser ablesbar, bei schummrigem Licht natürlich noch umso mehr.

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Fazit

kindle kindle pw 6Seit Amazon integrierte Beleuchtung mit seinem 2012 eingeführten ersten Kindle Paperwhite salonfähig machte, ist das integrierte Licht ein Standard-Feature dedizierter Lesegeräte geworden, das Digital-Leser nicht missen wollen. Diese Erfahrung hat Sony machen müssen, und das geschah nicht ohne Grund – die Verbesserung bei den Kontrasten ist wirklich dramatisch, bei schlechtem Umgebungslicht kann ein integriertes Licht sogar den Unterschied machen zwischen “lesen” und “nicht lesen”.

Der Kindle (2014) ist kein schlechter eBook Reader: Das Gerät fühlt sich alles andere als billig an, der Bildschirm kann trotz mäßiger Eckdaten mit einer sehr ordentlichen Anzeige punkten. Trotz 100 Prozent Preisabstand würden wir grundsätzlich trotzdem zum Kindle Paperwhite 2 raten – die 50 Euro mehr sind extrem gut investiertes Geld.

Wer heute überhaupt noch zu einem dedizierten Lesegerät statt zu einem der zahlreichen immer schärferen und ausdauernden Tablets greift (oder ein großformatiges Smartphone sein Eigen nennt), sollte in der Kerndisziplin “Textanzeige” keine Kompromisse machen. Dafür braucht es einen beleuchteten eBook Reader. Und wenn man sich mit dem Amazon-Ökossystem anfreunden kann, ist der Kindle Paperwhite 2 hier gegenwärtig die Referenz ( siehe auch Tolino Vision 2 und Kindle Paperwhite 2 im Vergleich).

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