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Kobo Aura: Teure Modellpflege

kobo auraDer Vorhang ist gelüftet: Der eBook Reader, mit dem Kobo ins kommende Weihnachtsgeschäft geht, heißt Kobo Aura (Produktseite bei Kobo). Der Sechs-Zoller löst den Kobo Glo ab, von dem er sich vor allem optisch unterscheidet.

Der nur noch in schwarz und pink erhältliche Kobo Aura (den Glo gab es auch in weiss und blau) ist gut 7mm schmaler, 2mm dünner und 13 Gramm leichter als das Vormodell. Die Mini-Werte stehen stellvertretend für die nur marginalen Unterschiede zwischen Kobo Glo und Kobo Aura. Beide verfügen über ein vordergrundbeleuchtetes 6″ Pearl-E-Ink-Display und haben dieselbe Benutzeroberfläche, wobei der Kobo Aura sogar minimal niedriger auflöst als der Glo (1014x758px zu 1024x758px). Kobo außerdem will mit E-Ink daran gearbeitet haben, die eBook-Reader-Lesern allseits bekannte Invertierung bei einem komplett neuen Seitenaufbau zur Vermeidung von Ghosting (meist alle 6 Seiten) deutlich zu reduzieren.

Der Kobo Aura hat doppelt so viel integrierten Speicherplatz (4 statt 2 Gbyte, weiterhin erweiterbar über microSD-Karte) – das war es hinsichtlich der Unterschiede, glaubt man dem Datenblatt. Trotzdem ruft Kobo eine unverbindliche Preisempfehlung von 150 Euro für seinen Aura aus, 20 Euro mehr als das Vormodell laut Liste kostet (der Straßenpreis war in den letzten 12 Monaten kaum geringer). Der Verkaufsstart ist auf Mitte September terminiert.

Kobo Aura: Sehr gutes nicht wirklich besser gemacht

In unserem Testbericht bekam der Kobo Glo ein „sehr gut“, in sofern ist eine nur behutsame Überarbeitung grundsätzlich nicht verkehrt. Nachdem im vergangenen Jahr mit dem Frontlight eine bahnbrechende Neuerung und Verbesserung des Leseerlebnisses eingeführt wurde, hätten wir uns aber doch schon ein wenig mehr Innovation erhofft (beziehungsweise: überhaupt welche). Zudem erschließt sich der höhere Preis nicht: Der Kobo Aura kostet damit ein glattes Drittel mehr als der Tolino Shine mit fast identischer Hardware – selbst in Anbetracht der ausgereiften Firmware und des weit verzweigten Ökosystems wird es so schwer für Kobo, hiesige Lesefreunde für sich zu überzeugen und Marktanteile zu gewinnen.

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Kommentare


Chräcker Heller 28. August 2013 um 10:27

Nachdem ich endlich verstanden habe, daß Du mit dem „Vorgängermodell“ des Auras nicht den alten jetzigen Aura meinst, sondern den Glow… ;-) – hab ich mich ganz ganz kurz geärgert, grad noch den Glow für meine Frau bestellt zu haben, denn „etwas kleiner“ in den Aussenmassen ist ja nicht verkehrt. Aber für 30,– Aufpreis? Und dann haben die 3D-Modellbastler dem Aurabild noch diese Spiegelung versetzt, was nicht nur werbemässig total schwachsinnig ist (wer rechnet denn schon per Programm in sein Deviceabbild freiwllig eine Bildschirmspiegelung ein?) sondern auch leider nichts darüber verrät, wie das Ding denn nun in echt aussieht. Komplette Glasfläche oben drauf um wie ein Tablet aus zu sehen? Na, da warte ich erst mal in Ruhe ab…

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Fabian Seyfried 28. August 2013 um 11:07

Hallo Herr Heller,

vielleicht ist die Bildschirmspiegelung gar nicht eingerendert, sondern echt. Wenn ich die verschiedenen Produktbeschreibungen richtig verstehe, ist der eigentliche Bildschirm plan mit dem Rand und es gibt keinen fühlbaren Übergang zwischen Rand und Display. Ich kann mir das nur durch eine vorgesetzte Glasfläche erklären – was natürlich furchtbar für das Lesen im Sonnenlicht wäre…

Kann jemand dazu etwas sagen?

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Kobo: Drei neue Arc-Tablets » Tablets » lesen.net 28. August 2013 um 11:40

[…] dem Kobo Aura hat das kanadisch-japanische Unternehmen auch drei Tablets vorgestellt, die in die Fußstapfen des […]

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Chräcker Heller 28. August 2013 um 11:40

Die Spiegelung auf den Produktfotos ist einwandfrei drauf gerechnet/gelegt, sie ist auf den „Fotos“ (ich halte auch die Fotos für rein gerenderte Modellbilder) exakt gleich, nur zuweilen gespiegelt. Bei der 360 Drehansicht werden auch einfach drei verschiedene Layer drauf gelegt. Gleichwohl KANN es natürlich sein, daß sie das machen, weil das Teil wirklich so irre spiegelt… hielte ich aber für ungünstig. Also beides dann. ;-) – Ich glaube eher, die machten das, weil sie meinen, es sähe schick aus. So wie künstlich reingerechnete LensFlare Effekte in Computerspielen oder bei jedem neuen Abrahamsfilm die reingerechneten Spiegelungen. So eine neue Unsinnsästetik. ;-)

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Chräcker Heller 28. August 2013 um 11:41

PS. oh, sorry, das „einwandfrei“ liest sich blöd. Sollte eher heissen: „für mich und unmassgeblich einwandfrei“ – oder so…;-)

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EbookNutzer 28. August 2013 um 12:56

Auszug aus dem Text oben:

„….hätten wir uns aber doch schon ein wenig mehr Innovation erhofft (beziehungsweise: überhaupt welche)….“

vs.

– Low-Flash Waveform
– Pinch to zoom
– kapazitives Display

(Quelle: http://ebook-fieber.de/e-reader/kobo-aura-neuer-ereader-kommt-zur-ifa-ab-16-september-fuer-150-euro-kaufen/)

Klingt für mich schon, als ob hier gegenüber dem Glo eindeutig ein weiterer Schritt getan wurde.
Oder wie soll man die eingeforderte „fehlende Innovation“ interpretieren?

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Chräcker Heller 28. August 2013 um 13:46

Ah, kapazitives Display… na das könnte die reingemalte Spiegelung erklären, bleibt also wirklich ab zu warten, ob das ein guter Schritt ist. Immerhin: keine Brötchenkrümel oder Fliegenbeine, die für mich seitenweise weiterblättern…

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Johannes P. 28. August 2013 um 19:55

Kapazitiv halte ich für einen Rückschritt. Ich möchte selbst entscheiden, womit ich das Gerät bediene, und Fingerabdrücke möglichst vermeiden.

Dann auch noch niedrigere Auflösung… klingt wirklich nach einem Downgrade.

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Kindle Paperwhite 2nd Gen bei Amazon.de vorbestellbar » eReader » lesen.net 3. September 2013 um 20:59

[…] auf sich hat. Optisch scheint es sich um das gleiche neue E-Ink-Panel zu handeln, das auch in Kobo Aura und Sony Reader PRS-T3 verbaut ist. Wie das Panel in Kombination mit der modifizierten Beleuchtung […]

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Sony Reader PRS-T3 im Kurztest [+Video] » eReader, Topnews » lesen.net 4. September 2013 um 17:22

[…] gefahrlos auch in einer Sakkotasche transportiert werden. Anders als Kobo, die sich mit ihrem Aura optisch den Tablets annähren, ist der Sony Reader PRS-T3 ein eBook Reader alter Schule; das […]

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E-Ink Carta: 50 Prozent besserer Kontrast – zuerst im Kindle Paperwhite » eReader » lesen.net 5. September 2013 um 12:58

[…] (PRS-T3) und Kobo (Aura) setzen bei ihren neuen Lesegeräten schon E-Ink Regal ein, verbauen aber noch “alte” […]

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