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Kobo Touch 2.0: Teures neues Basis-Lesegerät

Kobo rundet seine E-Reading-Modellpalette, die neuerdings auch direkt nach Deutschland verkauft wird, nach unten hin ab. Am gestrigen Dienstag stellte das Unternehmen seinen Kobo Touch 2.0 vor, der Nachfolger eines 2011 in den Verkauf gegangenen eBook Reader. Die Modernisierungen sind dürftig, der Preis stolz.

In einem etwas schrägen Blogpost zur Ankündigung des Kobo Touch 2.0 lässt Kobo das Buchjahr 2011 noch einmal Revue passieren und schwärmt vom unerwarteten Erfolg des „originalen“ Kobo Touch. Nach Millionen verkaufter Geräte und ebenso vieler zufriedener Kunden sei es nun Zeit für ein Nachfolgemodell, den Kobo Touch 2.0.

Display der vorletzten Generation

Kobo Touch 2.0

Kobo Touch 2.0

Der Sechs-Zoller verfügt über ein 6″ E-Ink-Display der Pearl-Generation mit einer Auflösung von 800x600px, was de facto der vorletzten Generation entspricht. Zum Vergleich: Der Kobo Glo HD hat ein kontrastreicheres E-Ink-Carta-Panel und bringt 1448x1072px auf dieselbe Bildschirmfläche. Dem Kobo Touch 2.0 fehlt außerdem eine integrierte Beleuchtung.

Der interne Speicherplatz ist mit 4 Gbyte doppelt so groß wie beim ersten Kobo Touch, im Vergleich zu diesem fehlt aber der Speicherkartenslot. Die Abmessungen von 115 x 157 x 9.2mm entsprechen exakt denen des Kobo Glo HD, die beiden Lesegeräte teilen sich ein Gehäuse. Der Touch 2.0 bringt mit 185 Gramm allerdings etwas mehr auf die Waage (Glo HD: 180 Gramm).

In den USA und Kanada ist der Kobo Touch 2.0 von kommender Woche an erhältlich, in Deutschland geht es im Oktober los. Unverbindliche Preisempfehlung: 89,99 Euro.

Kobo Touch 2.0: Preis-Leistung stimmt nicht

Ganz im Gegensatz zum Kobo Glo HD, der ein herausragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, ist der Touch 2.0 für das Gebotene viel zu teuer. Der in allen Belangen bessere epub-Rivale Tolino Vision 2 ist regelmäßig für 99 Euro zu bekommen (im Verbund mit einem Abo rechnerisch noch viel günstiger). Auch der Kindle Paperwhite 2 kostet nur 10 Euro mehr, von denen sich jeder Cent lohnt.

Schließlich hat Kobo mit seinem Aura selbst einen derzeit für 99 Euro abgegebenen eBook Reader mit klar besseren Spezifikationen (beleuchtetes Display mit 1024x758px Auflösung, erweiterbarer Speicher, plane Oberfläche) im Portfolio. Völlig unklar, was sich Kobo hierbei gedacht hat. Vielleicht kommt ja noch etwas nach.

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