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LG zeigt 19″ (Din A3) E-Paper

1_r“Größer ist besser”, werden sich die Ingenieure in der Entwicklungsabteilung des koreanischen Mischkonzerns LG gedacht haben. Während die Fachwelt gerade erst auf der CES den Que proReader mit 10,5″ Bildschirmdiagonale bestaunte und Pressefotos vom Skiff Reader mit 11,5″ Display die Runde machten, legen die Asiaten noch eine ordentliche Schippe drauf. 25x40cm misst LG’s flexible E-Paper – das entspricht 19″ bzw. fast der Größe einer Din A3 Seite (30x42cm).

Leicht nachvollziehbar hat LG mit elektronischem Papier dieser Größe in erster Linie Zeitungsleser im Blick, verspricht “ein Lesegefühl wie bei einer echten Zeitung”. Bei einer Dicke von 0,3mm und nur 130 Gramm Gewicht (wohlgemerkt nur für das E-Paper) kommt das Panel – TFT auf Metallfolie – zumindest in Sachen Haptik dem bedruckten Papier schon relativ nah.

2_rWie das von Plastic Logic entwickelte E-Paper soll auch LG’s Prototyp äußerst flexibel und gleichzeitig widerstandsfähig sein – ohne entsprechende Flexibiliät würde elektronisches Papier in der angegebenen Größe real auch nur in spezifischen geschäftlichen Umgebungen (und nicht – wie dem Pressefoto nach LG’s Vorstellung – bei der alltäglichen U-Bahn Fahrt) Anwendung finden. Dass ein flexibles E-Paper aber noch keinen flexiblen eBook Reader bedeutet, illustriert der doch eher starre Que proReader. Ob der Stand der Technik schon ein vollständig faltbares Lesegerät zulässt, müssen die Koreaner erst einmal in der Praxis beweisen.

In kleinerem Maßstab – die Digitimes spricht unter Verweis auf LG von 11,5″ (29cm Durchmesser) – soll das E-Paper jedenfalls schon in der ersten Jahreshälfte 2010 in Massenproduktion geben. Damit reiht sich der Elektronikkonzern in die lange Liste von Unternehmen, die an das Umsatzpotenzial von elektronischen Lesegeräten glauben und dem Quasi-Monopolisten PVI/E-Ink den Markt künftig nicht mehr alleine überlassen wollen.

LG machte bereits im Oktober in Fachkreisen von sich reden, als die Koreaner die Entwicklung von Solarpanels für eBook Reader announcierten. Zumindest die damals vorgestellten 6″ Platten sind aber nicht in E-Paper integrierbar, ließen sich mit elektronischen Lesegeräten der angekündigten Größen nicht (sinnvoll) vereinbaren.

<via @hemartin>

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Kommentare


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