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Mayersche und Osiander neu bei Tolino

Prominenter Zuwachs in der Tolino-Allianz. Einen knappen Monat vor der Frankfurter Buchmesse wurde bekannt, dass die Regionalfilialisten Osiander (Süddeutschland) und – etwas überraschend – die Mayersche (hauptsächlich NRW) künftig Tolino-Hardware verkaufen werden. Die Konzentration auf dem deutschen E-Reading-Markt nimmt damit noch weiter zu.

Am gestrigen Mittwoch hatten die Tolino-Alliierten zum Pressegespräch geladen, wo die Neuzugänge announciert wurden, schreibt Michael Roesler-Graichen im Börsenblatt. Osiander wird in seinen 34 Filialen sowie auf Osiander.de statt Pocketbook-Lesegeräten künftig Tolinos verkaufen, Mayersche (40 Filialen) nimmt exakt die gleiche Umstellung vor.

Tolino statt Pocketbook

Während bei Osiander der Umstieg seit einiger Zeit ein offenes Geheimnis war – das “eigene” Pocketbook Touch Lux 3 wurde seit Monaten nicht mehr verkauft -, hatte Mayersche lange an einer softwareseitigen Verbesserung seines (m) Pocketbook Touch Lux gearbeitet. So bietet das Mayersche-Modell etwa ein ähnlich vernetztes Leseerlebnis wie Kindle und Tolino (Testbericht).

Spätestens zur Frankfurter Buchmesse, wenn die Tolino-Alliierten einen neuen eBook Reader mit wohl deutlich schärferem Display vorstellen, hätte die Mayersche mit ihrem Touch Lux 3 aber sprichwörtlich alt ausgesehen. Im Hinblick aufs Weihnachtsgeschäft und darüber hinaus ist der Wechsel sicherlich die richtige Entscheidung, im Hinblick auf einen vielfältigen Wettbewerb aber trotzdem schade.

Auch für unabhängige Buchhandlungen, die zwar via Libri beim Tolino mitmachen dürfen, allerdings zu nicht für jeden Händler wirtschaftlichen Konditionen (Zwangsabnahme von Marketing-Material, Null Gewinn bei verkaufter Hardware). Die über den Großhändler Umbreit erhältlichen Pocketbook-Lesegeräte waren und sind hier eine interessante Alternative, werden nun aber natürlich noch mehr an Sichtbarkeit verlieren.

E-Reading-Duopol – immerhin

Damit kann man in Deutschland inzwischen mit Fug und Recht von einem E-Reading-Duopol von Kindle und Tolino sprechen, bei den dedizierten Lesegeräten und erst recht beim eBook-Verkauf. Pocketbook hat nicht einmal einen eigenen Store; Kobo, Apple und Google lassen sich unter “ferner liefen” summieren. Womit wir es gleichwohl im internationalen Vergleich noch gut getroffen haben, im Ausland hat Amazon vielfach so einen Marktanteil wie hierzulande Tolino und Kindle zusammen

<Bildnachweis: Tigerschmetterling von Shutterstock>

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Kommentare


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Buchhandel: Pocketbook bleibt im Geschäft » lesen.net 6. Oktober 2015 um 16:02

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