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Nook Color begehrt, mit Android 3.0 „erhältlich“

angrybirdsMit dem im letzten Herbst erschienenen Nook Color scheint der US-Buchhandelskette Barnes & Noble ein echter Volltreffer gelungen zu sein. Der LCD-Reader konnte nicht nur die Kritiker begeistern, sondern hat auch beachtliche Verkaufserfolge vorzuweisen. Mit ein wenig Bastelei kann der Funktionsumfang zudem mächtig aufgemotzt werden; das zieht eine wachsende Modder-Community, aber auch Geschäftemacher an.

Anders als etwa der jüngst vorgestellte Archos 70b versteht sich der Nook Color nicht etwa als multifunktionales Tablet mit Lesefunktion, sondern als eBook Reader mit Farbdisplay. Dieser Philosophie folgend sind die Zusatzfunktionen recht überschaubar: mit einem integrierten MP3-Player und einem Webbrowser bietet der Nook Color hier nicht mehr als E-Ink-Reader.

nook-colorDabei ist der Sieben-Zoller solchen dedizierten Lesegeräten technisch weit voraus. Das hochauflösende (1024x600px) berührungsempfindliche Farbdisplay im Verbund mit einer leistungsstarken CPU prädestinieren den Nook Color auch für „höhere Aufgaben“. Tatsächlich arbeitet das Gerät mit einem angepassten Android-OS, für das Barnes & Noble mittelfristig einen eigenen App Store plant.

Weil vom Buchhändler bereitgestellte Apps aber nach wie vor auf sich warten lassen und das Angebot ohnehin keinem Vergleich mit dem Sortiment im regulären Android Market standhalten könnte, haben findige Bastler schon vor Monaten Wege gefunden und beschrieben, die aktuelle Android-Version 2.2 (Froyo) zu installieren; im Test der Kollegen von Pocketables arbeitete der Nook Color damit „erstaunlich gut“, wenngleich kleinere Bugs zu beklagen waren. Sogar eine Vorabversion der kommenden „Tabletversion“ 3.0 (Honeycomb) konnte bereits in Betrieb genommen werden.

Auf einschlägigen Websites und Foren wie XDA Developers finden sich Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die ein Upgrade auch für experimentierfreudige (fortgeschrittene) Einsteiger realisierbar machen. Wer den mit Einlesen und Installation verbundenen Aufwand scheut, findet bei ebay alternativ auch fabrikneue und „vormodifizierte“ Nooks. AndroidPolice spricht hier angesichts bis 80 US-Dollar Aufpreis für diese Dienstleistung (beziehungsweise konkret für eine mit einem lauffähigen Honeycomb beladene SD-Karte) zwar von Abzocke – ergänzt um ein prägnantes HowTo zur selbständigen Modifikation -, letztlich handelt es sich hier aber um eine klassische Frage von Angebot und Nachfrage;  der Mehrwert durch Android 3.0 auf dem Nook Color kann das Geld in jedem Fall wert sein.

Barnes & Noble nutzt ebay auch selbst als Vertriebsplattform für seinen Reader: Allein vergangene Woche gingen fast 11.000 Neugeräte – zum Preis von 199 US-Dollar statt 249 US-Dollar – über den Tisch. Deutsche Nook Color Interessierte kommen (ohne US-Trip) ohnehin kaum am Online-Marktplatz vorbei: Inklusive Versand und Zoll sind gegenwärtig rund 250 Euro zu veranschlagen. Auf die attraktive WiFi-Anbindung an den B&N eBook Store muss zwar verzichtet werden, zumindest auf regulärem Weg; die hervorragende Hardware, ein nativer Support von Adobe DRM geschützten epub- und pdf-Dateien sowie der Browser machen den Nook Color nichts desto trotz auch für deutsche Lesefreunde und Androidfans attraktiv.

<via The Digital Reader>

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Kommentare


WS64 8. März 2011 um 15:12

Hallo, ich möchte aber nochmal bestätigen, was ich auch schon im Forum schrieb http://www.e-reader-forum.de/ebook-reader/weitere-ger%C3%A4te/2449-nook-color-angetestet/ : Ich halte nichts vom Nook Color als Ebookreader. Da macht der Kindle eine wesentlich bessere Figur. Als Tablet ist der Nook dagegen gut. Honeycomb habe ich inzwischen auch ausprobiert, allerdings nur von einer relativen langsamen Class 4 Karte, und damit macht das arbeiten keinen Spass, viel zu langsam (man klickt irgendwo, und eine Minute später tut sich was). Das liegt aber an der SD-Karte, nicht an Honeycomb. Wenn die endgültige Version für Nook erhältlich ist werde ich es sicherlich auch mit Honeycomb im internen Hauptspeicher probieren.

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microm 9. März 2011 um 10:02

Komisch… so sehr ich unter Ebay USA nach in den letzten Wochen und Monaten verkauften Nook Color suche (also beendeten Auktionen)… von den angeblichen 11.000 Stück finde ich nicht einen einzigen.

Da muss ich wohl etwas missverstanden haben.

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microm 9. März 2011 um 10:19

Ok, auf Umwegen habe ich die 10.960 verkauften Nooks gefunden. Ein Jammer, das man von solchen Aktionen immer erst dann erfährt, wenn sie vorbei sind…

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bommel 9. März 2011 um 21:52

nunja die erwähnten 199 US-Dollar waren wohl nur über Umwege einer Cashback-Aktion möglich wobei fraglich ob man ausserhalb der USA diesen Cashback geltend machen konnte

schaust mal bei Ebay ab ca. 210€ inklusive Versand bist jetzt dabei natürlich Zoll und Einfuhrumsatzsteuer musst leider noch draufschlagen

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Matthias 20. März 2011 um 11:50

Für mich ist der Nook Color auch kein Reader, sondern Tablet. eInk Reader haben aber nun mal definitiv beim Lesen große Vorteile.

Als Tablet werde ich mir im Sommer den hp Touchstone (ehemals Palm) mit WebOS holen. Dafür ist auch eine Software Version vom Kindle in der Mache. Kann dann also je nach Buch o.ä. wechseln.

Hoffentlich gibt es bald eInk in Farbe.

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burn 14. Juni 2011 um 17:59

hi,
kann mir mal jmd. sagen, ob an dem gerücht, wonach sich NICHT-B&N-Bücher (also zb meine dt. pdf-dateien) – im gegensatz zu B&N-Büchern – NICHT vernünftig archivieren lassen, also weder alphab. noch nach autoren, sondern eben wirr, ächz, was dran ist? oder gilt/galt das (nur) für ältere nooks?
*lost in selection*
b.

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