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Notion Ink Adam „ausverkauft“, en detail

notion_ink_adam_0Ein ereignisreicher Monat endet für das indische Startup Notion Ink, die in diesem Tagen eigentlich die ersten Exemplare ihres Adam ausliefern wollten – dem ersten Komplettgerät mit innovativem Pixel Qi Hybriddisplay, dessen ePapermode (keine Hintergrundbeleuchtung, höhere Auflösung) das 10″ Tablet gerade auch für Vielleser interessant macht. Nun ist der Device zwar bereits ausverkauft, soll aber doch erst im Rahmen der CES (06.01.-09.01. in Las Vegas) debutieren und infolge dessen ausgeliefert werden; dafür erfreut Notion Ink die große Fangemeinde aktuell mit einer wahren Flut an Videopräsentationen einzelner Features.

Am 09. Dezember machten die Entwickler das Pricing für ihr erstes Produkt publik: Die günstigste Ausstattung – ein Adam mit LC-Display und WiFi-Modul – ist demnach schon für 375 US-Dollar zu haben. Ein Pixel Qi Adam gibt es zum Preis von 499 US-Dollar, also exakt fürs gleiche Geld wie ein iPad; für 550 US-Dollar ist auch noch ein 3G-Modem eingebaut. Zuzüglich 50 US-Dollar Versandkosten entspricht das hierzulande einem Einstiegspreis von rund 450 Euro (inkl. 19% Einfuhrumsatzsteuer) für ein äußerst leistungsfähiges Android-Tablet mit Pixel Qi Display. Im 725 Gramm leichten Gerät steckt eine Dual Core CPU von Nvidia, 1 Gbyte RAM, 8 Gbyte Flash-Speicher (erweiterbar via Speicherkartenslot), eine drehbare 3,2MP-Webcam, draft-n WLAN, Bluetooth sowie diverse Sensoren zur Berechnung von Lage, Beschleunigung und Umgebungslicht.

preordernow2Angesichts der Preise bei dieser Featurefülle und der ohnehin schon großen Vorfreude war der Ansturm gewaltig, als Notion Ink am 10. Dezember seinen Online-Shop für Vorbestellungen freischaltete – und das, ohne das Produkt auch nur einmal „in Natura“ demonstriert zu haben. Unter anderem die Nicht-Akzeptanz von Mastercard-Kreditkarten sowie die zeitweilige Ausweisung einer 25%igen Rückgabegebühr sorgten für Irritationen bei Fangemeinde und Branchenpresse; nichts desto trotz waren sämtliche Ausführungen innerhalb von zehn Tagen „ausverkauft“ und können derzeit nicht einmal mehr vorbestellt werden.

Inzwischen hat sich Notion Ink darauf verlegt, sein Adam im Vorfeld der CES mit praktisch täglich publizierten audiovisuellen Einblicken zu Hardware und Usability im Gespräch zu halten. Präsentiert wurden in den letzten Tagen unter anderem die angepasste Android-Benutzeroberfläche („Eden“), der Mailclient, der Dateimanager, ein Malprogramm, der Browser, eine Navigationsapp sowie eine spannende Möglichkeit, den Adam über WiFi als Remote Controller für ein weiteres System einzusetzen und das Tablet etwa als überdimensionales Touchpad zu nutzen (alle Links zu Notion Ink); Kollege Sascha ist es mit den Previews inzwischen schon deutlich zuviel des Guten. Das Pixel Qi Display des Adam wurde bislang freilich noch nicht en detail vorgestellt.

Das Notion Ink Adam ist und bleibt ein spannendes Gerät und wird sicherlich ein Highlight der CES, wo das Tablet allerdings mit wohl mehreren Dutzend „konventionellen“ Artgenossen sowie mit diversen dedizierten Lesegeräten – teilweise mit farbigen E-Paper Bildschirmen – im Wettbewerb stehen wird. Gegenwärtig ist das Adam trotz der „Homevideos“ aber immer noch nicht mehr als ein (verheißungsvolles) Versprechen, welches die namenlosen indischen Entwickler erst noch einlösen müssen. Wird das Tablet zeitnah fertig und stehen ausreichende Produktionskapazitäten bereit (was infolge des „Ausverkaufs“ zumindest fraglich erscheint), könnte das Notion Ink Adam in der ersten Jahreshälfte 2011 aber zum ganz heißen Tablettipp für Lesefreunde avancieren.

<via Netbooknews & Netbooknews>

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Kommentare


Fünf eReading-Megatrends in 2011 » Debatte, eBooks, eReader » lesen.net 29. Dezember 2010 um 16:38

[…] zumindest im Hochpreis-Bereich zunehmend einreißen. Das gilt natürlich im besonderen Maße für vor der Tür stehende Geräte mit Pixel Qi Display, die im Idealfall die Vorzüge von eReadern und Tablets in einem Gehäuse […]

Antworten

André 29. Dezember 2010 um 16:49

Fertig ist das Ding wohl schon, nur hängts eben noch bei der FCC. (Btw, farbiges E-Paper schon zur CES? Da habe ich wohl etwas verpasst.)

Was die Produktionskapazität angeht, so hat der NI-Chef im Blog mal etwas von 100.000 Stück pro Monat erzählt. Das dürfte in der Tat deutlich zu wenig sein.

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CES ’11: Notion Ink Adam angefasst » Topnews, eReader » lesen.net 6. Januar 2011 um 15:22

[…] Pixel Qi Display, von dem es lange Zeit überhaupt keine realen Bilder und zuletzt lediglich spotlightartige Featurepräsentationen der indischen Entwickler gab, wird in diesen Tagen am Rande der Technikmesse CES 2011 (06.-09.01. […]

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