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Notion Ink Adam (Pixel Qi) kommt bald, international

img_5337Die innovative Displaytechnologie Pixel Qi (LC-Display plus optionaler „Reading Mode“ mit 4x höherer Auflösung und abgeschalteter Hintergrundbeleuchtung) debutiert möglicherweise doch noch in diesem Jahr in Endgeräten. Bislang nur als teures Do It Yourself Einbaukit für Netbooks erhältlich, scheint das Notion Ink Adam als erster ’nativer‘ Pixel Qi Device sogar ein wenig früher als zuletzt erwartet fertig zu werden. Erfreulich: Auch deutsche Lesefreunde werden sich das 10,1″ Tablet wohl vom „Tag 1“ an ordern können.

notionink1Im Unternehmensblog des indischen Startups herrschte in den vergangenen Wochen Hochbetrieb: Man rief die Community zur Gestaltung eines neues Logos auf, ging bei Funktionalitäten wie Akkulaufzeit (sechs Stunden unter Volllast, 20 Stunden im Reading Mode) und User Interface (angepasstes Android 2.2) ins Detail und demonstrierte 1080p Video Playback. Die meisten Blogposts werden von Hunderten Kommentaren begleitet, das internationale Interesse am ersten wirklichen Hybrid aus eBook Reader und Tablet ist riesig. Die gewaltige Resonanz erinnert ein wenig an den Hype ums Wetab – hoffentlich mit anderem Ausgang.

Heute nun announcierten die Entwickler den Stand der Dinge in Sachen Verkaufsstart: Die Vorbestellphase laufe Anfang Dezember an; die Basisausführung soll gemäß im August ausgegebener Preisliste für 399 US-Dollar zu haben sein, fürs Modell mit Kombidisplay werden 449/499 US-Dollar fällig. Parallel dazu bemüht sich Notion Ink um eine Genehmigung bei der US-Regulierungsbehörde FCC: Gibt es hier keine Probleme, „könntet ihr die Geräte zu oder vor Weihnachten in den Händen halten.“ Zuletzt war ein Release im Frühjahr 2011 spekuliert worden.

notionink2Notion Ink möchte sein Tablet vom Start weg international verfügbar machen, analog zu Amazon.com mit seinen Kindles (exportiert in 100+ Länder) versendet man in alle Welt: „Dank unserer Logistikpartner können wir Online-Bestellungen in nahezu alle Länder ausliefern“, heißt es heute im Blog. Inklusive Versandkosten und Zollgebühren dürften sich für Deutsche damit wohl nur die Vorzeichen ändern: Das LCD-Modell wird ab 400 Euro kosten, die ungleich interessantere Pixel Qi Ausführung wohl knapp unter der 500-Euro-Marke und damit etwa auf Augenhöhe mit dem günstigsten iPad.

Mit 10,1″ Display, 16/32 Gbyte SSD und schneller nvidia tegra2 Grafik bei etwa 600 Gramm boxt das Notion Ink Adam hardwareseitig ungefähr in einer Gewichtsklasse mit dem iPad, hat neben neben dem Pixel Qi Display mit zwei USB-Ports, Speichererweiterungsslot, 180° drehbarer 3,2MP-Kamera und optionalem 3,5G eine ganze Reihe Argumente auf seiner Seite. Fragezeichen stehen hinter der Usability – Tablet-optimierte Android-Apps sind derzeit noch Mangelware -, allgemeiner Betriebsgeschwindigkeit und natürlich hinter Qualität und Akkulaufzeit vom Pixel Qi Reading Modus: Bei ersten Kurztests fielen eine recht große Blickwinkelabhängigkeit sowie Displayspiegelungen negativ auf..

Als Weihnachtsgeschenk ist das Notion Ink Adam wohl trotz des offenbar „überpünklichen“ (ansich sollte das Tablet schon im Juni 2010 kommen) Verkaufsstarts nach wie vor keine Option, zu ungewiss erscheint eine rechtzeitige Auslieferung – erst recht Übersee. Findet man kein Tablet unter dem Christbaum, könnte das Notion Ink Adam Anfang 2011 aber zur attraktiven Alternative zum iPad einerseits und „konventionellen“ Android-/PalmOS-/Windows-Tablets andererseits avancieren.

<via Netbooknews>

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Kommentare


D.K. 4. November 2010 um 20:41

Mittlerweile gibt es schon längst wide view screens von Pixel Qi

http://www.youtube.com/watch?v=Z03hlZThveI

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Johannes 4. November 2010 um 20:45

@D.K. Danke, hab‘ ich mal eingebettet…ob das Ding auch im Adam verbaut ist, steht allerdings auf einem anderen Blatt.

Ciao
Johannes

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Timo 4. November 2010 um 20:57

Wow, hoffentlich taugt das was, das wird dann im nächsten Sommer mein iPad für draußen. EReader schön groß und in Farbe und hoffentlich ohne Spiegelungen, mit Tablet-Features, das wär’s. Klingt schon fast zu gut :-)

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czeby 4. November 2010 um 21:01

Wenn man die ganzen Blogposts bei Notion Ink so liest, glaube ich definitiv nicht an ein Wetab-artiges Desaster. Ich werde mir das Ding an Tag 1 bestellen und bin auch durchaus bereit mit einigen Kinderkrankheiten zu leben. Für mich ist das die perfekte Ergänzung zu einem normalen 6″ Reader, für Papers und Skripte in der Uni.
Die Verschiebungen liegen laut Blog übrigens an den Investoren.
Insgesamt merkt man Rohan Shravan wirklich an das er mit dem Herzen dabei ist und nicht wie das Wetab nur auf der Tabletwelle mitschwimmen will.
Meiner Meinung Produkt des Jahres 2011

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