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Pearl bringt < 100€ Reader mit Adobe DRM

pearl-gebaeudeDer Versandhändler Pearl bringt pünklich zur diesjährigen Reisesaison einen eigenen eBook Reader auf den Markt.  Das kompakte Lesegerät (5″ Bildschirmdiagonale) verfügt zwar lediglich über ein LCD-Panel, womit Akkulaufzeit und Outdoor-Qualitäten limitiert sind. Kampfpreis, Adobe DRM Unterstützung und eine starke Vertriebspartnerschaft soll(t)en den Reader aber trotzdem zum Erfolgsmodell werden lassen.

„Ein großer Online-Buchhändler“ wird das Lesegerät neben Pearl selbst in sein Sortiment aufnehmen und auch entsprechende Literatur dazu offerieren; um welchen Anbieter es sich handelt, wollte ein Mitarbeiter des Unternehmens im Gespräch mit lesen.net noch nicht verraten. Klar ist aber schon das Pricing: Für  „unter 100 Euro“ wird der Fünf-Zoller mit Farbdisplay von Juni/Juli an verkauft; inklusive sind zu diesem Preis bereits einige kostenlose eBooks(-Downloads).

l_04283912Großer Haken des Low Budget Readers ist das konventionelle LC-Display, auf dem der Nutzer im Freien häufig eher sich als den Bildschirminhalt sehen dürfte – für den Strandurlaub könnten die 50 Euro Aufpreis für den Hanvon N516 (derzeit günstigster E-Ink Reader) eine gute Investition sein. Bedingt durch Displaytechnologie bzw. LED-Hintergrundbeleuchtung fällt auch die Akkulaufzeit vergleichsweise dürftig aus. „8-10 Stunden“ (Pearl) wären aber noch ein akzeptabler Wert, sollte diese Angabe praxisnah sein.

LCD-Devices mit Lesefunktion sind nichts Neues, wobei Pearl hier ein außergewöhnlich kompaktes und niedrigpreisiges Gerät in der Hinterhand hat. Ein Key Feature ist hier außerdem die native Unterstützung für das hierzulande im kommerziellen Bereich verbreitete Adobe DRM. Auf iPhone und iPad können aktuelle deutsche eBooks nur via App angezeigt werden, andere Tablets & MIDs lassen sich gar nur für kopierschutzfreie eBooks gebrauchen; die Auswahl ist dann deutlich eingeschränkt.

Die 100 Euro Marke hat sich in Umfragen immer wieder als Schlüsselpunkt herausgestellt, ab der etliche bislang an der Seitenlinie stehende Lesefreunde zu einem dedizierten Reader greifen würden. Verbunden mit der Vertriebspower von Pearl (>5 Millionen Kunden; allerdings eher keine klassischen Buchkäufer) und der Vertriebspartnerschaft mit einem großen eBook-Händler könnte den Schwaben hier mehr als ein Achtungserfolg gelingen. Interessant wird auch zu sehen sein, ob Pearl die sich aus dem response-starken Farbdisplay ergebenen Möglichkeiten in nützliche Zusatzfunktionen ummünzen kann und so aus dem augenscheinlichen Nachteil der Bildschirmtechnologie nicht vielleicht sogar einen Pluspunkt macht.

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Kommentare


Bigboo73 27. Mai 2010 um 11:10

ist auf jeden fall ein super Vorhaben und wenn es nur dazu gut ist, das endlich mehr ebooks ihren weg in den freien Handel finden.

Wenn Pearl was listet kommt es auf jedenfall im Massenmarkt an.

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Scheich Xodox 27. Mai 2010 um 11:29

100 Euro ja, aber bitte richtiges Epaper und mindestens 6 Zoll Größe. Dann werden die Reader erst im Massenmarkt angekommen sein.

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Frank 27. Mai 2010 um 12:04

Och, 5 Zoll passen besser in die Tasche und reichen auch. Aber „richtiges“ ePaper muss es schon sein.

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Scheich Xodox 27. Mai 2010 um 12:46

Naja, bei 5 Zoll muss man schon arg oft blättern. Ich finde 6 Zoll ist wirklich so die untere Grenze, an der es noch benutzbar ist und dafür noch portabel. Die derzeitigen Reader mit Glassubstratdisplay würde ich mir aufgrund der Gefahr eines Displaybruches sowieso nicht in die Tasche stecken wollen.

Eigentlich müsste es ja sogar ein 8 oder 9 Zoll Display sein, sogar für Belletristik. Schau dir mal die Größe einer Seite in einem normalen Buch an. Das entspricht etwa 8 bis 9 Zoll. Und ich rede da nur von einer Seite und nicht einer Doppelseite. Du blätterst also immer noch häufiger als bei einem richtigen Buch.

Wenn doch nur Sipix mit den neuen Displays endlich mal in die Puschen kommen würde…

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Bigboo73 27. Mai 2010 um 14:22

also 5″ für ein Buch reicht vollkommen aus, jedenfalls mir.

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0815Kunde 27. Mai 2010 um 15:35

Woher kommt diese Info? Auf facebook oder auf pearl.de ist nix davon zu finden…

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Andreas’ Journal» Blogarchiv » Macht mal langsam mit den Smartphones 27. Mai 2010 um 20:56

[…] Mehr als 100 € will ich dafür nicht ausgeben. Und heute dachte ich, es sei so weit: „Pearl bringt < 100 € Reader mit Adobe DRM“ titelt lesen.net. Leider aber doch nur mit LCD-Bildschirm statt E-Paper. Also auch für unter […]

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Micro M 28. Mai 2010 um 13:04

Wann werden diese elenden LCD’s endlich der Vergangenheit angehören… Es war ja schön solange es dauerte, aber jetzt gibt es ja besseres und in Zukunft viel besseres.

Da ist vielen Menschen der schnelle Fortschritt viel zu schnell und anderen geht es nicht schnell genug…man kann es halt nicht allen recht machen.

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Bigboo73 28. Mai 2010 um 17:06

mir ist jeder neue reader lieb, der neue Player(Vertriebe) in den markt bringt, damit die Verlage auch endlich mehr ebooks zur Verfügung stellen

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Johannes 28. Mai 2010 um 19:47

@0815kunde Info kommt direkt von Pearl, siehe oben (…“wollte ein Mitarbeiter des Unternehmens im Gespräch mit lesen.net noch nicht verraten.“)

Ciao
Johannes

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Neue Cool-er Reader (ohne 3G) » eReader » lesen.net 5. Juni 2010 um 19:04

[…] E-Paper gemeinhin bekannt ist und ein “echter” eBook Reader (also ohne LCD-Panel a là Pearl) ohnehin nicht zu erwarten war, ist der Verzicht auf mehr ungebundene Konnektivität schon eine […]

Antworten

[Exklusiv] Prestigo: eBook Reader ab 110 Euro » eReader » lesen.net 29. Juni 2010 um 18:08

[…] In der Geräteklasse “kleine und günstige Mediaplayer mit erweiterten Qualitäten als eBook Reader” wird das Modell allerdings nicht lange alleine bleiben – der Versandhändler Pearl möchte im Juli ebenfalls einen solchen Device an den Start bringen, […]

Antworten

Pearl eLyricon: 99-Euro-Reader ist da » eReader » lesen.net 4. Juli 2010 um 15:49

[…] Low Budget Reader von Pearl sind da. Wie wir bereits im Mai exklusiv berichteten, steigt der Versandriese (über 5 Millionen Kunden in Deutschland) auf breiter Basis ins Geschäft […]

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Samuel 17. Juli 2010 um 14:56

NeNe, so wird das nix.

1. Kein e-ink
2. Die Akkulaufzeit ist viel zu gering

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