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Pocketbook kündigt farbigen E-Reader für 2013 an

color_pocketbook_frontlight_8_inchesNächster Anlauf für farbige E-Ink-Lesegeräte: Der ukrainische Hersteller Pocketbook will Mitte 2013 einen Acht-Zoller mit E-Ink-Triton-Panel  (4096 Farben) auf den Markt bringen, das zudem hintergrundbeleuchtet sein soll. Bleibt die Frage: Wer braucht ein solches Lesegerät?

Der noch namenlose Pocketbook-Reader, der Mitte 2013 zunächst in Osteuropa zu haben sein soll, bringt 600x800px auf ein 8″-Display. Damit ist das Gerät grobpixeliger als aktuelle “konventionelle” Lesegeräte wie Sony Reader PRS-T2 oder Kindle 5, die die gleiche Pixelmenge auf sechs Zoll anzeigen; “HD-Reader” wie Kobo Glo, Kindle Paperwhite und Bookeen HD FrontLight spielen ohnehin in einer anderen Liga (758x1024px). Hinzu kommt, dass das verbaute E-Ink-Triton-Panel zumindest aktuell noch deutlich länger für den Seitenaufbau brauchen als aktuelle Pearl-Displays (vgl. Video).

E-Ink für Magazine keine Alternative zu Tablets

Pocketbook bewirbt seinen neuen Farb-Reader in der Pressemitteilung als “ideal für alle, die gerne Magazine als PDF-Dateien lesen”. Das stimmt im direkten Vergleich mit 6″-Lesegeräten, gegenüber aktuellen Tablets sieht das Pocketbook aber sprichwörtlich alt aus. Mit 4096 Farben ist der Reader naturgemäß weit weg von der brillianten Anzeige von iPad, Nexus 7, Kindle Fire & Co. Tablets bieten zudem viel mehr Möglichkeiten (auch im Bezug auf digitale Magazine, eingebettete Videos etwa) – und das vermutlich auch noch für kleineres Geld, denn die 200 Euro für Nexus 7 und Kindle Fire wird Pocketbook schwerlich unterbieten können.

color_pocketbook_frontlight_8_inches_1Somit platziert sich das Pocketbook zwischen den Stühlen: Im Vergleich zu anderen E-Ink-Geräten wird es wohl zu langsam sein, die Textdarstellung zu bescheiden. Für bunte Inhalte werden LCD-Tablets dagegen bis auf weiteres erste Wahl sein: Die Anzeige ist hier praktisch konkurrenzlos schön, die Akkulaufzeiten fürs kurze schmökern unterwegs ausreichend, die Preise dank Konkurrenzkampf auf sehr attraktivem Niveau.

Bleiben dem Pocketbook erst einmal wohl nur ein paar Nischen, die das Unternehmen auch selbst anspricht: Für die Anzeige technischer Literatur sei der Reader geeignet, bei der Analyse von Charts gebe er eine gute Figur ab. Für die Mehrheit der Lesefreunde wird der Traum vom eierlegenden Wollmilch-Reader wohl aber auch 2013 noch nicht in Erfüllung gehen, zumal mit Qualcomm (Mirasol) ein wesentlicher Color-E-Paper-Entwickler vor Monaten die Segel gestrichen hat.

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Kommentare


Bigboo73 16. November 2012 um 09:39

Ich könnte mir das schon als interessante Nische vorstellen. Aber das beleuchtete EInk Display hat eine Auflösung von 800×600, damit ist wohl Essig mit betrachten von Comics und Magazinen.

Erst seitdem ich das ipad3 habe mit einer Auflösung von 2048×1536 kann ich A4 Magazine oder Comics ohne zoomen und scrollen anständig, entspannt lesen und ganz ehrlich wenn man lesen will, will man nicht ständig zoomen und pitchen.

1600×1200 und wir kommen ins Geschäft ;-)

Sogar der Paperwhite hat ja mit 6″ eine höhere Auflösung.

Grüße Björn

PS: noch 6 Tage und mein Liefertermin steht noch :)

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Forkosigan 16. November 2012 um 11:36

“Sogar der Paperwhite hat ja mit 6″ eine höhere Auflösung.”
Aber nicht in Farbe…

“1600×1200 und wir kommen ins Geschäft ;-)”
Dauert noch 1-2 Jahre, bis solche farbige Displays verfügbar werden…

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News zu eBooks und eReadern aus der KW46/2012 | eBooks-lesen.net 16. November 2012 um 11:57

[…] lange Akkulaufzeit und die augenschonende Darstellung. Lesenswert: Kritisch setzt sich Johannes von lesen.net mit dem Thema […]

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Bigboo73 17. November 2012 um 12:10

ja ja ich weiß nicht in Farbe ;-), aber bei 800×600 bringt auch die Farbe wenig, weil z.b. Magazine/Bücher wesentlich höhere Auflösungen benötigen. Die gezeigten Bilder sehen doch relativ gefaked aus.

Ich hoffe auf die nächsten 2 Jahre und würde mich als Softwareentwickler auch als Testperson zu Verfügung stellen :-)

Mein Killergerät wäre ein hochauflösendes 8-10″ E-Ink Lese/Schreibgerät, sehr Flach mit Wacom Unterstützung und Evernote anbindung.
Oder ein vergleichbares Format zur einfachen Dokumenten/Notizenverwaltung (GoogleDrive etc.).
Farbe wäre da ein Plus. Gruppensharing für Notizen ebenfalls

Da würde ich für meine Firma sogar gleich mehrere Ordern. Im Moment nutze ich dazu mein iPad mit Noteshelf, aber schreiben/skizzieren auf einem Touchscreen ist halt nicht so toll. Ich hatte früher den Hanvon N518 den fande ich bis auf die bescheidene Ausgabe, umständlichen Exportmöglichkeiten und den wulstigen Rahmen sehr angenehm.

Da gabs ja mal ne ankündigung mit dem noteslate http://neuerdings.com/2011/02/26/notesslate-mit-noteslate-zeig-her-deine-schiefertafel/
leider hat sich das wohl im Sande verlaufen.

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