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Pocketbook Touch Lux 3 [Mayersche] im Test

Mit einem kontrastreichen E-Ink-Carta-HD-Panel und Alleinstellungsmerkmalen wie haptischen Tasten und einem Speicherkartenslot ist das Pocketbook Touch Lux 3 auf dem Papier eine interessante Alternative zu Tolino und Kindle. Wie sich das Gerät in der Praxis schlägt, klärt unser Testbericht.

Das Pocketbook Touch Lux 3 unterscheidet sich in zahlreichen Punkten von eBook Readern der Konkurrenz. Los geht es schon bei der Auswahl: Als einziger relevanter Hersteller bietet Pocketbook seine eBook Reader hierzulande in verschiedenen Farben an. Das Pocketbook Touch Lux 3 gibt es in weiß, grau und schwarz.

Pocketbook Touch Lux 3 Mayersche Edition

Pocketbook Touch Lux 3 Mayersche Edition

Weiterhin gibt es abhängig vom Kaufort eine unterschiedliche Ausstattung. Die meisten Pocketbooks gehen bei den Regionalfilialisten Osiander (Süddeutschland) und Mayersche (hauptsächlich NRW) über die Ladentheken. Bei Osiander gekaufte Geräte haben ein bilinguales Langenscheidt-Wörterbuch vorinstalliert, bei der Mayerschen ist dafür die Shop-Integration deutlich besser (mehr dazu unten). Beide Buchhändler verkaufen das Pocketbook Touch Lux 3 nur in schwarz und weiß und derzeit für 99 Euro, leicht unter der unverbindlichen Preisempfehlung von 111 Euro.

Bei unabhängigen Buchhändlern gekaufte Pocketbook Touch Lux 3 haben den eBook Store des Grossisten Umbreit an Bord. Über andere Händler gekaufte Geräte (etwa bei Conrad, wo es das Gerät auch in grau gibt) sind an den internationalen eBook Store Bookland angebunden, der von Pocketbook selbst betrieben wird.

Für unseren Test haben wir ein Gerät von der Mayerschen bereitgestellt bekommen. Aufgrund des besseren Gerätepreises, zusätzlicher Ausstattung und vor allem aufgrund der im Vergleich besseren eBook Stores (nebst Anbindung daran) würden wir zum Kauf auch zur Mayerschen oder zu Osiander raten. Auch wenn man nicht im Ballungsgebiet dieser Filialisten leben sollte, das ist bei eBooks ja eher kein Kriterium. Weil es sich um ein offenes epub-Gerät handelt, können eBooks anschließend in jedem Fall auch aus anderen Quellen bezogen werden.

Optik und Haptik

Das Pocketbook Touch Lux 3 unterscheidet sich optisch kaum von seinen beiden Vormodellen Pocketbook Touch Lux 2 (2014) und Pocketbook Touch Lux (2013). Im Vergleich zur zweiten Geräte-Generation sind die Beschriftungen anders – das war es. Bei der Mayerschen gekaufte Geräte haben auf der Rückseite statt Hersteller- und Modell-Name außerdem das Mayersche-Logo.

Pocketbook Touch Lux 1, 2, 3 (v.l.n.r.)

Pocketbook Touch Lux 1, 2, 3 (v.l.n.r.)

Mit 17,4cm ist das Pocketbook Touch Lux 3 vergleichsweise lang (Tolino Vision 2: 16,3cm). Grund: Pocketbook musste 4 haptische Bedienelemente unter dem Display unterbringen, zwei Blättertasten sowie eine Home- und eine Menü-Taste. Damit ist das Pocketbook Touch Lux 3 der einzige „auf breiterer Basis“ verkaufte eBook Reader mit haptischen Bedienelementen. Bei Kobo und Amazon gibt es gar keine Bedienelemente auf der Vorderseite, bei Tolino-Geräten einzig eine sensorische Home-Taste.

Die haptischen Tasten sind bei allen drei Farbausführungen schwarz. Ihre Beschriftung ist beim weißen und grauen Modell weiß und damit klar kontrastierend, beim schwarzen Modell hingegen sind die schwarzen Tasten auch schwarz glänzend beschriftet. Das sieht zwar wirklich schick aus, ist allerdings schon bei normalen Lichtverhältnissen kaum und bei Zwielicht überhaupt nicht mehr erkennbar. Kein Drama, aber konsequenterweise hätte sich Pocketbook die Symbole dann auch ganz schenken können.

Mit 208 Gramm wiegt das Pocketbook Touch Lux 3 etwa so viel wie der Kindle Paperwhite 3 (205 Gramm), aber rund 30 Gramm mehr als die Konkurrenz von Tolino und Kobo. Der Unterschied ist spürbar, ohne dass sich das Pocketbook in der Hand schwer anfühlt oder es bei einhändiger Nutzung zu Ermüdungserscheinungen kommt. Vielmehr liegt das Gerät gut in der Hand, wenngleich die Rückseite gerne einen Tick griffiger sein könnte. Beim Blättern durch Wischen macht sich störend bemerkbar, dass das Display leicht ins Gehäuse versenkt ist. In dieser Preisklasse ist der Tolino Vision 2 allerdings das einzige Gerät mit planer Oberfläche („Tablet-Look“), bei dem der Finger auch über den Displayrand hinaus gleiten kann.

Zubehör

Touch-Lux-3-Kompatible Hülle

Touch-Lux-3-Kompatible Hülle

Zum Preis von 99 Euro gehört zum Lieferumfang nur ein microUSB-Kabel, mit dem das Gerät aufgeladen und das Gerät über den Computer befüllt werden kann. Bei bei der Mayerschen gekauften Geräten finden sich ab Werk außerdem vier Langenscheidt-Sprachführer (nicht zu verwechseln mit Wörterbüchern), der Krimi Der Hypnotiseur sowie eine Handvoll Leseproben im Gerätespeicher.

Ein USB-Netzteil ist bei Bedarf separat zu erwerben. Gleiches gilt für Cover und Hüllen, für deren Halt es Aussparungen auf der Oberseite des Gerätes gibt. Die Auswahl ist nicht ganz so groß wie bei Kindle-Geräten, allerdings bieten Dritthersteller schon einiges für verschiedene Geldbeutel und Vorlieben an. Achtung: Hüllen für das Pocketbook Touch Lux 2 passen, Hüllen für das Pocketbook Touch Lux 1 aufgrund der etwas anderen Rückform allerdings teilweise nicht.

Technik

Steckte im Vormodell noch ein E-Ink-Pearl-Panel, ist im Pocketbook Touch Lux 3 ein 6-Zoll-E-Ink-Display aus der aktuellen Carta-Generation verbaut. Es löst 1024x758px auf (212ppi) und damit genauso viel wie der Tolino Vision 2. Kindle Paperwhite 3 und Kobo Glo HD sind allerdings mit 300ppi schon einen Schritt weiter beziehungsweise schärfer.

Das Gerät verfügt über marktübliche 4 Gbyte internen Speicherplatz (3,2 Gbyte frei für Inhalte), die mittels microSD-Slot um bis zu 32 Gbyte erweitert werden können. Die direkten Rivalen bieten eine solche Erweiterungsmöglichkeit nicht, dafür muss man sonst in einer älteren Geräteklasse (Tolino Shine) oder Preiskategorie (Kobo Aura H2O) zugreifen. Die CPU ist auf 1 GHz getaktet, der Arbeitsspeicher mit 256 Mbyte eher knapp bemessen.

Software, Arbeitsgeschwindigkeit, Stabilität

Hauptmenü

Hauptmenü

Lange Zeit hatte das Betriebssystem von Pocketbook den Charme einer Tabellenkalkulation. Es dominierten hochfunktionale Textwüsten, grafische Elemente waren Mangelware bis Fehlanzeige. Das änderte sich im November 2014, als Pocketbook seiner Geräteflotte eine grafische Oberfläche im Stil von Amazon und Tolino spendierte.

Nach wie vor besticht das Pocketbook-Betriebssytem durch funktionale Vielfalt und durch viel Flexibilität. So können nirgendwo so einfach eigene Schriftarten installiert werden, ein vorinstallierter RSS-Reader ermöglicht die (allerdings recht fricklige) Lektüre von Web-Nachrichten und in der Bibliothek stehen etliche nützliche Kategorisierungs- und Anzeige-Optionen zur Wahl.

Mittels Dropbox-Schnittstelle lassen sich eBooks sehr komfortabel aufs Gerät bekommen. Auch per E-Mail können Dokumente in den Gerätespeicher geschickt werden – das geht sonst nur bei Amazon, wo Lesende dafür aber bekanntlich in vielen anderen Bereichen eingeschränkt ist.

Allerdings hat die Firmware auch Schattenseiten. Sie ist zwar längst nicht so instabil wie anfänglich beim Pocketbook Ultra, es gibt aber doch merklich häufiger kleine Hänger, Abstürze und Bugs als bei der Konkurrenz. So gibt das Gerät statt eines alternativen Ausschaltbildes oder des aktuellen Bucheinbandes (Einstellung im Gerätemenü) reproduzierbar einen Zahlensalat aus. Zum Ende unseres Testlaufes, der keinerlei Firmware-Eingriffe beinhaltete, war das Gerät de facto unbenutzbar, das Hauptmenü nachhaltig zerschossen – etwas, das uns in mehr als 6 Jahren eBook-Reader-Tests nicht passiert ist. Wir gehen einmal wohlwollend von einem „Montagsgerät“ aus, eine Anfrage an den Support läuft.

Auch ist die Betriebsgeschwindigkeit insgesamt etwas langsamer als bei Tolino und Kindle, das Laden größerer (PDF-)Dokumente dauert länger. Und insgesamt ist die Firmware an einigen Stellen einfach nicht zu Ende gedacht, etwa wenn über verschiedene Zugänge des gleichen Menüs an der gleichen Stelle verschiedene Text-Bearbeiten-Funktionen erscheinen oder wenn man innerhalb von Büchern ganze drei Eingaben für eine häufig genutzte Funktion wie die Regierung der Bildschirmhelligkeit braucht.

Lesen, Display, Beleuchtung

0% Beleuchtung: PBL 3 links, Tolino Vision 2 rechts

0% Beleuchtung: PBL 3 links, Tolino Vision 2 rechts

Das Pocketbook Touch Lux 3 kommt nativ mit ganzen 19 Dokumente-Formaten zurecht, darunter zahlreiche Exoten, aber auch Nützliches wie .doc/.docx. Für pdf- und epub-Dateien wird auch der (zum Glück immer weniger verbreitete) Adobe-Kopierschutz unterstützt.

Bei ausgeschalteter Beleuchtung ist der Texthintergrund beim Pocketbook Touch Lux 3 dank E-Ink-Carta sichtbar heller als beim Vormodell Touch Lux 2, die Folge sind klar bessere Kontraste. Im Vergleich zum Tolino Vision 2 und vor allem zu den höher auflösenden Kindle Paperwhite 3 und Kobo Glo HD fällt die Anzeigequalität aber ab. Auch, weil die Schrift eher gräulich wirkt und nicht so satt schwarz wie bei den letztgenannten Geräten.

Dreht man die Beleuchtung auf, kehrt sich das Bild allerdings teilweise um. Der Pocketbook Touch Lux 3 ist heller und neutraler ausgeleuchtet als Vision 2 und Paperwhite 3, der Kontrast höher. Subjektiv wiegt das schwerer als das „Mehr“ an Pixeln, die der Kindle Paperwhite 3 aufs Panel bringt, womit das Touch Lux 3 im Vergleich dieser drei Geräte bei der Beleuchtung die Nase vorn hat. Beim 30 Euro teureren Kobo Glo HD sieht Text im Vergleich allerdings noch ein kleines bisschen besser aus. Gleiches gilt für Kobo Aura H2O und für Kindle Voyage, die mit knapp 200 Euro allerdings in einer anderen Liga anzusiedeln sind.

100% Beleuchtung: Kindle PW 3 o.l., Tolino Vision 2 o.r., PTL 3 u.l., Kobo Glo HD u.r.

100% Beleuchtung: Kindle PW 3 o.l., Tolino Vision 2 o.r., PTL 3 u.l., Kobo Glo HD u.r.

Geblättert wird über den berührungsempfindlichen Bildschirm oder über die haptischen Tasten, die einen knackigen Druckpunkt haben. Die Tasten sind so platziert, dass man zu ihrer Betätigung beim einhändigen Lesen umgreifen muss oder das Gerät gleich unten statt seitlich zu halten hat – Geschmacksache. Alle vier Tasten sind weitgehend frei belegbar, und zwar doppelt (kurzer Druck, langer Druck).

Bei den Anpassungsoptionen bietet Pocketbook eine Rotation und verschiedene Zeilen- und Rand-Abstände. Weiterhin ab Werk mehrere Dutzend Fonts, die in einer lieblosen und schwierig bedienbaren Dropdown-Liste angezeigt werden. Hier wäre ganz klar weniger mehr gewesen. Vorinstallierte 6-8 übersichtlich präsentierte E-Reading-geeignete Schriftarten a là Kindle/Tolino sind aus unserer Sicht für „Normal-Kunden“ eindeutig der bessere Weg, zumal Experimentierfreudige bei Pocketbook ja ohnehin einfach eigene Fonts installieren können.

Gleiches gilt für die Anpassung der Schriftgröße. Sie ist mit einem bildschirmbreiten Schieberegeler regulierbar. Die individuell perfekte Größe ist mangels beispielhafter Vorschau mittels Trail-and-Error herauszufinden. Und zwar im doppelten Sinne, weil die Bedienung des Regelers äußerst fricklig ist. Zum Vergleich: Tolino und Kindle bieten eine Handvoll Größen nebst Live-Vorschau, die per Button anwählbar sind, bei Kobo kann man mit + und – einfach durch die Größen switchen.

Kursivschrift sieht unabhängig vom Font immer gleich aus

Kursivschrift sieht unabhängig vom Font immer gleich aus

Bei den Fonts beziehungsweise deren Implementierung hat sich Pocketbook einen üblen Schnitzer geleistet. Kursiv-Schrift wird unabhängig von der gewählten Schrift immer exakt gleich angezeigt. Das sticht ins Auge und ist bei intensiver Kursivität in Texten (Gedanken des Erzählers, Stimme des Gesprächspartners, …) eine klar Beeinträchtigung des Leseerlebnisses. Das Pocketbook Touch Lux 3 kam vor gut 3 Monaten in den Handel, das Problem besteht seit dem ersten Verkaufstag und bis heute. Ein entsprechendes Firmware Update täte langsam wirklich Not.

Schreiben, Arbeiten, PDF

Textstellen können markiert und mit Notizen versehen werden, diese Notizen sind dann auch exportierbar. Auch eine Screenshot-Funktion ist eingebaut. An Wörterbüchern bietet das Pocketbook ein breites Spektrum an Wörterbüchern des russischen Anbieters Abbyy. Die Wörterbücher haben erhebliche Schwächen bei der Erkennung grammatikalischer Formen, erfüllen darüber hinaus aber ihren Zweck.

Bei den pdf-Optionen bietet das Pocketbook Touch Lux 3 vergleichsweise viel, namentlich etwa eine (automatische oder manuelle) Anpassung der Ränder und pdf-Reflow. Innerhalb von „schweren“ Dokumenten wie unserer 18 Mbyte großen pdf-Ausgabe der TAZ gestaltet sich die Navigation aber doch sehr hakelig (siehe Video). Für solche Dateien ist das Touch Lux 3 nicht, für Präsentationen oder Textdokumente im pdf-Format schon eher geeignet. Wer nach einem Gerät zur regelmäßigen pdf-Lektüre sucht, ist bei E-Ink-Geräten allerdings generell an der falschen Adresse.

eBooks kaufen, Cloud, Apps

Der eBook Store der Mayerschen ist bei dort gekauften Geräten nativ integriert. Heißt: Es öffnet sich nicht ein Browser-Fenster mit einem entsprechend angepassten Mobile-Store, sondern eine App innerhalb des Betriebssystem. Dadurch ist die Navigation deutlich zügiger und das gesamte Stöber-Erlebnis „integrierter“. Bei der Mayersche-Edition des Touch Lux 3 ist Pocketbook in Sachen Store-Integration erstmalig wirklich auf Augenhöhe zu Tolino, Kindle, Kobo. Auch im Bezug aufs vernetzte Kauferlebnis: Am PC auf Mayersche.de gekaufte eBooks werden aufs Gerät übertragen, zur Lektüre gekaufter Dateien stehen auch Lese-Apps für Apple- und Android-Geräte bereit.

Beim integrierten eBook Store der Mayerschen gibt es allerdings noch funktionale Luft nach oben, vorsichtig formuliert. Das Angebot lädt zwar wirklich sehr fix, lässt aber selbst rudimentäre Funktionen wie die Anzeige von Rezensionen oder die Bereitstellung von Leseproben vermissen. Weil auch die Art des DRM nicht angezeigt wird, hat man in vielerlei Hinsicht die Katze im Sack zu kaufen – oder lässt es ganz einfach bleiben, was allerdings kaum im Sinne des Kölner Filialisten sein kann.

Dank epub-DRM-Support ist man ohnehin nicht auf Mayersche.de beschränkt, sondern kann etwa auch in Tolino-Stores auf Einkaufstour gehen und die Dateien dann auf einem der zahlreichen oben genannten Wege übertragen. Wer öfters mal zu eBooks von Indie-Autoren greift, kommt daran ohnehin nicht vorbei, denn hier ist die Auslage bei der Mayerschen eher überschaubar (und bei Thalia, Weltbild & Co. dank Tolino Media inzwischen beachtlich). Beim „Kernsortiment“ gibt es die Mayersche hingegen keine Blöße.

Fazit

+

kasten pocketbook touch lux 3 Die Kernkomponente, das Display, ist nicht nur ein klarer Fortschritt gegenüber dem Vormodell, sondern lässt bei eingeschalteter Beleuchtung auch die direkte Konkurrenz hinter sich. Die Kontraste sind gut, die Intensität und Ausgewogenheit der Ausleuchtung hervorragend. microSD-Slot und haptische Tasten sind mindestens ein netter Bonus, zumal sie das Gerät gegenüber dem Wettbewerb nicht nennenswert unhandlicher oder teurer machen.

Pocketbook ist mit seiner neuen grafischen Oberfläche der Balance-Akt geglückt, sein Betriebssystem gleichzeitig einsteigerfreundlicher zu machen und den Funktionsreichtum und die Wahlfreiheit zu erhalten, für die der Hersteller seit jeher von E-Reading-Profis geschätzt wird. Technisch weniger affine Menschen können sich außerdem bei der Mayersche-Edition über eine sehr gute Vernetzung von eBook Reader und Händler-Ökosystem freuen, dank der Einkauf und eBook-Übertragung deutlich einfacher von der Hand gehen…

…wobei der integrierte Store funktional meilenweit hinter der Konkurrenz liegt und Stöberer mangels jeglicher über die Buchbeschreibung hinausgehender Informationen keine Freude haben werden.

Die Firmware ist zwar sehr funktionsreich, aber längst nicht so ausgereift wie die der Konkurrenz. Es gibt etliche kleine (Ausschaltbild) und größere (uneinheitliche Kursivschrift) Bugs sowie Abstürze. Die Betriebsgeschwindigkeit ist mäßig, die Bedienung an einigen Stellen wenig intuitiv und komfortabel. Unbeleuchtet ist das Schriftbild blass und wirkt sogar ein bisschen unscharf, gerade wenn man vorher Kobo Glo HD oder Kindle Paperwhite 3 in der Hand gehabt hat. 212ppi sind ausreichend, 300ppi im direkten Vergleich dann aber eben doch schon knackiger.

=

award pocketbook touch lux 3 finalPocketbook erfreute sich viele Jahre großer Beliebtheit bei allen, die ihren eBook Reader nicht in nur innerhalb von jenen sehr engen Grenzen nutzen wollten, die andere Hersteller ihnen vorgeben. Seit jeher bietet Pocketbook unzählige Anpassungsoptionen bis hin zur Installation alternativer Anzeige-Software, von denen wir im Testbericht nur einen kleinen Teil aufgezählt haben. Aus Platzgründen – und weil all diese Anpassungsoptionen dann eben doch nur für einen kleinen Teil der Käuferschaft relevant ist.

Während für diese „Intensiv-Nutzer“ (und für alle, die unbedingt haptische Blättertasten wünschen) das Pocketbook Touch Lux 3 nahezu alternativlos und dank verbessertem Display auch eine wirklich gute Wahl ist, haben „Einfach-nur-Leser“ eine breite Auswahl. Die Betriebssysteme von Kobo, Kindle und Tolino bieten mehr Komfort und einen etwas leichteren Weg zum Buch beziehungsweise mehr Auswahl in einem besser integrierten Store (Kindle, Tolino).

Aber auch Normal-Leser machen mit dem Pocketbook Touch Lux 3 nichts falsch, in Sachen „eBooks von der Festplatte aufs Gerät bekommen“ hat das Modell sogar die Nase vorn. Und vielleicht steckt Pocketbook ja noch ein paar Stunden Entwicklungszeit in die angesprochenen Firmware-Fehler und -Unstimmigkeiten, ohne die das Gerät einen wesentlich runderen Eindruck in unserem Test gemacht hätte.

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Kommentare


Pocketbook Gewinnspiel: 6 eBook Reader + IFA-Tickets zu gewinnen » lesen.net 16. August 2015 um 17:25

[…] hat Pocketbook heute ganze 4 Modelle im Sortiment. Am meisten Verbreitung findet das von uns soeben getestete Pocketbook Touch Lux 3, das aktuelle Technik mit einer sehr intuitiv bedienbaren und […]

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TEST! Der neue Pocketbook Touch Lux 3 | OnleiheVerbundHessen 28. August 2015 um 17:09

[…] Der neue Pocketbook Touch Lux 3 ist da! Vor dem Kauf ist jedoch darauf zu achten, bei welchem Händler man das Gerät erwerben möchte, denn die Ausstattung wie auch die Farbe variieren hier. Tipps zum Kauf sowie einen ausführlichen Testbericht inklusive Video finden Sie hier. […]

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