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Pocketbook Ultra in der Warteschleife

Vor einem Monat sickerten erste Informationen zum Pocketbook Ultra durch, dem ersten eBook Reader von Pocketbook mit E-Ink-Carta-Display – und dem ersten Lesegerät überhaupt mit Kamera nebst OCR-Funktion. Eigentlich sollte das Gerät schon Mitte März vorgestellt werden, der Termin wurde aber kurzfristig verschoben. Derweil ist das Pocketbook Ultra über Grossist Umbreit bei ersten Buchhandlungen gelistet – zum Preis von 199 Euro.

Beim Pocketbook Ultra macht der ukrainisch-schweizerische E-Reading-Spezialist seinem Ruf als unkonventioneller Innovationsmotor mal wieder alle Ehre. Die Blättertasten befinden sich gemäß der Anfang März aufgetauchten Produktfotos auf dem Rücken, ebenso ist dort eine Kamera zu finden. Anders als beim Acer Lumiread, der mit seiner Kamera nur Barcodes scannen konnte, soll die Pocketbook-Ultra-Kamera zur Digitalisierung von Text verwendet werden können.

Offizielle Präsentation verschoben

Das Pocketbook Ultra soll außerdem über ein E-Ink-Carta-Display verfügen, das bislang nur im Kindle Paperwhite 2 und seit diesem Samstag auch im Tolino Vision zu finden ist. Entsprechend gespannt warteten wir und viele Interessierte auf die offizielle Präsentation des Pocketbook Ultra, die uns ein Pocketbook-Sprecher für die Pariser Buchmesse (21.-24. März) in Aussicht stellte.

Dort war dann aber nichts zu sehen vom Pocketbook Ultra, lediglich das Pocketbook Aqua erlebte eine nasse Premiere. Ein Pocketbook-Sprecher sagte uns, die Ankündigung sei verschoben worden, das Gerät werde etwas später in den Handel kommen.

In den letzten Tagen nahm nun immerhin der erste Großhändler das Pocketbook Ultra in seinen Katalog auf: An Umbreit angeschlossene Buchhandlungen listen das Pocketbook Ultra in weiß und grün mit Erscheinungsdatum 30.05. Unverbindliche Preisempfehlung: 199 Euro.

Preisniveau von Tolino und Amazon kaum zu erreichen

Auf Anfrage dementierte Pocketbook diesen Verkaufspreis, die Richtung stimmt aber wohl. E-Ink-Carta ist im Einkauf nach unseren Informationen erheblich teurer als E-Ink-Pearl-Panels, die 30 Euro Verteuerung des Tolino Vision gegenüber dem Tolino Shine entsprechen wohl noch nicht einmal dem tatsächlichen Aufpreis. Im Verbund mit der zusätzlichen Kamera und unter Berücksichtigung, dass Pocketbook als Hersteller anders als Amazon und die Tolino-Allianz das Gerät nicht über Content-Verkäufe quersubventionieren kann, wird das Pocketbook Ultra sicherlich deutlich mehr als 150 Euro kosten.

Ob hiesige Pocketbook-Vertriebspartner wie Osiander und Mayersche das Pocketbook Ultra dann auf eigene Faust mit Verlust verkaufen, ist unwahrscheinlich – sie werden sich aufs Pocketbook Touch Lux 2 konzentrieren, das bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von 111 Euro wohl zeitnah von einem „Großen“ für die üblichen 99 Euro verkauft wird. Dem Ultra hingegen steht aller Voraussicht nach ein Dasein als teurer Nischen-Reader bevor – was schade wäre, die Hardware hätte eine breitere Präsenz verdient.

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Kommentare


Pocketbook's Camera-Equipped eReader Tipped for a May Launch, Will Cost 199 Euros – The Digital Reader 7. April 2014 um 16:30

[…] Lesen.net […]

Antworten

PocketBook Ultra: eReader mit Kamera und OCR kommt im Mai – für 199 Euro? | eBook-Fieber.de 8. April 2014 um 15:19

[…] hat diesen Verkaufspreis zwar gegenüber Johannes von lesen.net bereits dementiert, aber auch keinen “richtigen” Preis genannt. Auch ansonsten bleiben […]

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Offiziell: Pocketbook Ultra ab Juni, für 169 Euro » lesen.net 21. Mai 2014 um 13:20

[…] positive Überraschung: War das Gerät vorigen Monat bei verschiedenen Buchhändlern für 199 Euro vorbestellbar war, wird die unverbindliche Preisempfehlung jetzt auf 169 […]

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Pocketbook Ultra im Test [+ Video] » lesen.net 11. August 2014 um 15:58

[…] schon die offizielle Präsentation (geplant für die Pariser Buchmesse Mitte März) verzögerte sich. Erst im Mai wurde das Pocketbook Ultra angekündigt, der offizielle Verkaufsstart auf Juni […]

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