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reMarkable: Schnelles “Papier-Tablet” jetzt vorbestellbar

Im Segment großformatiger E-Ink-Geräte bahnt sich interessanter Zuwachs an. Das reMarkable verfügt über ein hochauflösendes und bemerkenswert reaktionsschnelles 10,3″ E-Ink-Carta-Panel. Dazu gibt es einen Stylus mit ganzen 2048 Druckstufen. Auch der Preis spricht an, noch gibt es aber viele Fragezeichen.

reMarkable, ein Startup aus Norwegen, vermarktet sein gleichnamiges Produkt nicht etwa als eBook Reader, sondern als “Tablet für Papier-Liebhaber”. Schon angesichts des eher fürs Arbeiten als fürs Schmökern prädestinierten 10,3-Zoll-Panels ergibt das Sinn. Der gleiche E-Ink-Carta-Bildschirm (1872x1404px, 226ppi) wird übrigens auch im Boyue T103 stecken, den wir auf der Frankfurter Buchmesse in Augenschein nahmen. Eine integrierte Beleuchtung gibt es nicht. 

Beeindruckend niedrige Latenz

Das Kernversprechen des reMarkable lautet “papierähnliches lesen, schreiben und sketchen”. Der Bildschirm soll sich sogar wie Papier anfühlen. Eingaben sollen über den kapazitiven Touchscreen genauso verzögerungsfrei verarbeitet werden, wie man das von Smartphones und Tablets kennt – oder eben von handschriftlichen Notizen. Im Demo-Video ist die Latenz des reMarkable tatsächlich beeindruckend gering. Wenn das Gerät im Realbetrieb genauso reaktionsschnell ist – alle Achtung.

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Neben der Bedienung mit dem Finger sind Eingaben auch mit dem beiliegenden Stylus möglich. Dokumente können in Echtzeit mit anderen Geräten synchronisiert werden, und zwar in beide Richtungen. Der interne Speicherplatz beträgt 8 Gbyte, für die nötige Rechenleistung sorgt eine 1-GHz-CPU nebst 512 Mbyte RAM.

Der reMarkable ist ab sofort vorbestellbar, inklusive Stylus und schicker Filz-Schutzhülle kostet das Gerät 379 US-Dollar. Die Auslieferung soll allerdings erst im August 2017 beginnen, also in neun Monaten.

Mit seinem Formfaktor und insbesondere mit der sehr hohen Reaktionsgeschwindigkeit gehört der reMarkable definitiv zu den innovativsten E-Ink-Neuvorstellungen dieses Jahres. Entsprechend groß fiel das Medienecho aus, unter anderem berichteten Techcrunch (“klingt gut”) und Engadget (“eindrucksvoll”) über das Gerät.

Ambitioniertes Produktversprechen

reMarkable

reMarkable

Bleibt die Frage: Kann das junge Unternehmen aus Oslo die selbst geschürten Erwartungen auch erfüllen? Das Fachblog The Digital Reader ist hier extrem skeptisch und sieht den reMarkable bereits in einer Linie mit dem Noteslate, einem erstmalig vor 5 (!) Jahren angekündigten und seither immer wieder verschobenen 13,3-Zoll-Lesegerät.

reMarkable macht insgesamt einen seriösen Eindruck, das Unternehmen gibt es schon seit drei Jahren und ist alles andere als eine Briefkastenfirma. Aber an der Entwicklung eines solch innovativen Elektronikgerätes sind schon ganz andere Marktteilnehmer gescheitert. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte vor der Vorbestellung noch einige Monate ins Land ziehen lassen. Einen Platz auf der Beobachtungsliste hat sich reMarkable aber allemal verdient.  

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Kommentare


Jella Kockott-Meinshausen 27. April 2017 um 14:10

Hallo,
bitte teilen Sie mir mit, wo ich den reMarkable reader vorbestellen kann in Deutschland oder ob das nur direkt über deren web-site möglich ist. Dort ist allerdings ein anderer Preis genannt.

Vielen DAnk.
Freundliche Grüsse
Jella Kockott-Meinshausen

Antworten

E-Ink-Tablet Remarkable begeistert Fachpresse » lesen.net 6. Juni 2017 um 16:03

[…] bei der ersten Vorstellung im vergangenen Dezember erregte das Remarkable Aufsehen. Das Gerät kombiniert State-Of-The-Art-Hardware wie ein […]

Antworten

Edith Jeske 15. Dezember 2017 um 17:34

Wo kann ich das ReMarkable bestellen oder vorbestellen? Der Bestellvorgang auf der Website des Herstellers kann nicht ausgeführtwerden. Auf ebay ohne Garantie und Rückgaberechtr möchte ich nicht bestellen.
Ist das Gerät derzeit überhaupt erhältlich?
Für eine Information wäre ich sehr dankbar
Edith Jeske (MusenLust Poesiebüro)

Antworten

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