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Samsung stoppt eReader-Engagement, verschleudert AltgerÃĪte

samsung-essenGut anderthalb Jahre nachdem Samsung großspurig seinen Einstieg in den eBook Reader Markt verkÞndete (man gab als Ziel die WeltmarktfÞhrerschaft aus), findet das Kapitel fÞr den koreanischen Elektronikkonzern ein jÃĪhes Ende. Die Entwicklung und Produktion neuer GerÃĪte ist eingestellt, bereits ausgelieferte Einheiten werden derzeit mit Hochdruck abverkauft – zu wahren Dumpingpreisen.

Vom deutschen Markt hielt sich Samsung anders als geplant weitgehend fern,. Nach einer langwierigen Marktforschungsphase gab das Unternehmen im Sommer 2010 schließlich bekannt, man sehe hierzulande kein Absatzpotenzial fÞr dedizierte LesegerÃĪte – der deutsche Verbraucher verlange Farbe, Multimedia und vielfÃĪltige Funktionen. Der fÞr Anfang Mai angesetzte Verkaufsstart vom Samsung E60 war damit abgeblasen; zwar ist das Schwestermodell Samsung E65 (mit Qwerty-Tastatur statt Slider) bei einigen Online-HÃĪndlern zu haben (z.B. Neckermann), dabei handelt es sich aber wohl um Importe.

s2Offiziell launchte Samsung seine eBook Reader Familie (bzw. deren erste SprÃķsse) unter anderem in Großbritannien, den Niederlanden sowie in Frankreich. Dort mÃķchte der Hersteller das Theme nun zu einem schnellen Ende bringen: Über die franzÃķsische Supermarktkette Carrefour lÃĪsst Samsung den E60 aktuell fÞr 99 Euro (ab)verkaufen. ZusÃĪtzlich gewÃĪhrt man jedem KÃĪufer im Januar 50 Euro Cashback, womit der WiFi-Touchscreen-Reader – unverbindliche Preisempfehlung: 249 Euro – aktuell fÞr gerade einmal 49 Euro zu haben ist. Man muss kein Betriebswirt sein, um Samsung hier eine dicke rote Zahl unter dem Strich der Aktion zu unterstellen; offenbar mÃķchte das Unternehmen beim Ausstieg aus der eBook Reader Welt keine Zeit verlieren.

Auf dem CES-Stand der Koreaner waren bereits keine elektronischen LesegerÃĪte mehr auszumachen. Kollege Nate (The-Digital-Reader) wurde vor Ort gesagt, der eReader-Markt werde als nicht ausreichend profitabel beurteilt – die vergangene Jahr vorgestellte Modellpalette war die erste und letzte GerÃĪtegeneration von Samsung, man verabschiede sich aus dem Bereich.

samsung_galaxy_tab

Mit dem Galaxy Tab hat Samsung den nach wie vor einzigen (bereits verfÞgbaren) iPad-Rivalen im Portfolio; das Tablet wird mit vorinstallierter eBook-App ausgeliefert. Hinzu kommen eine ganze Reihe funktionsstarker Smartphones, auf denen ebenfalls gelesen werden kann – mit digitaler Literatur mÃķchte Samsung (indirekt) also auch weiterhin Geld verdienen. Im Bezug auf monofunktionale Hardware hatte Samsung sicherlich an dem fehlenden ContentgeschÃĪft zu knabbern – dass Amazon und Barnes & Noble, aber auch Thalia "ihre" LesegerÃĪte praktisch zum Selbstkostenpreis verkaufen und Þber die im integrierten eBook Store geshoppten Inhalte verdienen, ist kein Geheimnis. Offenbar war es schlicht nicht rentabel (genug) fÞr Samsung, sich auf die Hardware-Produktion zu beschrÃĪnken und fÞr den Vertrieb lokale Partner aus der Buchhandels-/Verlagsbranche zu finden.

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Kommentare


microm 17. Januar 2011 um 21:28

Eins ist mal sicher: fÞr 50 Takken hÃĪtte ich mir den – so ich in Frankreich wÃĪre – pauschal gekauft. Da kann man doch wohl nichts falsch machen.

Habe sogleich mal bei Ebay France nachgesehen: die werden dort fÞr 170 Euro sofortkauf angeboten. Mal sehen wie weit die in der Versteigerung gehen.

Eines ist ja klar: Mit wilden Firmwareupdates muss man wohl nicht mehr rechnen. Aber was solls, wenn der mit aktueller Firmware gut lÃĪuft.

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Thomas Knip 18. Januar 2011 um 00:34

Bei der (immer noch) Þberschaubaren GrÃķße des weltweiten eBook-Marktes kommt der RÞckzug einer großen Firma nicht sonderlich Þberraschend. Vor allem, wenn sie so relativ spÃĪt einsteigt wie Samsung.

Mir ist es auch lieber, sie konzentrieren sich auf Smartphones und Tablets. Da lassen sich noch Claims abstecken.

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carokann 18. Januar 2011 um 09:50

Auch ohne RÞckerstattung ein klarer Kauf. Wer also nahe der Grenze wohnt….

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Flobber 18. Januar 2011 um 17:51

Hmm… es schwirrt gerade durchs Netz, dass Samsung Liquavista gekauft hat …

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Jodeler 18. Januar 2011 um 19:11

Hi,

gibt es keine MÃķglichkeit das Teil per Internet zu bestellen?

Gruß Jodeler

Antworten

Eduard 19. Januar 2011 um 12:04

Samsung hat offenbar E-Book-Displayhersteller gekauft

http://www.golem.de/1101/80816.html

Antworten

#7: Oyo, Lumiread, Liquavista, eBibliothek Âŧ Rundschau Âŧ lesen.net 19. Januar 2011 um 20:12

[…] zwei Tagen erst hatten wir den Abschied Samsungs vom eBook Reader Markt vermeldet, da strafen uns die Koreaner mit einer FirmenÞbernahme ausgerechnet in diesem Bereich bereits […]

Antworten

ASUS Eee Note EA800 Rollout in (SÞd)Europa Âŧ eReader Âŧ lesen.net 1. Februar 2011 um 17:30

[…] in Deutschland sind durchaus schon leiderprobt; so machte auch Samsung mit seinem (ersten und letzten) eBook Reader E60 einen Bogen um den deutschen Markt, wÃĪhrend der Reader unter anderem bei unseren […]

Antworten

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