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Sonntagsfrage: Hersteller des Jahres

Auch wenn der deutsche eBook-Markt noch weit entfernt von Umsatzzahlen wie in den USA ist: Digitale Literatur hat in 2009 auch hierzulande einen großen Schritt nach vorne gemacht. Nicht schuldlos daran waren Hardware-Hersteller, die mit fortschrittlichen Lesegeräten eBooks erst (attraktiv) nutzbar machten. Wir suchen eure Nummer 1.

Wegbereiter für den Aufschwung von digitalen Büchern in Deutschland war zweifellos Sony, die im März ihren PRS-505 als ersten eBook Reader in den stationären Buchhandel brachten und sich bei den Verlagen erfolgreich für digitale Inhalte einsetzen. Der japanische Hersteller ist auf dem hiesigen Markt aber schon lange nicht mehr alleine, wie etwa unser Artikel zu eBook Reader als Weihnachtsgeschenk beweist.

In unserer heutigen Sonntagsfrage suchen wir euren Hersteller des Jahres. Wer hat sich in 2009 am meisten um digitale Literatur verdient gemacht, wer den besten eBook Reader in seinen Reihen bzw. das beste Gesamtpaket im Angebot?

Wer ist dein "Hersteller des Jahres"?

  • Pocketbook (2150%, 86 Votes)
  • Sony (1775%, 71 Votes)
  • Amazon (1250%, 50 Votes)
  • iRex (375%, 15 Votes)
  • Apple (325%, 13 Votes)
  • txtr (275%, 11 Votes)
  • Hanvon (200%, 8 Votes)
  • Bookeen (150%, 6 Votes)
  • iRiver (150%, 6 Votes)
  • Ectaco (125%, 5 Votes)
  • Cool-er (100%, 4 Votes)
  • Endless Ideas (0%, 0 Votes)

Total Voters: 275

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  • Sony: Launchten im März den PRS-505 (in den USA seit 2007 erhältlich), im Oktober folgte mit dem PRS-600 ein durchwachsenes Folgemodell. In Nordamerika gerade erschienen ist die Reader Daily Edition, Sonys erster Wireless-Reader.
  • Amazon: Klarer Marktführer in den USA und Begründer des andauernden eBook-Booms. Machten ihren Kindle 2 im Herbst weltweit verfügbar, fokussieren sich aber nach wie vor auf den US-Markt. Deutsche Literatur ist im Kindle-Store Mangelware, die geschlossene Plattform verhindert die Anzeige anderswo gekaufter eBooks.
  • Apple: Über 3 Millionen mal hat sich allein das iPhone hierzulande inzwischen verkauft, wird vielfach auch als Lesegerät genutzt. Im App-Store tummeln sich Programme von etlichen Verlagshäusern; auch Amazon und txtr haben ihr Angebot auf diesem Device verfügbar gemacht. Seit Monaten gibt es zudem Spekulationen zu einem Apple Tablet, möglicherweise mit augenfreundlichem Pixel Qi Display.
  • txtr: Mit vielen Vorschusslorbeeren bedachtes Berliner Startup, das einen deutschen Gegenentwurf zum Amazon Kindle verspricht: txtr Reader, txtr Store und txtr iPhone App sollen „vernetztes Lesen“ ermöglichen. Das auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober vorgestellte Lesegerät ist allerdings nicht mehr rechtzeitig zum Weihnachtsfest fertig geworden, wird erst Anfang 2010 in größerem Umfang verfügbar sein.
  • Pocketbook: Ukrainisches Unternehmen mit interessantem „Von Lesern für Leser“ Entwicklungsansatz und offenem Betriebssystem. Haben mit Pocketbook 301+ und Pocketbook 360° momentan zwei Lesegeräte auf dem deutschen Markt.
  • Bookeen: Hardwareseitig mit identischem Angebot wie Pocketbook, allerdings mit anderer Firmware. Das Cybook Opus bekam im eBook Reader Test der c’t Bestnoten, wird von etlichen Händlern verkauft (u.a. Libreka, Hugendubel).
  • Hanvon: „Erfinder der Handschrifterkennung“, bislang als OEM-Hersteller wenig in Erscheinung getreten. Der Hanvon N518 (auch Hexaglot N518) fand beachtliche Verbreitung, wurde jüngst 100x von der Bildzeitung verlost. Zeigten auch auf der Frankfurter Buchmesse interessante neue Produkte.
  • iRex: Holländischer eReader-Pionier, bislang eher im B2B-Segment angesiedelt (u.a. mit dem einzigen in Deutschland verkauften 10″ Reader). Stellten mit dem iRex Digital Reader 800SG ihr erstes Lesegerät für Endkunden vor, das in den USA inzwischen eigentlich schon erhältlich sein sollte. Die Auslieferung verzögert sich aber offenbar.
  • Ectaco: Ebenfalls schon lange im Geschäft, haben momentan mit dem jetBook das günstigste Lesegerät Deutschlands im Angebot (allerdings ohne Adobe DRM-Support). Setzten hier wie beim jetBook Lite auf ein reflektives TFT-Display statt E-Ink.
  • iRiver: Der koreanische Spezialist für MP3-Player überraschte im September mit der Vorstellung eines eBook Readers, der schon kurz darauf im Sortiment von Hugendubel auftauchte. Im Test schlug sich das optisch an den Kindle angelehnte Lesegerät wacker, zeigte jedoch Schwächen bei der pdf-Unterstützung.
  • Endless Ideas: Das Bebook von Endless Ideas ist ein Klassiker auf dem deutschen eReader-Markt, das seit kurzem verfügbare 5″ Gerät Bebook mini eine interessante Low Budget Option.
  • Cool-er: Hersteller eines knallbunten Lesegeräts mit großen Zielen: Im kommenden Jahr will man hinter Amazon die Nr.2 auf dem US-Markt sein. Dazu ist unter anderem ein Lesegerät mit Farbdisplay in Planung. Der erste Cool-er Reader ist hierzulande bei Weltbild zu haben.

Die Abstimmung läuft eine Woche, am kommenden Sonntag präsentieren und analysieren wir in einem weiteren Artikel die Ergebnisse. Vielen Dank fürs Mitmachen!

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Kommentare


Baumi 20. Dezember 2009 um 08:51

Kann ich für mich nur schwer beantworten – zumindest was den deutschen Raum angeht. Kein Hersteller konnte mich hier dieses Jahr voll überzeugen: Sony vertreibt hier Auslaufmodelle, Amazon ist durch Datenübertragungs-Preis und Buchauswahl unattraktiv, txtrs großen Versprechungen folgte in diesem Jahr erstmal Ernüchterung, Bookeen kriegt es mit der Firmware nicht auf die Reihe, und der Rest war unauffällig. Bis auf Pocketbook, die hatten bisher einen tollen Start, sind aber noch zu frisch im hiesigen Markt, um ihn so geprägt zu haben, wie ich das beim Titel „Hersteller des Jahres“ erwarten würde. Vielleicht nächstes Jahr, wenn sie so weiter machen. :-)

Antworten

Deckard 20. Dezember 2009 um 11:41

Ich habe für Amazons Kindle2 gestimmt, weil Amazon ein zwar in sich weitgehend geschlossenes, aber gut durchdachtes Gesamtkonzept bietet.

Ich habe einen Kindle und ein iPhone und kann beide Geräte über Whispernet synchronisieren. Auch der Download von Büchern über das Mobilnetz gefällt. Die Auswahl an Büchern ist immens mit immerhinca. 320.000 Titeln für Europa und ich denke und hoffe, dass dieses Jahr auch zunehmend deutsche Titel erhältlich sein werden. Evtl. auch ein Epub-Support mit der Fähigkeit Adobe-DRM zu verarbeiten.

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Julia 20. Dezember 2009 um 14:35

Dank eines Firmware-Updates kann der iRiver nun auch .pdf-Dateien problemlos anzeigen.

Antworten

Thomas Knip 20. Dezember 2009 um 18:38

Seufz … der Hinweis ist beim Kindle in dieser Form nicht korrekt. Es lassen sich sehr wohl eBooks anderer Shops anzeigen, solange diese ohne DRM sind, wie z.B. beam eBooks sie anbietet.
Dann lassen sich prc- und pdf-Dateien per USB und ePub über den Umweg von calibre problemlos hochladen.

Das Problem ist das DRM, nicht nur Amazons in sich geschlossenes Shopsystem.

Antworten

Johannes 21. Dezember 2009 um 01:55

@Julia Kann ich so nicht bestätigen – mir wurde von Story-Nutzern berichtet, auch nach dem Firmware-Update gebe es bei pdfs Probleme

@Thomas Das ist mir klar, darauf weise ich auch häufig genug hin. Aber populäre dt. Literatur wird eben (wie du weist) momentan in aller Regel nur Adobe-geschützt angeboten, da bleiben Kindle-Nutzer derzeit außen vor.
In einer kurzen Zusammenfassung wie oben lässt sich der ganze Themenkomplex halt nicht adäquat zusammen fassen, dafür gibt’s ja Links (hab‘ da oben nun nochwas nachgetragen)

Ciao
Johannes

Antworten

Tissi 21. Dezember 2009 um 19:47

Ich habe für Pocketbook gestimmt.
Habe mir vor 2 Wochen das Pocketbook 360 gekauft und bin absolut zufrieden mit dem Gerät. Es ist wirklich eine Bereicherung.
Das offene Format ist spitze und der Support erstklassig! Daher von mir den ersten Platz!

MfG

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