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Sony Reader Pocket Edition ab Februar „offiziell“

prs-300s1_lgSchon seit Monaten als UK-Import auch bei uns zu haben, bringt Sony seine Pocket Edition nun endlich auch auf regulärem Weg nach Deutschland. Der schon im August vorgestellte und seitdem unter anderem in Holland und Großbritannien verkaufte Fünf-Zoller kommt Ende Februar in den hiesigen Buch- und Elektronikhandel, wird hier wohl den Sony Reader PRS-505 beerben.

Beim Sony Reader Pocket Edition (Produktnummer PRS-300) handelt es sich um einen klassischen „NoFrills-Reader“ im namensgebenden Pocketformat. So fehlen der Pocket Edition etwa ein MP3-Player und entsprechend auch ein Kopfhöreranschluss, weiterhin sind die 512 Mbyte nicht erweiterbar.

daily2Trotz der kompakten Abmessungen fällt die Sony Reader Pocket Edition mit 215 Gramm vergleichsweise schwer aus – das ähnlich dimensionierte Pocketbook 360°/Cybook Opus bringt 60 Gramm weniger auf die Waage. „Schuld“ daran ist das Alu-Gehäuse der Pocket Edition, während die Konkurrenz durchweg im (je nach Standpunkt minderwertigen oder funktionellen) Plastikgewand daher kommt.

Mit 199 Euro ist die Sony Reader Pocket Edition exakt so bepreist wie zuletzt der „Klassiker“ Sony Reader PRS-505, der seit Monaten abverkauft wird und mittlerweile selbst im Sony Store nicht mehr vorrätig ist. Dabei bedeutet „älter“ nicht gleich „schlechter“: Wer Wert auf SD-Kartenslot und ein großes Display legt und etwas langsameres Blättern sowie 70g Mehrgewicht verschmerzen kann, kann mit einem last-minute Kauf bei Libri liebäugeln.

Alternativ bietet sich in dieser Geräteklasse auch der c’t Testsieger Cybook Opus an, mit 209 Euro (Sonderpreis bis Ende Januar) liegen die beiden Modelle preislich auf einem Niveau. Im Vergleich hat das Cybook Opus dabei die deutlich bessere Ausstattung, etwa doppelt soviel Speicherplatz plus Erweiterungsmöglichkeit. Sony bietet dafür als einziger Hersteller eine eigene Verwaltungssoftware für DRM-geschützte Dateien als Alternative zu Adobe Digital Editions an.

Unterm Strich ist die Pocket Edition sicherlich kein schlechtes Lesegerät, aber auch nicht gerade konkurrenzlos. Der 5″ Device kann sich weder über besonders kompakte Abmessungen noch über den Preis nennenswert differenzieren – schon für 40 Euro mehr gibt es mit dem Amazon Kindle 2 einen Reader ganz anderen Kalibers.

Wer einfach nur lesen will und der kabelgebundenen Übertragung von eBooks aufgeschlossen gegenüber steht, macht mit der Pocket Edition trotzdem nichts falsch und kann sich über eine exzellente Verarbeitung freuen. Ungeduldige, die nicht bis zum offiziellen Rollout in vier Wochen warten wollen, können sich eine britische Pocket Edition bei Comtech (via Amazon) shoppen und dabei auch noch 15 Euro sparen – weil im Lieferumfang ohnehin kein Ladegerät (für das es einen Adapter bräuchte) und die Firmware generell mehrsprachig ist, gibt sich das nichts. Comtech gewährt 12 Monate Garantie, bei später auftretenden Defekten müsste das Lesegerät wohl an Sony UK verschifft werden.

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Kommentare


Rob 25. Januar 2010 um 11:50

Der Vertrieb in D war absehbar, seit längerem konnte man schon über die Sony Support Seite das Handbuch auf deutsch für die Pocket Edition herunterladen.

Antworten

Johannes 25. Januar 2010 um 12:25

Die Preispolitik muss mir noch erklärt werden … 200 Euro für einen kleineren eBook Reader mit weniger Funktionen als der PRS 505? Warum glauben alle Hersteller eigentlich die Preise in Deutschland mal eben verdoppeln zu müssen?
Tja, für mich heißts somit weiterwarten :)!

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Rob 25. Januar 2010 um 18:53

–> Johannes
Ja, muss man mir auch noch erklären ;-).

Sony sollte sich anstrengen die Daily Edition hier bald auf den Markt zu bringen, dann würde ich wohl auch meinen 505 abgeben.

Antworten

bxx 25. Januar 2010 um 23:20

Passt doch: die ebooks sind in D ja auch teurer…

bxx

Antworten

Thomas Knip 26. Januar 2010 um 02:30

Mit einem Einstiegspreis von 199.- sind in einem halben Jahr als Sonderangebote auch 149.- rechnerisch möglich. Das wäre dann auch ein sehr reizvoller Preis.

Early adopter zahlen meist drauf.

Antworten

clinne 27. Januar 2010 um 23:25

@ Thomas:
Solange wie das Gerät schon International auf dem Markt ist würde ich das nicht mehr als „Early adopter“ bezeichnen.

Ich bin mit meinem 505 jedenfalls sehr zufrieden und könnte mir ein kleineres Display nicht vorstellen. 6 Zoll sollten es schon mindestens sein

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