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Sony Reader Pocket Edition, Touch Edition aufgefrischt

sony_reader_touch_edition_prs650-html_664576_g2Erwartungsgemäß hat Sony heute seinen beiden hierzulande erhältlichen Lesegeräten Sony Reader Pocket Edition und Sony Reader Touch Edition einen Facelift verpasst. Die neuen Modelle hören auf die Nummern PRS-350 (Pocket Edition) und PRS-650 (Touch Edition), wobei es insbesondere beim Einstiegsmodell umfangreiche Updates gab. Die Touch Edition weist hingegen eine kleine Enttäuschung auf.

sony_reader_pocket_edition_prs350Die neue Sony Reader Pocket Edition entfernt sich konzeptionell ein gutes Stück vom NoFrills/Konzentration-aufs-Lesen-Ansatz, der uns im Test eigentlich ganz gut gefallen hat. Im Wesentlichen zeichnet sich dafür der nun berührungsempfindliche Bildschirm verantwortlich, welcher eine gleichsam vereinfachte und erweiterte Usability gewährleistet – inklusive ist jetzt unter anderem ein Englisch-Deutsch Wörterbuch. Für eBooks (MP3s werden weiterhin nicht unterstützt) stehen künftig 2 Gbyte statt 512 Mbyte zur Verfügung; der Speicherplatz ist nach wie vor nicht erweiterbar.

sony_reader_touch_edition_prs650_2Zur Sony Reader Touch Edition gab es zuletzt Gerüchte, infolge des Updates bekäme der Sechs-Zoller ein WiFi-Modul spendiert – leider eine Fehlinformation, wie sich nun herausstellt. Die technischen Veränderungen beschränken sich hier auf einen aktualisierten Touchscreen und eine SSD-Vergrößerung auf ebenfalls 2 Gbyte (via SD-Karte um bis zu 32 Gbyte erweiterbar). Nach wie vor lässt sich der Sechs-Zoller auch zur Wiedergabe von Musik verwenden.

Bei beiden Geräten ist zweifellos der Bildschirm die entscheidende Neuerung. Sony verbaut die auch im neuen Kindle 3 eingesetzten neuen Pearl-Displays von PVI/E-Ink (50% höhere Kontraste, schnellere Blätterzeiten), hat sich beim Touchscreen zudem etwas besonders Raffiniertes einfallen lassen. Sony Deutschland bewies an dieser Stelle Humor, als sie in der Pressemitteilung zur neuen Reader-Generation folgendes texteten:

Das Herzstück eines jeden digitalen Lesegerätes von Sony ist das Display, das bei den neuen Reader Modellen nochmals verbessert wurde: Wo  andere Displays bei starker Sonneneinstrahlung versagen, spielt der extrem kontrastreiche innovative Touchscreen des Reader seine Stärken voll aus.

4Die ‚alte‘ Sony Reader Touch Edition kam – wie schon dessen Vormodell PRS-700 – mit einem erbärmlich spiegelnden und milchigen „Herzstück“ in den Handel, bei direkter Sonneneinstrahlung ist der Reader de facto nutzlos (Testbericht). Umso erfreulicher, dass die Sony Entwicklungsabteilung diesmal offensichtlich keine Kosten & Mühen gescheut hat, einen auch draußen nutzbaren Touchscreen zu zimmern. Die Japaner nutzen nun Infrarot: Ein optischer Sensor erkennt Finger oder Stylus auf dem Touchscreen und ordnet den Berührungspunkt einer Matrix zu, anhand der die gerade auf dem Bildschirm ausgeführte Aktion errechnet wird.

Was sich etwas abstrakt liest, soll prima funktionieren. Die Kollegen der PC World haben die neue Touch Edition bei ihrer Präsentation bereits in die Finger bekommen und äußern sich begeistert: „All die alten Probleme sind weggeblasen“, der Touchscreen spreche äußerst zügig und exakt auf Eingaben an. Auch Teleread ist überaus  angetan sich begeistert hinsichtlich Kontrasten und (Nicht-Spiegelungen): Es sei kein Unterschied zum Kindle 3 erkennbar – das größte Kompliment, was man einem Touch-Reader derzeit machen kann. Tatsächlich sollen die neuen Sony Reader sogar etwas schneller blättern, zudem sind die Schwarzwerte anpassbar (was gegenwärtig einzigartig ist).

sony_reader_pocket_edition_prs350_2Mit dem Modell-Update näheren sich die Preise von Sony Reader Pocket Edition und Sony Reader Touch Edition wenig überraschend an: Die neue Pocket Edition ist mit 179 Euro 10 Euro teuer als das Vormodell, die neue Touch Edition mit 229 Euro 30 Euro günstiger. Deutscher Verkaufsstart der beiden Lesegeräte ist Oktober; nach wie vor nicht in Deutschland verfügbar ist die neue Sony Reader Daily Edition – der Sieben-Zoller bringt als einziger Sony Reader einen kabellosen Zugang zu digitalem Content mit, ist aber auch nach über einem Jahr noch US-only.

Sony verweigert sich erkennbar dem insbesondere in den USA tobenden Preiskrieg zwischen Barnes & Noble (Nook) und Amazon (Kindle), deren Lesegeräte doch ein gutes Stück günstiger sind. Kommentar Sony: Die Schlacht wird noch nicht jetzt entschieden. Auch WiFi/3G kann der Hersteller wenig abgewinnen – Steve Haber, Chef der Reader-Unit im Hause Sony, hält diese Funktionalität aus Kundensicht für sekundär. Ob das die Kunden trotz immer neuer (und günstigerer) WiFi-Konkurrenz tatsächlich so sehen und Sony ein goldenes Weihnachtsgeschäft bescheren oder die Bequemlichkeit eines unmittelbaren eBook-Zugangs nicht doch überwiegt, wird sich spätestens im Januar beurteilen lassen können.

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Kommentare


eBook Reader auf der Ifa 2010 » Topnews » lesen.net 1. September 2010 um 20:16

[…] Nichts desto trotz könnte am Messestand die noch nicht offiziell gemachte neue Reader-Generation präsentiert werden; wesentliche Veränderungen sind ein Touchscreen im PRS-350/Pocket Edition und ein WiFi-Modul im PRS-650/Touch Edition. Sony veranstaltet morgen in New York City ein Pressevent, Thema ist die eigene eBook Reader Familie und damit höchstwahrscheinlich auch die neuen Lesegeräte. (Update 01.09.: “Sony Reader Pocket Edition, Touch Edition aufgefrischt.“) […]

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Rob 1. September 2010 um 21:09

Einen Kommentar bei Teleread fand ich auch sehr interessant: „Page turns are definitely faster than my Kindle 3…“.

Woawh :)

Etwas enttäuscht bin ich nur über das fehlende WLAN, aber das Gerät hat auch keinen Browser wie der Kindle. Und einen funktionierenden eBook store für D kann ich mir von Sony nicht vorstellen im Moment. Schade, da der US Store wirklich gut ist.

Vielleicht kommt mal irgendwann die Daily Edition nach D. Aber der neue Touch ist so gut wie bestellt für mich.

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carokann 1. September 2010 um 21:15

Hier der neue Werbespot.

Ab ca 48 sec wird es interessant. Es wird umgeblättert und der screen sieht wirklich gut aus.

Jetzt bin ich gespannt, ob Medion ein ähnlich gutes Display bieten kann und Sony in Deutschland doch zum Preiskampf zwingen wird, denn viele Konsumenten in der Masse werden den Import des Kindle scheuen.

Der Medion soll ja auch WLAN haben.

http://www.youtube.com/watch?v=SdOUlOeXjzQ

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Achim 1. September 2010 um 21:20

Ist Stieg Larsson der Inbegriff eines eBook-Autors? oO
Ich mein, ist irgendwie schon seltsam, dass Sony das gleiche Buch einblendet wie Amazon.

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Rob 1. September 2010 um 21:27

-> Achim: verkauft sich im Moment halt wie warme Semmel ;)

Ach ja, eine Sache ist auch nicht erwähnt. Sony entwickelt noch Apps für das iPhone und Android. Also eine ähnliche Funktionalität wie der Kindle, wobei es mit den zwei „Kleinen“ kein Weiterlesen wie beim Kindle geben kann.

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Johannes 1. September 2010 um 22:12

@carokann Eingebunden, dankeschön…freu mich schon aufs Ausprobieren auffa Ifa, sieht wirklich lecker aus :)

Btw schaut euch im Video mal die Szene 1:14-1:19min an, total traurig…der Gesichtsausdruck vom Mann sagt: *omg*, ich habe sie an einen Sony Reader verloren ^^

Ciao
Johannes

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markus 2. September 2010 um 02:57

Auf der Sony Webseite wird sogar schon der neue Reader angepriesen
http://www.sony.de/product/rd-reader-ebook/prs650b.cew
mit den entsprechenden Daten. Der PRS 600 Touch war mein erster und bisheriger. Ich wollte halt mal ausprobieren ob das etwas für mich ist.
Tatsächlich finde ich das Gerät vom Style her ganz gut, jedoch störte mich der fehlende Kontrast. Da das jetzt offenbar behoben ist, bin ich wohl einer der ersten, der sich die neue Version holen wird. Mir wären zwar 8 bis 9 Zoll größe lieber, aber diese Geräte sind dann immer völlig über teuert.
Außerdem darf man sich sicher sein, dass man wenn mal etwas Support nötig ist Sony diesen auch leisten wird.

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Gucky 2. September 2010 um 09:41

Schade mein 600 ist noch zu neu um umzusteigen. Aber ein besseres Display ist natuerlich ein gutes Argument. Gibt es schon News ob auch die Prozessorleistung gestiegen ist? Meiner ist mir schlicht zu langsam, damit meine ich nicht nur das umblaettern. Da wird mit Erweiterungskarten mit bis zu 32 GB geworben. Hat schon mal einer bei Sony probiert was bei einer vollen Karte passiert? Ich habe ein 16 GB Karte und da sind rund 7000 PDF drauf (knapp 6GB). Er braucht zum indizieren geschlagene 12 Stunden. Voellig unpraktikabel.

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R 2. September 2010 um 18:05

Sehen beide doch gut aus!
Wenngleich ich persönlich einen Touch-Screen gar nicht bräuchte.
Ein paar geschickt angeordnete Tasten täten es auch…

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Markus 2. September 2010 um 22:37

Ich frage mich allerdings, wo der Preis von 229 € herkommt. Der Reader ist auf der Webseite von Sony vorbestellbar für 249,00 €.
https://www.sonystyle.de/shop/Reader-E-Book/Reader-E-Book/PRS650B.CEW
Wenn ihn einer für den günstigeren Preis sieht, so möge man mir doch bitte mitteilen wo.

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Thomas D. 3. September 2010 um 08:50

vor allem finde ich die Touchscreentechnik beeindruckend. So was gabs auch mal bei einem sehr kleinen Windows Mobile Smartphone. Das tolle daran ist, dass man wie bei einem kapazitiven Screen eine feste Glasoberfläche hat (bei einem eReader wohl eher nicht) – aber auch Stiftbedienung möglich ist. Was mir viel lieber als die Fingerdapperei ist.

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carokann 3. September 2010 um 09:08

Ein möglicher Konkurrent ist der Medion.

http://www.computerbild.de/artikel/cb-News-Notebooks-Medion-zeigt-E-Book-Reader-auf-der-Funkausstellung-5571156.html

6-Zoll touch
auch Stiftbedienung
WLAN
8000 Seitenwechsel
Dateiformate: ePub, PDF, Html, Word
MP3
2 Gigabyte interner Speicher, erweiterbar mit micro-SD
USB, Kopfhöreranschluss
Stiftbedienung

Erscheinungstermin: „zu Weihnachten“

Unbekannt: Qualität des touch-screens
Preis

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microm 3. September 2010 um 12:04

Wurde aber auch Zeit, das Sony das Display verbessert hat. Mich persönlich wundert es, das die mit dem alten Display überhaupt ein Gerät verkaufen konnten…

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Sony Reader Pocket Edition PRS-350 angefasst » eReader » lesen.net 5. September 2010 um 14:55

[…] Zuge des jüngsten Modell-Refreshs hat Sony seine Pocket Edition deutlich aufgewertet: Aus dem ehemals monofunktionalen […]

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Markus 8. September 2010 um 11:57

Update: Sony hat den Preis von 249 nun auf den von Johannes angekündigten Preis von 229 eingestellt, siehe link oben. Freu und bestellt :-)

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Farbige E-Paper kommen, aber erst (ab) 2011 » eReader » lesen.net 13. September 2010 um 20:42

[…] ausgestatteter Devices abhängen. Mit den neuen Pearl E-Ink Panels (unter anderem im Kindle 3 und den neuen Sony Readern) wurde die Messlatte in Sachen Textdarstellung noch ein bisschen höher gelegt: Wer sich heutzutage […]

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Sony zeigt flexible E-Paper » eReader » lesen.net 16. September 2010 um 21:04

[…] die überarbeitete Sony Reader Modellfamilie kurz vor ihrem Verkaufsstart steht, gab Sony auf seiner alljährlichen Hausmesse auch mal wieder […]

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Acer Lumiread günstiger, Oyo Zubehör teurer » eReader » lesen.net 24. September 2010 um 20:03

[…] Vizplex-Generation integriert ist, kann auch das Schriftbild wenig begeistern: Der Kindle 3 sowie die neuen Sony Reader (Pearl E-Ink) haben hier deutlich bessere Kontrastwerte und schnellere Blätterzeiten, das […]

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axpro A60 mit optischer Multitouchscreen, WiFi » eReader » lesen.net 11. Oktober 2010 um 14:29

[…] Sony (PRS-350 + PRS-650) setzt axpro auf einen neuartigen sogenannten optischen Touchscreen. Berührungen des Bildschirms […]

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Mark 12. Oktober 2010 um 10:13

Ich kann nur sagen der Sony 650 ist einfach Hammer. Ich hatte davor den Hanvon 518 und die Blättergeschwindigkeit was nicht berauschend. Der 650 ist sauschnell und hat geile Sachen, wie z.b Helligkeit und Kontrast Einstellung, der Seitenmodus ist so was von gut also wer viele PDF liest ist damit bestens bedient. Wofür gibt’s Kartenleser-Geräte, da braucht man kein WLAN. Klare Kaufempfehlung von mir. Habe ein paar Fotos hochgeladen…

http://www.abload.de/gallery.php?key=ycnhdW3s

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