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Sony Reader PRS-700 Review Roundup

sony-prs-700Als der Sony Reader PRS-505 im März 2009 begleitet von viel Marketing in den deutschen Handel kam, war das für langjährige eBook-Freunde eine Enttäuschung. Denn Sony verkauft hierzulande die letzte Gerätegeneration – schon Ende 2008 wurde mit dem Sony Reader PRS-700BC ein deutlich weiter entwickeltes Folgemodell veröffentlicht.

Wichtigste Neuerung beim PRS-700 ist ein berührungsempfindlicher Bildschirm, mit dem eine komplett überarbeitete Bedienung einher geht. Geblättert wird beim neuen Reader etwa mit einem Wisch über den Bildschirm (wie beim iPhone),  seitliche Navigationselemente und die beiden Steuerkreuze vom Sony Reader PRS-700 fielen weg. Text kann einfach durch Berührung markiert werden, bei Bedarf lassen sich über eine virutelle Bildschirmtastatutr Notizen anlegen.

prs-700-1Integriertes Leselicht ermöglicht die Lektüre in dunkler Umgebung ohne weiteres Zubehör. Eine im Vergleich zum Vormodell mehr als doppelt so starke CPU beschleunigt Navigation und Blättern deutlich, auch der interne Speicherplatz wurde verdoppelt. Eine komplettes Modellüberarbeitung also – allerdings nicht ausschließlich zum Besseren.

In den mittlerweile zahlreichen internationalen Testberichten wird immer wieder ein im Vergleich zum Vormodell deutlich schlechterer Kontrast bemängelt. Durch die zusätzliche Bildschirmlage für die Berühungsempfindlichkeit ist das Display zudem deutlich spiegelnd und schlechter lesbar als bei “konventionellen” Lesegeräten. Für einen reinen eReader stellt die Qualität der Textwiedergabe zweifelos das wichtigste Merkmal dar – einen Patzer gerade in diesem Bereich hätte man von Sony nicht erwartet.

Hinzu kommt, dass eine wichtige neue Funktion – das Leselicht – nur halbherzig implementiert wurde. Die seitlich (statt hinter) dem Display angebrachten LEDs erfüllen ihren Zweck, verströmen aber nur ein augenfeindliches Dimmlicht und sind üble Akkufresser. Die vom Hersteller in Aussicht gestellten 7500 Blättervorgänge werden mit Beleuchtung bei weitem nicht mehr erreicht.

Viele Tester vermissten beim Sony Reader PRS-700 eine Funkverbindung zur Übertragung von eBooks aus dem Internet ohne den Umweg PC. Das erscheint in Deutschland (noch) außergewöhnlich, ist im “Kindle-Country” USA aber eigentlich schon ein Must-Have – zumindest wenn man den Kindle-Verkaufspreis um $50 überbietet. Sony setzt dem eine groß angelegte Kooperation mit Google (1 Million gratis eBooks für US-Kunden) und viele unterstützte Formate entgegen, woraus eine größere Auswahl an eBook-Quellen resultiert.

sony-reader-prs-7003Unter dem Strich ist der Sony Reader PRS-700BC sicherlich kein schlechtes eBook-Lesegerät und hätte durchaus Amazon Marktanteile streitig machen können. Mit dem schlechten Display, dass etwa die Redakteure von CNET nach längeren Tests sogar zu einer nachträglichen Abwertung der ohnehin schon mäßigen Note bewegte (jetzt 68%), ist der ganz große Verkaufserfolg bislang aber ausgebelieben.

Entsprechend scheint das Modell schon auf dem Weg zur Resterampe: Für $399 in den Handel gekommen, ist der Sony Reader PRS-700 inzwischen schon für $309 zu haben. Zum Vergleich: Der ein Jahr ältere Sony Reader PRS-505 ist in den Staaten nur noch $30 (20 Euro) günstiger. Dass der PRS-700BC überhaupt noch einmal in Deutschland auf dem Markt kommt, erscheint vor diesem Hintergrund sehr unwahrscheinlich.

Bleibt zu hoffen, dass Sony bei künftigen Modellen eine Verqicklung von e-Ink Technologie und Touchscreen gelingt, bei der die Lesbarkeit nicht auf der Strecke bleibt. Mit dem Sony Reader PRS-600 steht offenbar schon ein entsprechender Device vor der Tür.

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Kommentare


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PeterShow 1. Mai 2011 um 04:37

“9 Kommentare
Was sagst du dazu?”

Ich sag dazu dass ich keine Kommentare sehe….


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