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Studie: eReader ein Plus für die Umwelt

cleantechDer Klimawandel rückt immer mehr in das Bewusstsein von Politik, Verbrauchern und damit auch der Wirtschaft. „Green IT“ ist schon seit Jahren ein Schlagwort für die wachsende Bedeutung von Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit bei der Entwicklung elektronischer Produkte.

Doch während es zumeist nur darum geht, Technik möglichst wenig umweltschädlich zu machen, geht der Gedanke bei eReadern sogar noch einen Schritt weiter. Wer Bücher auf Amazon Kindle & Co. statt in gedruckter Form konsumiert, trägt aktiv zur Reduktion von CO2-Emissionen bei.

amazon_kindle_2_05.jpgDas ist das Ergebnis einer gestern publizierten Studie der Cleantech Group, einem global aufgestellten Marktforschungsunternehmen mit dem Fokus Green IT. Zitat aus der Pressemeldung: „Die Studie zeigt, dass eReader eine wichtige Rolle bei der Verbesserung der Nachhaltigkeit in der Verlagsindustrie spielen können, einem der derzeit umweltschädlichsten Sektoren weltweit.“

Schon nach einjähriger Nutzung (ausgegangen wird von in diesem Zeitraum 22,5 gelesenen eBooks) amortisiere sich beispielsweise ein Amazon Kindle für die Umwelt. Bei unverändertem Leseverhalten sparen eReader-Nutzer von da an 165 Kilogramm CO2 pro Jahr ein, indem sie elektronische statt gedruckte Bücher lesen. Die Zahlen gelten freilich nur für den Kindle, wo die Inhalte direkt auf das Lesegerät geladen werden: Steht zwischen eBook und eReader noch ein PC, dürfte die Umweltbilanz deutlich negativer ausfallen (wobei der Computer sicherlich nicht nur als „Bindeglied“ gekauft und genutzt wird).

Interessantes Detail am Rande der Studie: Cleantech geht von 45% Marktanteil für Amazon auf dem eReader-Markt in den USA aus. Sony kommt mit seiner (wachsenden) Modellfamilie auf 30%, während sich weitere Anbieter die restlichen 25% teilen müssen.

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Kommentare


Olivera 20. August 2009 um 20:08

Sehr interessant. Ich finde es klasse, einen Anhaltspunkt zu haben, ab wann ein Reader umweltfreundlicher als Bücher ist. Das hatte ich mich schon öfter gefragt. Da ich ca. 10 eBooks im Monat lese, stellt sich der positive Umweltaspekt bei mir sehr viel früher ein. Das find ich gut :0))

Ich bin gespannt, ob es weitere Studien geben wird, die die Zahlen bestätigen.

Ob man für den Reader einen Rechner braucht oder nicht, finde ich auch unerheblich, da man in der Regel erst einen PC hat und erst später einen Reader. Ich denke nicht, dass es viele geben wird, die sich nur wegen der Befüllung ihres Readers extra einen PC kaufen werden, den sie für nichts anderes verwenden.

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Christian 22. August 2009 um 19:28

Das wird auch Zeit, das das mal wer ausspricht. Seit fast sechs Jahren habe ich ein eBook Portal mit kostenlosen deutschen ebooks im Netz. Zu lesen auf fast jeder plattform. Ob Win, mac oder PDA/iPhone überall ein Format. Es entfällt lästiges umwandeln beim systemwechsel. Hilfen für Autoren ist auch inbegriffen. Vorrausgesetzt das werk ist dann kostenlos anzubieten!

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LG plant solarbetriebenen eReader » eReader » lesen.net 12. Oktober 2009 um 13:02

[…] integrierte Solarzellen wird die ohnehin grüne Technologie eReading noch ein bisschen umweltfreundlicher.Mindestens genauso wichtig aber ist die […]

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20-Dollar-Reader für Entwicklungsländer geplant » Debatte » lesen.net 22. Juli 2010 um 12:47

[…] Hoffnung, dass sich zeitnah Unterstützer für das ehrgeizige Projekt finden. In jedem Fall ist es immer wieder schön zu sehen, dass elektronische Texte auch abseits von Komfort- und Kostenvorteilen einen […]

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Passepartout 11. Oktober 2010 um 15:52

Danke für den Artikel, danach habe ich gesucht. Es fallen einem schon die Augen raus, wenn man sieht wieviel Baum für 1kg Papier benötigt wird.

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Hans 14. September 2012 um 17:04

Seltsam nur,

dass sowohl die Herstellungsbedingungen, als auch die Entsorgungsproblematik nicht in die Ökobilanz eingehen.
Wer nur auf die CO²-Bilanz achtet, denkt nicht daran, welche Problemstoffe /z.B. Coltan, andere seltene Erden, Schwermetalle) für die Herstellung benötigt werden und unter welchen Bedingungen (Kinderarbeit, sklavenähnliche Arbeitsverhältnisse) die Geräte zusammen geschustert werden.
Das merkt man schon daran, wie schwer es ist, darüber Informationen zu erhalten.
Dürfte nicht viel anders sein, als bei Smartphones. Einfach mal unter „foxconn“ nachlesen. Und da sicherlich nach einem Jahr neue („bessere“) Modelle auf den Markt kommen, fallen tonnenweise Altgeräte an, die dann z.B. nach Afrika entsorgt und dort unsachgemäß zerlegt und „verwertet“ werden, vornehmlich von Kindern und Jugendlichen. Man stelle sich vor, nur jeder Deutsche schmeißt alle 2 Jahre sein Ebook auf den Müll (wie viele werden denn „sachgemäß“ ensorgt?)… das ist eine unvorstellbare Umweltsauerei.

Hier geht es aus meiner Sicht um Werbung, Schönfärberei und die Beruhigung des erwachenden Gewissens der user…

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Silizium schlägt Papier: Warum eBooks (doch) gut fürs Klima sind » lesen.net 22. Mai 2014 um 11:27

[…] kauft, aber in der Summe kann elektronisches Lesen doch erstaunliche Einsparungen bringen. Eine Studie der Cleantech Group aus dem Jahr 2009 geht davon aus, dass durch die Nutzung von eBook […]

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