Skip to main content

Tolino Tab 7 jetzt erhältlich

Ohne großes Aufsehen hat die Tolino-Allianz in dieser Woche ihr erstes Tablet in den Handel gebracht. Die Konkurrenz auf dem boomenden Markt ist allerdings groß, der wirtschaftliche Erfolg höchst ungewiss.

Das 179 Euro kostende Tolino Tab 7 wird bei Weltbild.de als „sofort lieferbar“ ausgezeichnet, bei Thalia kann gegenwärtig nur vorbestellt werden. Die 8,9-Zoll-Ausführung (249 Euro) ist aktuell noch nicht lieferbar. [Update 18.11.2013: Thalia hat das 7″-Modell nach eigenen Angaben ebenfalls lagernd. Die 8,9-Zoll-Ausführung soll ab Mitte dieser Woche ausgeliefert werden.Damit liegt die Tolino-Allianz im Zeitplan: Bei der Vorstellung auf der Frankfurter Buchmesse wurde der Verkaufsstart auf November terminiert.

Hardwareseitig bieten die Tolino-Tablets solide Mittelklasse (Datenblätter). Das 7″ Modell löst 1440x900px auf und wiegt 335 Gramm, das 8,9″ Gerät bringt 547 Gramm auf die Waage. In beiden Geräten steckt ein durchschnittlicher Quad-Core-Prozessor und 16 Gbyte Speicher, das größere Modell hat neben einer Front-Kamera noch eine 5-Megapixel-Rückkamera.

Im Tablet Vergleich mit den gerade in den Handel gekommenen Kindle Fire HDX und iPad Mini sehen die Tolino Tabs erwartungsgemäß alt aus, spielen aber auch in einer anderen Preisklasse. Die Tolino-Tablets platzieren sich zwischen den aktuellen Top-Geräten von Google, Amazon und Apple auf der einen Seite und günstigeren, aber schlechter ausgestatteten Tablets (Archos, letzte Kobo-Arc- und Kindle-Fire-Generation) auf der anderen Seite. Der Kindle Fire 8,9 HD (2012) etwa kostet derzeit nur noch 229 Euro, hat aber eine schwächere CPU und keine rückseitige Kamera. Hinzu kommt das geschlossene Betriebssystem – die Tolino Tablets haben ein offenes Android 4.2 inklusive Google-Play-Zugriff an Bord.

Tolino Tabs: Erfolg ungewiss

Auch darum ist schwer abzuschätzen, ob die Rechnung für die Tolino-Allianz aufgeht. Mit der Hardware wird wohl wenig Geld verdient, und die Lese-Apps von Amazon & Co. sind für Käufer der Geräte immer nur einen Tap entfernt. Amazon, Google und Apple haben außerdem viel mehr Möglichkeiten der Refinanzierung – sie verdienen an heruntergeladenen Apps von Drittanbietern, Musik, Filmen und vielem mehr, während die Tolino-Alliierten „nur“ bei Bücher verkaufen. Eine Mahnung sollte Barnes & Noble sein, die ihren Ausflug in den Tablet-Bereich nach Verlusten im dreistelligen Millionen-Bereich beenden wollten (um dann doch einen Verbleib anzukündigen).

Interessierte sollten diese wirtschaftlichen Hintergründe aber nicht tangieren: Die Tolino-Tablets sind hardwareseitig zweifellos ihr Geld wert. Wir versuchen, zeitnah Testmuster in die Hände zu bekommen. Auf der Buchmesse haben wir das 7″-Tolino-Tab bereits kurz ausprobieren dürfen. Bemerkenswert ist übrigens, dass die Tolino Tab’s überhaupt nur bei Thalia und Weltbild gelistet sind. Bei den Online-Auftritten der weiteren Tolino-Partner Bertelsmann, Telekom und bei der Weltbild-Schwester Hugendubel ist aktuell ausschließlich der eBook Reader Tolino Shine zu finden.

Ähnliche Beiträge


Kommentare


Amazon verkauft Kindle Fire HD für 99 Euro » Tablets » lesen.net 22. November 2013 um 20:56

[…] Preisaktion fällt voll in die Einführung der Tolino Tablets. Das Tolino Tab 7″ ist zwar in allen Bereichen etwas besser ausgestattet, hat das modernre […]

Antworten

Tolino Tab 7″ im Test [+Video] » Tablets » lesen.net 11. Dezember 2013 um 11:59

[…] ersten Tolino Tablets sind seit wenigen Wochen erhältlich. Dabei handelt es sich um offene Android-Geräte mit einigen vorinstallierter Tolino-App plus […]

Antworten

Das war das E-Reading-Jahr 2013 » Debatte » lesen.net 22. Dezember 2013 um 20:51

[…] Shine inzwischen ein richtig guter eBook Reader geworden, seit November wird er von zwei Tablets flankiert. Mit gemeinsamen Kräften und massiven Investitionen haben es die Filialisten tatsächlich […]

Antworten

Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*