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Tolino Vision offiziell, im Video

Die Tolino-Allianz hat ihren neuen eBook Reader Tolino Vision am heutigen Mittwoch offiziell vorgestellt, schon vom kommenden Samstag an (05. April) ist das Gerät im Handel. Im Vorfeld waren bereits viele Details durchgesickert. Bemerkenswert ist der neue Home-Button.

Wie schon vorab berichtet wird der Tolino Vision 129 Euro kosten, ganze 30 Prozent mehr als der weiterhin verkaufte Tolino Shine. Gegenüber dem erst ein halbes Jahr alten Vormodell hat der Tolino Vision vorzuweisen

tolino shine tolino vision
  • ein E-Ink-Carta-Display. Neben dem Kindle Paperwhite 2 ist der Tolino Vision erst der zweite eBook Reader, der dieses gegenüber der Pearl-Generation etwas (!) kontrastreichere Panel verbaut. Die Auflösung bleibt bei 1024x758px (212 ppi).
  • eine etwas schnellere CPU (1 GHz statt 800 MHz) und mehr Arbeitsspeicher (512 statt 128 Mbyte). Die Tolino-Allianz verspricht bis zu 40 Prozent mehr Leistung. Real bemerkbar macht sich das freilich nur bei der Arbeit mit großen (PDF-)Dokumenten. Der interne Speicherplatz ist weiterhin 4 Gbyte große und mittels microSD-Karte erweiterbar.
  • ein kleineres und flacheres Gehäuse nebst durchgehender Verglasung, wie man sie von Tablets und Smartphones (und vom Kobo Aura) kennt. Der Größenunterschied ist tatsächlich deutlich, das Gehäuse laut Datenblatt auch beachtliche 1,6mm dünner. 
  • der Home-Button ist jetzt nicht mehr physisch, sondern sensorisch. Das war vor einigen Jahren mal bei Android-Geräten in Mode, ist inzwischen aber kaum mehr zu sehen – wir vermuten einen guten Grund und sind gespannt, wie sich Nutzer mit der neuen „Taste“ anfreunden werden.
  • softwareseitig gibt es eine neue optionale Zahlensperre und eine Schnellblättern-Funktion, die aber nicht ganz an Kindle Pageflip heranreicht. Auch der Tolino Shine soll allerdings mit Firmware Updates funktional erweitert werden.

Der Tolino Vision ist bei den Tolino-Partnern ab sofort vorbestellbar und soll ab Samstag ausgeliefert werden, von da an ist das Gerät auch in den beteiligten Buchhandlungen zu finden. Der Tolino Shine wird weiterhin zum alten Preis erhältlich sein (99 Euro, rechnerisch über Aktionsangebote eigentlich immer günstiger zu haben).

Tolino Vision im Video

Die Computerbild hat den Tolino Vision schon angetestet und berichtet von einer gleichmäßigeren Ausleuchtung ohne Blaustich. Im Fazit stellen sie die Frage, ob Interessierte angesichts fehlender Alleinstellungsmerkmale 30 Euro zum Tolino Shine auf den Tisch zu legen bereit sind. Ein Umstieg lohne sich jedenfalls nicht.

Tolino Vision: Optik als Verkaufstreiber

Tatsächlich ist nicht das E-Ink-Carta-Panel, sondern das neue Äußere das eigentliche Kaufargument für den Tolino Vision. Das „DDR-Design“ ist einem modernen, kompakten Gehäuse gewichen, das es bislang im eBook-Reader-Bereich nur für 150 Euro gab (Kobo Aura). Optisch gefällt uns der Tolino Vision auch besser als der Kindle Paperwhite 2, der technisch nahezu identisch ist (allerdings keine Möglichkeit zur Speichererweiterung hat) und genauso viel kostet.

Ist man bereit, 130 Euro auf den Tisch zu legen, ist es eine Glaubensfrage. Der Kindle Paperwhite 2 bietet immer noch ein flüssigeres Einkaufserlebnis, eine funktionalere Firmware und bessere Apps, zudem gerade im Indie-Bereich viele günstige Exklusiv-Titel. Beim Tolino Vision hingegen ist man viel weniger an einen einzigen Händler gebunden und kann außerdem die Onleihe nutzen. Ob man in seine Kaufentscheidung den Themenkomplex „Buy Local/deutschen Buchhandel stärken/Ausbeutungsmaschine Amazon“ (der selbstredend von den Tolino-Partnern mächtig befeuert wird) einfließen lässt, bleibt jedem selbst überlassen.

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Kommentare


Tolino Vision wohl schon nächste Woche, für 129 Euro [Update] » lesen.net 2. April 2014 um 11:58

[…] [Update 02.04.2014: Das Gerät ist jetzt offiziell, hier geht's zur Meldung.] […]

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Tolino vs. Kindle: Der Vision kommt | Digital Publishers 3. April 2014 um 21:12

[…]  buchreport.de, lesen.net […]

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Neuer Reader: Tolino Vision | ebook-cafe 7. April 2014 um 15:42

[…] Tests des neuen Tolino findet man zum Beispiel bei Lesen.net: Tolino Vision offiziell und in der Selfpublisher-Bibel: Tolino Vision im […]

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Attraktives Tolino-Vision-Bundle von Bertelsmann » lesen.net 9. Mai 2014 um 12:57

[…] legt der Club Bertelsmann eine Preisaktion für den Tolino Vision auf. Gut einen Monat nach Einführung des Kindle-Paperwhite-2-Rivalen fällt der eBook Reader rechnerisch unter die 100-Euro-Marke. […]

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Tolino Vision 2 im Test [+Video] » lesen.net 22. Oktober 2014 um 19:59

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Tolino-Allianz ist Hersteller des Jahres 2014 » lesen.net 14. Dezember 2014 um 18:34

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