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Trekstor Pyrus 2 LED im Kurz-Test [+Video]

trekstor-pyrus-2-led-3Mit einem 80-Euro-Preisschild wird der Trekstor eBook Reader Pyrus 2 LED der günstigste Leucht-Reader im diesjährigen Weihnachtsgeschäft sein. Wir haben den Sechs-Zoller ausprobiert und sagen, was für Kompromisse man für den Niedrigpreis in Kauf nehmen muss.

Was beim Trekstor Pyrus 2 LED sofort ins Auge sticht, ist seine extrem starke (aússchaltbare) Beleuchtung: Das Gerät strahlt deutlich heller als etwa der alte Kindle Paperwhite, den wir zum Vergleich herangezogen hatten. Der neue Kindle Paperwhite leuchtet etwas heller als sein Vorgänger, an den Trekstor Pyrus 2 LED kommt aber auch er wohl nicht heran. Die Beleuchtung ist insbesondere in sehr hellen Umgebungen von Vorteil, so wird das Display selbst bei direkter Sonneneinstrahlung noch brauchbare Kontraste zustande bringen.

trekstor-pyrus-2-ledDurch seine gummierte Rückseite liegt der Trekstor Pyrus 2 LED gut in der Hand, das Gewicht von 205 Gramm ist für einen Leucht-Reader angemessen (Kindle Paperwhite: 213g). Dank Pearl-E-Ink-Display ist die Bildqualität des Trekstor Pyrus 2 LED mehrere Klassen über der bisheriger Trekstor-Geräte. Weil das Panel nur 800x600px auflöst, ist das Schriftbild aber etwas unschärfer als das der hiesigen Leucht-Reader-Konkurrenz und des Sony Reader PRS-T3, die allesamt 1024x758px auf 6″ bringen.

Den dicksten Rotstift hat Trekstor aber beim Touchscreen angesetzt: Es gibt keinen. Navigiert wird über ganze neun haptische Bedienelemente, die allesamt unter dem Display platziert sind (seitliche Blättertasten fehlen – laut Trekstor, weil sie beim Pyrus häufig versehentlich betätigt wurden). Fast überflüssig zu erwähnen, dass die Navigation über die Tasten alles andere als intuitiv erfolgt. Zum Blättern jedes mal umgreifen zu müssen – eine seitliche Haltung des Gerätes beim Lesen ist wesentlich komfortabler als eine am unteren Rand -, nervt außerdem.

trekstor-pyrus-2-led-4Bei der Kernfunktion „Lesen“ fallen unzeitgemäß lange Blätterzeiten auf – die verbauten Systemkomponenten scheinen nicht die flinksten zu sein, E-Ink Regal (für weniger Invertierung) kommt offensichtlich auch noch nicht zum Einsatz. Die Optionen zur Textanpassung sind überschaubar (Schriftgröße, Schriftart, Seitenrand), Notizen oder Wörterbücher gibt es nicht.

Der Speicherplatz beträgt 2 Gbyte und ist erweiterbar, das Gerät versteht sich unter anderem mit epub- und pdf-Dateien mit oder ohne Adobe DRM. Anders als das Auswahlfeld „eBook Shop“ im Startmenü suggeriert, verfügt das Gerät über keinen solchen, zumindest nicht integriert: Ein WLAN-Modul fehlt, eBooks kommt ausschließlich über USB-Kabel oder Speicherkarte aufs Gerät.

Trekstor Pyrus 2 LED: No-Frills-Reader für sparsame Leucht-Freunde

trekstor-pyrus-2-led-2Kein WLAN, kein hochauflösendes Display, kein Touch, keine Zusatzfunktionen, langsames Blättern: Die Liste der Abstriche, die Trekstor-Pyrus-2-LED-Käufer gegenüber teureren Geräten machen müssen, ist lang. Auf der Haben-Seite verbucht das Gerät das sehr helle Display und natürlich den konkurrenzlosen Kostenpunkt.

Anders als bei bisherigen Trekstor-Geräten ist die Kernkomponente, das Display, dank erstmaligem Verbau eines E-Ink-Display durchaus konkurrenzfähig. Wer mit den genannten Kompromissen leben kann, bekommt mit dem Pyrus 2 LED ein brauchbares Lesegerät für einen fairen Preis an die Hand. Das Gerät soll ab Oktober für 80 Euro zu haben sein.

Wer allerdings nicht um jeden Preis eine integrierte Beleuchtung haben muss, findet bei anderen Herstellern bessere und zudem günstigstere Alternativen. So wird der Kobo Touch (Touchscreen, WLAN, Social Reading) derzeit bei comtech für gerade einmal 44 Euro abverkauft. Auch wer zum jüngst auf 49 Euro reduzierten Einstiegs-Kindle greift, kriegt einen deutlich komfortableren Textzugang nebst App-Ökosystem sowie eine leistungsfähigere Firmware.

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Kommentare


eBook-Reader-Neuigkeiten von der IFA 2013 – Michael Sonntag 8. September 2013 um 15:41

[…] Trekstor stellt mit dem Pyrus 2 LED einen Leuchtreader ohne Touch, dafür erstmals mit E-Ink-Display und eingebauter Beleuchtung vor. Das Teil soll im Oktober erscheinen und für um die 80 € verkauft werden. Ein erstes Video gibts im Artikel von lesen.net […]

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samy 8. September 2013 um 20:50

Der Rohrkrepierer hat einen neuen Namen: Trekstor.

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eberf 9. September 2013 um 01:28

Du schreibst: „Die Beleuchtung ist insbesondere in sehr hellen Umgebungen von Vorteil, so wird das Display selbst bei direkter Sonneneinstrahlung noch brauchbare Kontraste zustande bringen.“

Seit wann benötigt man bei einem E-Ink-Display im Sonnenlicht eine Beleuchtung?!

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Christine1512 9. September 2013 um 06:14

Das ist allerdings die Frage. Lese ich Bücher, schleppe ich tagsüber auch nicht immer eine Leselampe mit mir herum.

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samy 9. September 2013 um 08:31

Das frage ich mich auch. Selbst mit meinem ältern Sony Reader PRS T1 hab ich bei direkter Sonneneinstrahlung mehr als brauchbare Kontraste. Bei E-Ink (zumindest ohne Beleuchtung) gilt: Je stärker die Lichteinstrahlung von Außen je stärker der Kontrast. Jetzt noch mit einer Beleuchtung dagegen anstinken zu wollen ist für mich eine reine Energieverschwendung.

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Trekstor Pyrus 2, el eReader que nació muerto 9. September 2013 um 09:35

[…] Fuente e Imagen – Lesen […]

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Florian 9. September 2013 um 10:42

@Vorkommentare: Man kann alles schlechtreden wenn man will, wobei das Thema Beleuchtung / Sonneneinstrahlung verstehe ich auch nicht^^.

Alles in allem, sieht der Reader mMn nicht schlecht aus.
Das einzige, dass bei dem Reader einen faden Beigeschmack hinterlässt, sind die fehlenden Blättertasten an den Seiten. Diese wären für mich ein klares Kaufargument gewesen, da sonst nur der Cybook Odyssey Frontlight solche hat und dieser doch eine Ecke teurer ist.

In diesem Falle ist z.b. der nur um wenig teurere Tolino Shine die bessere Wahl.

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carokann 9. September 2013 um 11:27

Haha, der Retro-Reader schlechthin. Mir sind für sowas selbst 80 € zu viel. 9 Menütasten! ROFL.

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Trekstor Pyrus 2 LED im Handel » eReader » lesen.net 12. November 2013 um 16:27

[…] 2013 kommt von Trekstor und ist ab sofort erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung des Trekstor Pyrus 2 LED liegt bei 80 Euro, der Straßenpreis ist schon jetzt deutlich geringer. Dafür gibt es ein […]

Antworten

Ratgeber: eBook Reader an Senioren verschenken » eReader » lesen.net 21. November 2013 um 19:10

[…] alle aktuellen eBook Reader– im Leucht-Bereich alle bis auf den Trekstor Pyrus 2 LED  – haben ein WLAN-Modul und einen integrierten Shop an Bord, so dass Kauf und Download eines […]

Antworten

eBook Reader im Test: Best Of » lesen.net 11. April 2014 um 12:20

[…] nie getestet haben wir eBook Reader von Trekstor (vom Hands-On des Trekstor Pyrus 2 LED auf der letztjährigen IFA einmal […]

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