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Amazon Kindle 2 fast 30% günstiger

Amazon reagiert: Nur wenige Stunden nach einer deutlichen Preissenkung von Barnes & Noble‘ eBook Reader Nook und der gleichzeitig Einführung eines Low Budget Modells verbilligt auch der E-Buchhändler seinen Kindle 2 – weltweit. Amazon unterbietet dabei nicht nur die 200-Dollar-Marke, sondern auch den Nook.

189 US-Dollar möchte das Unternehmen aus Seattle ab sofort für seinen Sechs-Zoller haben – das entspricht einem Abschlag von 70 US-Dollar beziehungsweise knapp 30% auf einmal, nachdem der Kindle-Preis zuvor über sieben Monate lang stabil auf 259 US-Dollar gehalten wurde.

kindle2Wurde Anfangs noch zwischen einem US-Modell und einer „International Version“ unterschieden, gibt es inzwischen nur noch eine weltweit verschiffte Ausführung. Entsprechend müssen auch deutsche Interessierte nur noch die 189 US-Dollar bezahlen. Unter dem Strich – Zoll, Versandkosten – stehen beim Kindle 2 nun 209 Euro (siehe Screenshot).

Zur internationalen Markteinführung im Oktober 2009 mussten für einen Kindle 2 rund 235 Euro bezahlt werden, also „nur“ 25 Euro mehr – die vergleichsweise geringe Ersparnis erklärt sich aus dem inzwischen deutlich schwächeren Euro, aufgrund dem sich der Kindle 2 hierzulande zuletzt spürbar verteuert hatte. Infolge der Reduktion gruppiert sich das Lesegerät nun wieder im mittleren Preissegment ein.

Das Preis-Leistungsverhältnis vom Kindle 2 lässt sich nicht pauschal beurteilen, der Device ist in dieser Form nach wie vor einzigartig: Via 3G-Modul (Datenkosten fallen keine an, jedoch werden auf kostenpflichtige eBooks 2,30 US-Dollar Roaminggebühr aufgeschlagen; 0,00 US-Dollar „kostende“ Titel sind neuerdings komplett umsonst) geht es drahtlos in den Kindle Store, wo Deutschen über 430.000 eBooks zugänglich sind – darunter allerdings nach wie vor kaum deutschsprachige Literatur.

amazon_kindle_2_05.jpgMangels epub-Support muss auf praktisch alle komerzielle Bücher in unserer Sprache verzichtet werden. Immerhin rüstet Amazon mit der aktuell ausgelieferten Firmware 2.5 eine brauchbare pdf-Unterstützung nach, so dass etwa Beam eBooks eingekauft werden kann – die Spiegel Bestsellerliste sollte man aber als Kindle-Nutzer in Zeiten von DRM lieber nicht in Augenschein nehmen.

Der Amazon Kindle 2 ist hierzulande immer noch vor allem ein eBook Reader für anglophile Literaturbegeisterte: Wer Bücher gerne im (englischen) Original schmökert, bekommt nirgendwo sonst ein ähnlich umfangreiches Sortiment nebst erstklassigem Lesegerät und Multiplattform-Support (PC, Mac, iPhone, iPad, Blackberry, angekündigt Android) wie hier. Möchte Amazon seinen Kindle über diese Nische hinaus aber wirklich populär auf dem deutschen Markt machen, muss sich das Unternehmen baldigst mit den großen Verlagshäusern einig werden; Apple – obwohl deutlich später gestartet – ist hier schon entscheidend weiter.

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Kommentare


Thomas D. 22. Juni 2010 um 08:53

auch wenns wünschenswert wäre, wenn sich die Preissenkungen in den eReadermarkt nach D-Land durchschlagen – ich glaubs nicht so recht. Barnes & Noble und Amazon können Quersubventionieren, d.h. die geringeren Margen durch eBookverkäufe wieder reinholen. Da es dieses Geschäftsmodell hierzulande nicht funktionierend gibt (leider), seh ich was die eReaderpreise angeht für hierzulande schwarz, solange die eInk-Panels so teuer sind.

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Thomas Knip 23. Juni 2010 um 11:40

Johannes, das mit beam eBooks ist so nicht ganz richtig. beam verzichtet bereits seit geraumer Zeit auf DRM, also auch bei den angebotenen PRC/MOBI-Dateien.

Und diese lassen sich ohne Probleme auf das Kindle hochladen und dort lesen – so gesehen ist beam der einzig empfehlenswerte deutsche Shop für Kindle-eBooks.

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