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Cool-er Reader ab Ende Juni erhältlich

Der deutsche Verkaufsstart vom Cool-er Reader , dem (in optischer Hinsicht) “iPod unter den eBook Lesegeräten”, steht unmittelbar bevor. Der Sechs-Zoller vom US-Startup interead.com wird europaweit ab kommender Woche ausgeliefert, liegt mit EUR 225 am unteren Ende des aktuellen Preisniveaus.

Für ihr Geld bekommen Käufer des Cool-er Reader (“Cool-er”=”Cool eBook Reader”) eine ordentliche Ausstattung. 1 Gbyte interner Speicherplatz können mit eBooks in verschiedensten Formaten befüllt werden, auch DRM-geschützte pdf- und epub-Dateien werden gelesen. Mit 180 Gramm ist der Cool-er Reader zudem ein echtes Leichtgewicht: Sony Reader und Amazon Kindle 2 bringen je 100g mehr auf die Waage.

Die Gewichtsersparnis hat einen einfachen Grund: Anders als die Markengeräte – und anders als das unverkennbare Vorbild von Apple – kommt der Cool-er Reader in einem Plastikgehäuse daher. Offenbar keine gute Entscheidung des Herstellers: In ersten Reviews wird durchweg bemängelt, die Hülle fühle sich billig und instabil an – man habe nicht das Gefühl, ein $250-Produkt in der Hand zu haben.

Wenig begeistert waren US-Tester auch von Benutzeroberfläche (kompliziert, wenig selbsterklärend) und Navigationsbuttons (hart, knarzend) – das mit der Optik transportierte “iPod-Einfach-Versprechen” könne in keiner Beziehung eingelöst werden. Was bleibe, sei der schöne Schein und eine ordentliche Darstellung der Inhalte auf dem e-Ink Display.

cooler-gruenWie Amazon stellt auch interead.com seinem eBook Lesegerät einen Online-Shop für eBooks an die Seite, an den Nutzer des eReaders aber in weit geringerem Maße gebunden sind. Das ist auch gut so, denn das Angebot bei auf coolerbooks.com ist momentan noch dünn und teuer. Unschön ist auch der verwendete Adobe-DRM, durch den die gekaufte Ware zum Beispiel nur 5x gespeichert werden kann.

Das Fazit lautet in Reviews oftmals “gute Ansätze, aber noch zu teuer”. Bei Gizmodo hätte man sich ein $199-Preisschild gewünscht, mit $249 liege der Cool-er Reader zu dicht an der doch deutlich höherwertigeren Konkurrenz von Sony und Amazon.

Inklusive Versandkosten werden für den in acht Farben bestellbaren Cool-er Reader EUR 240 fällig, Einfuhrumsatzsteuer ist durch den (EU-internen) Versand aus England nicht zu bezahlen. Trotzdem liegt das Lesegerät damit nur EUR 10 (rechnerisch) unter dem Sony Reader – zu wenig für eine Kaufempfehlung der Ersparnis wegen. Nicht unwahrscheinlich aber, dass der Preis schon zeitnah unter die 200 Euro Marke fällt: Bei einer reinen Online-Abwicklung hat Interead hier sicherlich noch Luft nach unten.

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Kommentare


Hans-Jörg 20. Juni 2009 um 19:36

Der Cool-er kommt ohne Schutzummantelung. Preislich kann er gegenüber dem damit ausgelieferten Cybook von Weltbild, wo man durch den Kauf eines beliebigen Büchleins die Versandkosten spart, also auch nicht punkten.


hype.yeebase.com 20. Juni 2009 um 20:03

Cool-er Reader: eBook…

Linux-OS, zahlreiche unterstützte Dateiformate und das sexy Erscheinungsbild eines iPod: Der Cool-er Reader macht neugierig. Aber beim ab kommender Woche erhältlichen eBook Lesegerät fehlt es leider an einigen Stellen an Substanz und Qualität. Ein …


Olivera 22. Juni 2009 um 09:14

Ich komme mit der Website interead.com nicht zurecht, das ist doch nur eine Website für Linksammlungen? Den Cool-er Reader finde ich dort nicht oder hat jemand einen direkten Link zur Bestellmöglichkeit?


Johannes 22. Juni 2009 um 10:12

Hallo Olivera,

-> http://www.coolreaders.eu/readers.asp (unten nochmal verlinkt) ist die Bestellseite aus der EU heraus.

Ciao
Johannes


Hans-Jörg 26. Juni 2009 um 10:37

Legt man einen Reader in den virtuellen Warenkorb, heißt es inzwischen: (for delivery in July)


Olivera 26. Juni 2009 um 12:00

Ein genaues Datum wäre noch interessant. Anfang Juli ist ja schon nächste Woche, aber vielleicht ist auch Ende Juli gemeint.


Hans-Jörg 1. Juli 2009 um 21:57

The availiability is now available. Allerdings bin ich (als Vorbesteller) noch nicht angeschrieben worden, wie ich bezahlen soll.


Sony Reader um 17% verbilligt » Kaufen, eReader » lesen.net 15. Juli 2009 um 16:01

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