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iRiver Story bei Schlecker

schleckerNach stationärem Buchhandel und Elektronikmärkten haben elektronische Lesegeräte nun Einzug in die virtuellen Regale einer Drogeriekette erhalten. Der Branchenriese Schlecker (76% Marktanteil in Deutschland) hat den iRiver Story in sein Online-Sortiment aufgenommen, verkauft den Sechs-Zoller für 279 Euro.

Anders als suggeriert (“UVP des Herstellers 299,99.-“) ist das Angebot nicht wirklich ein Schnäppchen, das koreanische Lesegerät debutierte schon im Oktober zum Preis von 279 Euro bei Hugendubel. Im T-Online Shop kostet der iRiver Story unter Nutzung eines 10-Euro-Gutscheins (Code 10EU2SHOP) gegenwärtig 265 Euro.

iriverstory18In unserem Testbericht (aus dem auch auf der Schlecker.com Artikelseite zitiert wird) konnte der iRiver Story durch seine Vielfältigkeit gefallen, wirkte aber gleichzeitig an einigen Stellen überladen und – etwa beim pdf-Support – nicht ganz ausgereift. Damals bemängelten wir außerdem den im Verhältnis zu Kindle 2 & Co überzogenen Preis; das gilt heute natürlich in mindestens genauso großem Maße, mit 280 Euro ist der ohne Wireless-Technologie daher kommende Sechs-Zoller einfach zu teuer.

Interessant ist, wie Schlecker den iRiver Story zu verkaufen versucht. Der Device firmiet zwar als eBook Reader, in der Artikelbeschreibung spielt digitales Lesen  aber nur eine untergeordnete Rolle. Zu den Vorzügen des augenfreundlichen E-Ink Display wird kein Wort verloren, statt dessen die Fähigkeit “Fotos direkt von der SD-Karte der Digitalkamera an[zu]sehen” hervor gehoben. Auch MP3-Player und Diktierfunktion scheinen es der Marketingabteilung angetan zu haben.

Der Device wird beim Drogeriemarkt über seine Funktionsvielfalt vermarktet, was im Fall vom iRiver Story sicherlich legitim ist – das Gerät bietet eine Featureliste wie sonst kein anderer dedizierter eReader. Die Mehrheit der auf diesem Weg angesprochenen Anwender, die ihren mobilen Entertainemt-Begleiter nur gelegentlich für (kurze) Lektüren zu nutzen gedenken, wären aber wohl mit einem Tablet besser aufgehoben.

Unabhängig davon ist der iRiver Story Verkauf bei Schlecker ein weiterer Schritt dieser Geräteklasse in Richtung Massenmarkt. Das Lesegerät wird zwar wohl kaum in den über 10.000 (!) deutschen Schlecker-Drogerien zu haben sein, mit über 3 Millionen Kunden ist aber auch der Online-Shop ein mehr als ernstzunehmender Vertriebskanal.

<Danke Michael!>

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Kommentare


andreas 3. Januar 2010 um 23:49

Schlecker hat 76% Marktanteil in Deutschland?
Da werden die sich aber freuen, wenn die das lesen! ;-)

Antworten

Johannes 4. Januar 2010 um 00:44

@Andreas Klingt komisch, ist aber so -> http://www4.schlecker.com/htdocs/cms/der_konzern_de.htm “Der Drogerie-Discounter SCHLECKER ist mit einem Marktanteil von 76 Prozent aller Drogeriemärkte in Deutschland unangefochtener Marktführer.”

Ciao
Johannes

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andreas 4. Januar 2010 um 01:26

Ah, gut, dass Du die Quelle genannt hast :)
Diese Zahl bezieht sich also auf den Anteil aller Schleckermärkte unter den Drogerien. Wenn man nur 76% Marktanteil liest, denkt man ja automatisch an den Umsatz, da sieht die Sache dann allerdings anders aus: http://www.lz-net.de/rankings/handeldeutschland/pages/show.prl?id=304

grüßle

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Stefan67 4. Januar 2010 um 08:44

Schlecker ist doch gerade (mal wieder) in den Schlagzeilen, weil sie ihre Mitarbeiter in viel schlechtere Arbeitsverträge drängen wollen.

Auch wenn die Firma Geräte anbieten würde für unter 100, – Euro, ich würde dort nicht einkaufen.

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bommel 24. Januar 2010 um 14:16

iRiver Story EB02 gibts heute bei ibood schon für stolze 199,95 € + (5,95 Versand)

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Jay-Tech EB10: Sieben-Zoller für 119 Euro bei Schecker » eReader » lesen.net 29. Oktober 2010 um 13:24

[…] Wie schon im letzten Jahr nimmt Schlecker zum Weihnachtsgeschäft wiederum einen eBook Reader in sein Sortiment – diesmal allerdings nicht mit E-Ink-, sondern mit LC-Display. Entsprechend kann die Drogeriemarktkette (>10.000 Filialen in Deutschland) ihren Jay-Tech EB10 recht aggressiv bepreisen: Mit 119 Euro gehört der Sieben-Zoller zu den günstigsten derzeit erhältlichen Lesegeräten (bzw. Devices, die als solche vermarktet werden). Im Gegenzug müssen bei Lesekomfort und Handling allerdings auch einige Kompromisse eingegangenen werden. […]

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