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Adobe Digital Editions kommt aufs iPad

Adobe Digital Editions wird mobil. Die beliebte viel genutzte eBook-Verwaltungssoftware, ohne die im epub-DRM-Kosmos jahrelang wenig ging, gibt es jetzt auch als iOS-App. Der Nutzwert ist überschaubar – noch.

Bislang gab es Adobe Digital Editions nur für PC und für Mac, jetzt erweitert das Software-Unternehmen sein Ökosystem in Richtung Mobilgeräte. Am Mittwoch tauchte relativ unvermittelt eine iOS-App von Adobe Digital Editions bei iTunes auf. Die 24 Mbyte große App trägt die Versionsnummer 4.0. Sie ist auch im deutschen App Store erhältlich, allerdings derzeit nur mit iPads nutzbar. Adobe spricht gleichwohl bereits von “ADE for iOS devices”, womit eine Unterstützung der weit verbreiteten und inzwischen auch sehr großformatigen Apple-Telefone nicht lange auf sich warten lassen dürfte.

Funktionsarm, keine Synchronisierung

Adobe Digital Editions for iOS

Adobe Digital Editions for iOS

Das US-Fachblog Ink, Bits, & Pixels (ehemals “The Digital Reader”) hat sich die App genauer angesehen und beschreibt sie als funktionsarm sowie “langsam und klobig” (slow and clunky). Highlight sei die epub3-Unterstützung, daneben gebe es bloß noch ein paar Textanpassungsoptionen und Wörterbücher.

Gegenüber den E-Reading-Plattformen fehle insbesondere eine Sync-Funktion für eBooks, die bereits in ADE importiert sind. Ink, Bits, & Pixels spekuliert, die im Herbst vieldisktutierte Spionage-Funktion von ADE 4 könnte ein Vorgriff auf diese Funktionalität gewesen sein.

Erste wirkliche Lese-Software von Adobe

Tatsächlich bewegt sich Adobe mit der App in eine interessante Richtung. Lange Zeit bot Adobe mit ADE nur eine zwar unverzichtbare, aber nicht mehr als unbedingt nötig genutzte Software zum Download und zur Übertragung kopiergeschützter eBooks auf eBook Reader. In den letzten Jahren trat der Kopierschutz immer mehr in den Hintergrund (was von Adobe gewollt ist). Wer etwa einen Tolino sein Eigen nennt und nur innerhalb des Tolino-Kosmos einkauft, braucht nicht einmal mehr eine Adobe-ID.

Zwar kann auch mit der Desktop-Version der Software gelesen werden, dazu wird sie aber kaum genutzt. ADE für iOS ist damit die erste App, die tatsächlich mit der Intension “Lesen” zu laden ist. Mit einer Sync-Funktion könnte ADE eine Alles-an-einer-Stelle-App werden, denn sowohl bei gekauften kopiergeschützten epub-eBooks egal auf welcher Plattform als auch bei via Onleihe geliehenen eBooks fließen im Hintergrund Lizenzinformationen auf die Adobe-Server. Das alles ist freilich noch Zukunftsmusik, beim aktuellen Stand der Software gibt es über Neugier hinaus keinen Grund zur Installation.

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